Tom Frost und Doc Shuffle. Echte Cowboys machen echte Stimmung! Fotos: Kannenberg

Lüdenscheid. Tom Frost & Doc Shuffle, zwei Cowboys aus dem Ruhrgebiet, herbeigeritten, um dem Sauerland einmal zu zeigen, was ein richtiger Westman ist, gaben am 21.3. ein richtig gutes Konzert in Karolina´s Kunst & Musik Café an der Werdohler Straße. Punkt 18.00 Uhr banden die beiden ihre „Gäule“ vor Karo`s „Saloon“ fest und luden ihr Equipment vom Sattel direkt auf die improvisierte Bühne …

Die Pferde waren an diesem Abend ein Van

Tom Frost. Super Stimme, gute Stimmung. Sonnenuntergang und Lagerfeuer garantiert.
Tom Frost. Super Stimme, gute Stimmung. Sonnenuntergang und Lagerfeuer (fast) garantiert.

Ok, die Pferde waren an diesem Abend ein Van und der war bis oben vollgestopft mit Bose-Lautsprecher, einem riesigen Kontrabass und mehreren Gitarren. Dazu die zwei waschechten Cowboys, die man nicht nur auf den ersten Blick an ihren Hüten erkannte, sondern einfach an der ganzen lässigen Art. Man sah die zwei aus ihrem Auto steigen, hört im Geiste sofort die Sporen klirren und fragt sich, wann wohl das erste Duell mitten auf der Straße ausgetragen werden würde. Jeden Moment musste doch der schwarz maskierte Bösewicht um die Ecke biegen und zum Klang einer Mundharmonika ein magerer Kullerbusch über die Straße rollen …

Aber das Böse hätte an diesem Abend eh keine Chance gehabt! Denn kaum hatten die beiden im „Saloon“ ihre recht neuzeitlichen Lautsprecherboxen angeschlossen, traf schon die Verstärkung ein, in Form der Lüdenscheider Westerntruppe „Linedancer“, die ebenfalls in Cowboyhüten und mit guter Stimmung ausstaffiert, lässig und western bis in die Spitzen ihrer Stiefel den ganzen Abend die beiden Hauptakteure mit feinstem Linedance optisch unterstützten.

Da schien etwas besonderes im Anflug zu sein

Die Lüdenscheider Linedancer – sie waren den ganzen Abend mit dem Herzen dabei.
Die Lüdenscheider Linedancer – sie waren den ganzen Abend mit dem Herzen dabei.

Und so war es dann auch. Denn die beiden Musiker machten richtig Stimmung. Mit ihren Gitarren, dem Kontrabass, der Bluesharp und ihren wirklich tollen Country-Stimmen versprühten sie nicht nur echtes Westernflair und sehr viel Energie, sondern sorgten mit der mitreißenden Musik auch für genau die richtige Menge Wild-Wild-West, auf die sich die Gäste gefreut hatten.

Das „Karos“ füllt sich dabei zusehends mit Country-Fans, aber auch mit Gästen, die eigentlich nur einmal kurz vorbeischauen wollten und dann für die nächsten Stunden blieben. Das Duo erzählte während des ganzen Abends immer wieder interessante Anekdoten aus dem Leben der beiden Westmen, wobei Tom Frost sich tatsächlich als richtiger Cowboy entpuppte, der nicht nur reiten kann, sondern auch eigene Pferde besitzt und Schafe züchtet. Was sagt man da als Gast? Ganz einfach: „Wieher“ und „Möööhh“ und schnell noch einen Whisky obendrauf, bei soviel Gedanken an Freiheit und Abenteuer…

Die Linedancer ließen es sich denn auch nicht nehmen und tanzten westernmäßig und in Reihe einen Linedance nach dem anderen. Ein wirklicher Spaß, man hatte bei diesem Anblick auch als Gast Lust, ein Tänzchen auf die Bretter zu legen. Leider bot das volle „Karolinas“ trotz gelungener Umbaumaßnahmen an diesem Abend nicht den Platz dazu, man schaute als Gast also einfach zu und versuchte, die Schritte unterm Tisch irgendwie nachzusteppen.

Mit dem Tablett in der Hand den Saloon durchtanzen

Karolina und ihr Hut. Er wurde voll an diesem Abend.
Karolina und ihr Hut. Er wurde voll an diesem Abend.

Karolina selbst war die einzige, die mitsamt ihrem Tablett ihren Saloon mehrfach durchtanzte und es dabei noch schaffte, die Gäste zu bedienen, den Hut für die beiden Cowboys herumgehen zu lassen und zwischendurch schnell ein bisschen Essen aus der Saloonküche herbeizuschaffen, um die knurrenden Mägen der anwesenden Cowboys und Cowgirls zu befüllen. Ja, so ein Leben mit Abenteuer und Gefahr macht eben richtig Hunger.

Tom Frost, der in seinem wahren leben Markus Sorg heißt und Doc Shuffle, außerhalb des Wilden Westens als Dirk Neuhoff unterwegs, haben es verdient, dass man sie anschaut und ihnen zuhört. Es macht einfach Spaß!

Wobei man noch mehr staunt, wenn man weiß, dass Marcus außer Cowboy auch noch evangelischer Pfarrer und systemischer Mediator für Wirtschafts- und Arbeitswelt (RUB) an der ESG Bochum (Evangelische Studierendegemeinde Bochum) ist. Und Dirk einfach eine ehrliche Haut und dazu jemand, dem Pferde eigentlich zu groß sind und dessen Herz trotzdem ganz im Rythmus des Wilden Westens schlägt.

Dies vier Cowboys in spe übten schon mal für das große Abenteuer. Sie sangen den ganzen Abend kräftig mit.
Diese vier Cowboys in spe übten schon mal für das ganz große Abenteuer. Sie sangen den ganzen Abend kräftig mit.

 

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