Stehenden Beifall gab es für das MJO bei der Jubiläumsfeier 40 Jahre Märkischer Kreis im Festsaal Riesei in Werdohl. Foto: H. Klein/MK

Märkischer Kreis. „Ein tolles Konzert und eine interessante Talk-Runde.“ „Kurzweilig, keine langatmigen Reden.“ Das waren für die Besucher aus Werdohl die markantesten Punkte der Jubiläumsfeier des Märkischen Kreises. Ein glänzend aufgelegtes Jugendsinfonie-Orchester (MJO) und Männer, die die Gründung vor 40 Jahren miterlebt hatten, in einer Talk-Runde. Das waren für viele Besucher des Highlights der Feier zum 40-jährigen Bestehen des Märkischen Kreises. Der hatte zum Konzert und Rückblick für Sonntagnachmittag, 11. Januar 2015, in den Festsaal Riesei in Werdohl eingeladen.

60 junge Musiker gratulieren MK zum 40-Jährigen

Vor vollem Haus gratulierten Dirigent Thomas Grote und seine mehr als 60 jungen Musikerinnen und Musiker zu Beginn mit „Happy Birthday“. Auch in der Folge brillierte das Orchester bei dem gut einstündigen Programm „Vielen Dank für die Blumen… Ohne Strauss in´s neue Jahr“. Für die gelungene Darbietung gab es am Ende verdientermaßen stehende Ovationen.

In einer Gesprächsrunde hatten zuvor der ehemalige stellvertretende Landrat und Mitglied des ersten Kreistages, Fredi Camminadi aus Hemer, Neuenrades Alt-Bürgermeister und langjähriger CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreis sowie ebenfalls ein Mann der ersten Stunde, Klaus-Peter Sasse, Sänger und Songwriter Christian Hoeper als Vertreter der jungen Generation sowie Landrat Thomas Gemke unter der Moderation von Marcel Emmel aus Meinerzhagen Rückschau auf 40 Jahre Märkischer Kreis gehalten.

Döneken mit handfestem wirtschaftlichem Hintergrund

Mit einen Döneken, das handfeste ökonomische Hintergründe hat erinnerte Camminadi an die Gründungsphase des Märkischen Kreises: „Der damalige NRW-Innenminister war Hagener. Deshalb wollte er von Anfang an, dass Hohenlimburg zu Hagen kommt – wegen der Gewerbesteuer-Einnahmen von Krupp und Hoesch, die in Hohenlimburg angesiedelt waren.“ Christian Hoeper machte deutlich, „dass es sich auch für junge Menschen im Kreis zu leben lohnt.“ Ex-Bürgermeister Sasse mahnte, der Kreis müsse im Auge behalten, dass es den Kommunen gut gehe. Das nutze auch den Menschen.

Viele der 420 Gäte am Riesei hatten die Geburtsstunde des Kreises selbst miterlebt, dessen Entwicklung bis heute verfolgt oder gar mitgestaltet.

Märker jetzt mit eigener Identität

Landrat Thomas Gemke blickte zurück auf die Gebietsreform. Dabei hatte keine kreisfreie Stadt und kein Kreis in Nordrhein-Westfalen die Reform ohne Änderung ihrer Grenzen. überstanden. Dass sich insbesondere die Entwicklung einer eigenen Identität der Menschen im Märkischen Kreis erst nach einem langjährigen Prozess einstellen würde, sei damals allen klar gewesen. Heute, zitierte Gemke einen bekannten märkischen Heimatpfleger, „sind wir Märker geworden.“ Anknüpfend an die Regionale 2013 verwies der Landrat auch darauf, dass es Sinn mache, in größeren Dimensionen zu denken und in Südwestfalen regional zu kooperieren.

Ganz ohne Strauss ging es doch nicht

So ganz ans programmatische Versprechen, ohne Strauss zu gratulieren, hielt sich das MJO dann doch nicht. Zum Schluss erklang noch der Radetzky-Marsch – zur Freude des Publikums, das gut mit ging. Und dass sich auch spendabel zeigte. Ein niedriger vierstelliger Betrag klimperte und raschelte schließlich in den Spendenbüchsen. Detlef Seidel vom Förderverein des Jugendorcherstes dankt „den Spendern für die großzügige Unterstützung der MJO-Arbeit.“ Mit 25 Jahren nicht ganz so alt wie der Kreis ist es dennoch ein Aushängeschild für die Märker.

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Eine kleine Ausstellung rief Erinnerungen wach. Foto: H. Klein/MK

Im Foyer des Festsaals Riesei stieß die kleine Ausstellung „40 Jahre MK“ großes Interesse. Viele nutzten nach dem offiziellen Programm noch die Gelegenheit zum ungezwungenen Gespräch und die Möglichkeit, sich auf Bildern noch einmal die Grundsteinlegung des heutigen Kreishauses, den Bau des Kreiskrankenhauses, die jeweiligen Kreistage sowie wichtige Ereignisse aus den vergangenen Jahrzehnten in Erinnerung rufen. „Wir sehen uns dann beim 50. Geburtstag wieder“, hatte Landrat Gemke das nächste Jubiläum im Blick.

 

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