Zu einer Tierseuchen-Übung hatte gestern (21. September) der Fachbereich für Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen neben Mitarbeitern der Tierseuchenkasse auch die Amtstierärzte sechs weiterer Veterinärämter der Städte Bochum, Duisburg, Essen, Leverkusen, Mühlheim und Oberhausen eingeladen. Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen

Hagen. Für den Fall des Falles üben, das stand diese Woche bei den Veterinärämtern der Städte Hagen, Bochum, Duisburg, Essen, Leverkusen, Mühlheim und Oberhausen auf dem Programm. In Sachen Tierseuchen-Bekämpfung wurde konkret geübt, wer wann was wie macht.

Zusammenarbeit eine seit Jahren geübte Praxis

Zur Übung schreibt die Presseabteilung des Rathauses:
Schätzung des gesamten Tierbestandes – dies ist eine Aufgabe einer Vielzahl, die im Falle eines Ausbruchs gefährlicher Tierseuchen wie zum Beispiel der Maul- und Klauenseuche durchzuführen ist. Um für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein, sind Tierseuchenübungen der Kreise und kreisfreien Städte jährlich vorgeschrieben. Zu einer solchen Übung hatte am 21. September der Fachbereich für Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen neben Mitarbeitern der Tierseuchenkasse auch die Amtstierärzte sechs weiterer Veterinärämter der Städte Bochum, Duisburg, Essen, Leverkusen, Mühlheim und Oberhausen eingeladen.

Sie bilden zusammen einen Verbund, der in Tierseuchenangelegenheiten seit Jahren zum Beispiel bei der Erstellung von so genannten Tierseuchenhandbüchern zusammenarbeitet. Die Schätzung des gesamten Rinderbestandes wurde in einem Milchviehbestand im Hagener Süden durchgeführt. Die Schätzung der Tiere ist Voraussetzung dafür, dass ein Landwirt, dessen Bestand beim Auftreten einer gefährlichen Tierseuche getötet werden muss, eine Entschädigung erhält.

Praxisreife digitaler Technik getestet

Die Übung fand mit Unterstützung der Feuerwehr Hagen statt. Außerdem waren Experten des von der Tierseuchenkasse regelmäßig einberufenen Arbeitskreises Rinder-Schätzung vor Ort, da dort erstmalig eine EDV-gestützte Datenerhebung bei der Schätzung eines Tierbestandes zum Einsatz kam. Die Übung sollte Aufschlüsse darüber bringen, ob dieses neue Verfahren praxisreif ist. Außerdem kamen bei der Übung die Vorgaben des Tierseuchenhandbuches auf den Prüfstand, die zum Beispiel erforderliche Hygienemaßnahmen bei Bestandbesuchen festlegen.

Daten werden aufgearbeitet – Übung 2018: Geflügelgrippe

Nach der Bestandserhebung vor Ort wurden alle Daten aufgearbeitet und Verbesserungsmaßnahmen im Ablauf der Bekämpfung von Tierseuchen diskutiert. Besonders herausgestellt wurde, wie wichtig eine Unterstützung des Veterinärdienstes im Seuchenfall durch andere Ämter einer Stadtverwaltung wie zum Beispiel der Feuerwehr ist. Nach erfolgreichem Abschluss der Veranstaltung, an der 30 Teilnehmer beteiligt waren, richtet sich jetzt schon der Fokus auf das Jahr 2017, wenn im Bochumer Veterinäramt wieder alle Verbundpartner zusammen kommen, um im Rahmen einer Tierseuchenübung die Bekämpfungsmaßnahmen bei Ausbruch der Geflügelgrippe (Aviären Influenza) zu trainieren.

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