Traumstrecken für Motorradfahrer sollen nicht zu Albtraumstrecken werden. Foto: pixabay.com

Meinerzhagen. (ots) Es gibt Straßen in der Region, die sind ein Traum für jeden Biker. Polizei und die Unfallkommission kämpfen dafür, dass diese Strecken nicht zum Alptraum werden. Die L 707 über die Nordhelle von Meinerzhagen nach Herscheid zählt zu diesen Verbindungen. Sie erfreut sich auch bei vielen auswärtigen Motorradfahrern großer Beliebtheit. Seit Jahren sorgen aber auch schwere Unfälle, insbesondere im Bereich des sogenannten Nordhangweges, für Schlagzeilen. Jetzt startet die Unfallkommission ein Projekt, das beweissichere Aufnahmen durch speziell geschulte Motorradfahrer der Polizei garantieren soll.

Alle Maßnahmen bisher vergeblich

Hintergrund: In der Vergangenheit wurden eine Vielzahl verkehrsunfallsenkender Maßnahmen umgesetzt wurde. „In der Summe hatten sie jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Unfallsituation“, heißt es in einer Mitteilung der Kreispolizeibehörde.

So wurden eine Geschwindigkeitsbegrenzung, Überholverbote und Gefahrenzeichen angeordnet sowie letztmalig im Jahr 2015 sogenannte Rüttelstreifen vor der Unfallhäufungsstelle aufgebracht. „Keine dieser Maßnahmen hat sich unfallmindernd ausgewirkt“, schreibt die Polizei. Obwohl die Kreispolizeibehörde bereits seit einigen Jahren mit speziellen Provida-Krädern (zivile Motorräder mit einer Videoausrüstung zur Verfolgung von Geschwindigkeitsverstößen) Jagd auf Temposünder macht, gerieten die für diese Art von Geschwindigkeitsmessungen speziell geschulten und trainierten Polizeibeamten aufgrund der Kurvensituation schnell an die Grenzen der Möglichkeiten der Beweisführung.

Beweissichere Aufnahmen im Kurvenbereich

Diese Markierungen (Vordergrund) sollen beweissichere Videoaufnahmen ermöglichen. Foto: Polizei
Diese Markierungen (Vordergrund) sollen beweissichere Videoaufnahmen ermöglichen. Foto: Polizei

Die Maßnahme: Auf Vorschlag der Kreispolizeibehörde in der Unfallkommission des Märkischen Kreises startet ab sofort ein Versuch, die Effektivität der Provida-Kräder zu steigern und die Messungen auch im Kurvenbereich durchzuführen. Dazu wurden bereits am 20. Mai durch den Landesbetrieb Straßen NRW in Abstimmung mit der Polizei auf dem Seitenstreifen im dortigen Kurvenbereich mehrere Hilfsmarkierungen angebracht, die beim Einsatz der Provida-Kräder für eine beweiserhebliche Videodokumentation sorgen sollen.

Verkehrsversuch für eine Saison

Die im Abstand von 50 Metern aufgebrachten, 75 Zentimeter langen und zwölf Zentimeter breiten Striche ermöglichen es, speziell im dortigen Kurvenbereich gerichtsfeste Geschwindigkeitsverstöße mittels Provida festzustellen und zu dokumentieren. Die Maßnahme ist als Verkehrsversuch für zunächst eine Kradsaison angelegt. Bei der aufgebrachten Markierung handelt es sich um spezielle Farbe, die sich innerhalb eines Jahres abfahren wird.

Die Polizei bewertet diese Markierungen als einen weiteren Versuch der Behörden, der risikobehafteten Raserei einiger uneinsichtiger Motorradfahrer entgegen zu wirken.

 

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5 KOMMENTARE

  1. Für die Anwohner die beste Lösung, die Straße für Motorräder sperren. Zum Leidwesen für die „normalen“Motorradfahrer, zu denen ich mich auch zähle.
    Aber die Vollidioten, die Nachmittag für Nachmittag 100 Mal hoch und runter fahren, mit Wahnsinns Geschwindigkeiten, machen diese Straße, die auch noch durch ein Naturschutzgebiet liegt, fürmnormale Nutzer kaum noch vernünftig befahrbar.
    Sperrt die Straße für Motorräder, vielleicht auch für Lastwagen und es herrscht Ruhe in Herscheid und Valbert!!!!

  2. Unsinnig Straßen zu sperren, wegen der 3% Rabauken unter den Motorrad Fahrern.
    Auch die Geschwindigkeits begrenzung finde ich unsinnig, vor allem auf der Südseite.
    Unfälle passieren, weil die Probanten sich an KEINER Regel halten.
    Ob da 50, 70 oder 100Km/h steht, würde sie nicht interessieren.
    Bin letztes Wochenende über das Ebbe gefahren, und bei dieser Begrenzung der Geschwindigkeit, zählt es nicht mehr zu den „Traumstrecken“
    Da ist ja das Pylonen slalom in der Fahrschule gefährlicher.

  3. Vor wenigen Wochen mußte ich sonntagsabends – wegen der katastrophalen Sperrung der A4/Hüttentalstraße – von Plettenberg kommend „über Land“ Richtung Köln fahren. Mit meinem neuen Auto auf Sicherheit und Einhaltung der Höchstgeschwindigkeiten bedacht wurde ich in und um die Nordhelle von Motorradfahrern von hinten bedrängt, und von vorne wurde mir die Fahrbahn geschnitten. Fazit: Kein Mitleid mit verunfallenden Kradfahrern und mehr Kontrollen mit entsprechenden Maßnahmen. Schade für die „entspannten“ Biker, aber bedankt Euch bei krachmachenden und hormongesteuerten Schwachköpfen Eurer Zunft!

  4. Heute ist Sonntag, 13:30Uhr. Nordhelle.
    Waren um die Nordhelle wandern.
    Wahnsinn was hier los ist….rauf runter, rauf runter….auf ihren Reiskochern. Mit einem Tempo und einer Lautstärke, Irrsinn.
    Ebbestraße für Motorräder sperren fertig. Ohne Diskusion. Die Idioten gefährden nicht nur sich, (was mir total egal ist), sondern alle anderen Verkehrsteilnehmer auch.

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