Hagen. Die Staatsanwaltschaft Hagen hat das Ermittlungsverfahren gegen die 24jährige Polizeikommissarin, die am 18. Oktober in Hagen-Kabel einen 34jährigen Mann erschossen hat, eingestellt. Das teilt die Staatsanwaltschaft Hagen mit.

Die Ermittlungen hätten keinen Zweifel daran gelassen, dass der Schusswaffengebrauch durch Notwehr gerechtfertigt gewesen sei. Der später Getötete hatte zuvor in einem nahe gelegenen Versicherungsbüro zunächst mit einem Schlag einer von ihm mitgeführten Machete eine Mitarbeiterin verletzt und sodann einen weiteren Mitarbeiter der Agentur, der zu Hilfe kam, schwer verletzt und den Flüchtenden verfolgt.

Die hinzugerufene Polizeistreife hatte den auf Bürgersteig angetroffenen Täter mehrfach aufgefordert, die Waffe fallen zu lassen. Als der Täter dann mit großen Schritten mit der erhobenen, 50cm langen Waffe auf die Beamtin zukam und noch ca. 2 – 3 m entfernt war, habe eine Notwehrsituation vorgelegen, welche die Schussabgabe auch in der konkreten Form gerechtfertigt habe.

Das Ermittlungsergebnis stützt sich neben zahlreichen Zeugenaussagen auch auf die Aufzeichnungen einer Videoaufnahme, die aus dem Streifenwagen gefertigt wurde und die Einsatzsituation dokumentiert.

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