Totgesagte leben länger: Seit 2002 gibt die Kult-Band "Extrabreit" wieder ausgewählte Konzerte. Am 20. August spielt die Truppe beim Kult.Park-Festival in Lüdenscheid. Foto: Veranstalter

Lüdenscheid. „Kalapi“ und „Extrabreit“: Weiter geht’s beim Kult.Park-Festival. Der Samstag, 20. August, wird ein echter Knaller. Das Festival lädt ein zur großen Sause mit frischem Punkrock aus München und purem Pop-Punk-Kult. Einlass ist ab 18 Uhr.

„Das war nicht so ganz einfach“ ist die Antwort von Oliver Straub auf die Frage, wie man einen musikalischen Knaller vor dem Hauptknaller des Abends findet. „Und es ist uns mit Kalapi gelungen, „Punkrock made in München“ zu verpflichten, die die hoffentlich mehr als 1.000 Besucher einheizen werden und die Stimmung für Extrabreit auf den Siedepunkt bringen“, so Straub weiter.

Hochkarätiger Support

Aus München reisen Kalapi an und legen beim Kult.Park den roten Teppich für Extrabreit aus. Ein hochkarätiger Support, denn die Punkrock-Formation ist im Begriff, sich in der Szene einen Namen zu machen.

Kult.Park
Kalapi spielen frischen Punkrock aus München. Foto: Veranstalter

Nach Jahren der Findung und Optimierung brachten die vier Musiker im Vorjahr ihr Erstlings-Album „Schachmatt“ heraus. Dass die Band es nicht immer leicht hatte, spiegelt sich in ihren Liedern wider: Sie liefern ehrlichen, selbst komponierten, deutschsprachigen Punkrock mit Ohrwurmcharakter. Der Sound animiert zum Tanzen, Feiern, Träumen und Nachdenken. Melodien und Texte lassen dem Zuhörer Gelegenheit, sich selbst darin zu finden und zu verwirklichen.

Denecke: „Vorfreude auf Extrabreit ist riesig“

„Die Vorfreude auf Extrabreit ist riesig und wir werden die Erwartungen der Rockfreunde deutlich übertreffen“, ist Pressesprecher Willi Denecke fest überzeugt von dem Highlight des Abends. „Ich bin schon ein bisschen stolz, dass wir „Die Breiten“ nach Lüdenscheid in den KULT.PARK holen konnten und damit den Märkern die TOP Kultband aus unserer Region präsentieren zu können“ äußert sich ein sichtlich zufriedener Oliver Straub.

Rotzig-subversive Texte

Sie ließen auf Partys den „Flieger“ abheben, beschworen die Wonnen der Kleptomanie und die Abgründe des Kokains. Lange vor den Toten Hosen und Ärzten zelebrierte die Hagener Pop-Punk-Band Extrabreit die Schönheit der Drei-Minuten-Gitarrenhymne mit rotzig-subversiven Texten.

Dafür wurden sie von renitenten Teenagern heiß geliebt und von der Musikkritik als „NDW-Spaßkapelle“ verschrien, von Ministerpräsident Franz-Josef-Strauß‘ Bayrischem Rundfunk verboten und von der Punk-„Avantgarde“ als Abzocker angefeindet. Schon in den Achtzigern waren Extrabreit eine ebenso umstrittene wie legendäre deutsche Band – und 1982 mit gleich zwei Goldenen Schallplatten auch die erfolgreichste.

Punkten mit Frechheit

Mit Frechheit punkteten die Breiten schon kurz nach ihrer Gründung 1978 in Wehringhausen: Selbstsicher nannten sie ihr erstes Album „Ihre Größten Erfolge“. Das zweite Album „Welch ein Land – Was für Männer!“ und die Chart-Single „Polizisten“ brachte Ende 1981 den Durchbruch. Mit „Hurra, hurra, die Schule brennt“ lieferten die Breiten den größten Hit jenes Jahrzehnts. Legendär sind die Duette mit Hildegard Knef „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ und mit Harald Juhnke „Nichts ist für immer“.

Nach der vermeintlichen Abschiedstournee 1998 stellte sich heraus: Totgesagte leben länger. Seit 2002 gibt die Kultband wieder ausgewählte Konzerte. Und siehe da: Nach wie vor sind die Veteranen eine der vitalsten und besten deutschen Rock ‘n‘ Roll- und Pop-Punk-Bands.

 

EXTRABREIT:      KAI HAVAII , Sänger

STEFAN KLEINKRIEG, Gitarrist

ROLF MÖLLER, Schlagzeug

BUBI HÖNIG, Gitarrist

LARS HARTMANN, Bass

 Eintritt 15,00 €, Vorverkauf 12,00 € + Gebühr

 

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here