Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Dieses Quartett braucht keine Einheizer. Herbert Knebels Affentheater hatte am Sonntag in der Aula Böddinghausen das Publikum und vor allem die Lacher sofort auf seiner Seite.

Mit dem Programm „Männer ohne Nerven“ sind Knebel, Ozzy Ostermann, Ernst Pichl der der Trainer seit zwei Jahren in Deutschland unterwegs und damit immer noch aktuell. Schon vor eineinhalb Jahren machte die Stadt Plettenberg den Vertrag für das jetzige Gastspiel. Nicht nur aus diesem Grund war unter den Zuschauern in der ausverkauften Aula Böddinghausen neben dem aktuellen Bürgermeister Ulrich Schulte auch sein Vorgänger Klaus Müller, der eigens von seinem neuen Wohnsitz in Ostfriesland angereist war. „Ich habe damals den Vertrag unterschrieben und muss jetzt auch den Kopf hinhalten, wenn das nicht so gut ankommt“, meinte Müller schmunzelnd. Er brauchte sich um seinen Kopf nicht zu sorgen und konnte den Abend genießen.

Markenzeichen: Hornbrille und Helmut-Schmidt-Mütze

Töfte Musik und „jede Menge spitzen Witze, wo man denkt, da hätt ich auch selber drauf kommen können“, so beschreiben Knebel und das Affentheater ihre Show sehr treffend. „Knebel hat Wörter konserviert, die ich aus meiner Jugend kenne und die mir beim Hören wieder einfallen“, meinte ein Zuschauer.

Foto: Ai-Lan Na-Schlütter
Foto: Ai-Lan Na-Schlütter

Die fitte Rentnerband Ernst Pichl (Martin Breuer, Bass), Ozzy Ostermann (Georg Göbel-Jakobi, Gitarre), der Trainer (Detlef Hinze, Schlagzeug) und natürlich Frontmann Knebel kokettiert mit dem Alter und intoniert Oldies wie „We will rock you“ (Queen) und „Sexy thing“ (Hot Chocolate) mit eigenen Texten. Ihre Instrumente beherrschen die Männer übrigens absolut professionell.

Dazwischen erzählt der knötterige Frührentner Herbert Knebel – Markenzeichen: Hornbrille, Helmut-Schmidt-Mütze, Stoffhose mit Hosenträgern und der trockene Ruhrgebietshumor – Geschichten aus seinem täglichen Leben, bei denen seine Frau, die Guste, eine große Rolle spielt. „Das ist Liebe“, schwärmt er, um gleich hinzuzufügen: „Das heißt nicht, dass mich die Liebe blind macht.“

Erst nach der zweiten Zugabe und der Hymne „Von innen jung“ nach Bob Dylans „Forever young“ lassen die Zuschauer die Künstler von der Bühne, auf der Knebel nach 2010 und 2013 zum dritten Mal stand. Seine Plettenberger Fans hoffen auf die vierte Auflage in nicht allzu ferner Zukunft.

Bildergalerie „Männer ohne Nerven“

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here