Symbolbild (Foto: Fotolia © Picture-Factory)

Lüdenscheid. (ots) Angepöbelt, bespuckt und getreten werden – die Polizei hat es nicht immer leicht. Was manchmal abläuft, hat die Polizei in einer Mittelung zur einem Vorfall an der herscheider Landstraße beschrieben. Die Überschrift lautet: „Ein alltägliches Beispiel für einen missglückten Kommunikationsversuch“. Hier die Pressemitteilung im Wortlaut:

Die Herscheider Landstraße in Lüdenscheid am gestrigen Mittwoch. Zeugen verständigen gegen 17.40 Uhr die Polizei, denn auf dem dortigen ALDI-Parkplatz liegt eine offensichtlich hilflose betrunkene Person.

Als die Beamten eintreffen, verständigen sie umgehend einen Rettungswagen und warten auf dessen Eintreffen. Währenddessen nähert sich der Grund für diese Pressemitteilung. Er ist Lüdenscheider, 22 Jahre jung und Kumpel des hilflosen Mannes. Er geht auf die Polizisten zu.

„Scheiß Bullen“ sollen helfen

Ohne Grußwort oder sonstige Höflichkeitsfloskeln eröffnet der 22-Jährige sein Gespräch mit den Beamten mit der Aufforderung, die „Scheiß Bullen“ mögen seinem Kumpel gefälligst helfen, denn alternativ werde er sonst „Kopfschüsse verteilen“.

Wenig angetan von diesem völlig missratenen Kommunikationsversuch fordern die Beamten ihn auf, den Personalausweis auszuhändigen. Diese Aufforderung quittiert er wiederum mit den nicht weniger unhöflichen Worten „du kannst mich mal, du Drecksbulle!“. Auch die Androhung der Polizeibeamten ggf. auch ungemütlicher zu werden, falls er nicht seinen Ausweis aushändigt, hält ihn nicht davon ab, seine zuvor bereits getätigte Bemerkung zu wiederholen.

Attacke auf Beamtin

Gesagt, getan: Der Störenfried wird an der Wand fixiert und nach seinen Papieren durchsucht. Als er diese Situation dazu nutzen will, einer Beamtin mit dem Ellbogen ins Gesicht zu stoßen, bleibt den Polizisten schließlich nichts weiter übrig, als die Androhung in die Tat umzusetzen. Die Beamten bringen den 22-Jährigen zu Boden, wollen ihn fesseln und in Gewahrsam nehmen. Noch auf dem Boden liegend tritt er nach den Beamten, denen am Ende nur unter größter Kraftanstrengung die Ingewahrsamnahme gelingt.

Bedrohungen und Beleidigungen

Da auch Jugendliche diese Pressemitteilung lesen können, wollen wir an dieser Stelle auf die sich nun anschließenden fortgesetzten Bedrohungen und Beleidigungen und Versuche, die Beamten anzuspucken, nicht weiter eingehen.

Der hilflose Mann wurde schließlich ins Krankenhaus gebracht. Sein Kumpel durfte eine wohlverdiente Nacht im Polizeigewahrsam verbringen. Und darf sich nun auf ein Strafverfahren wegen Bedrohung, Beleidigung, Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte freuen.

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