VAKT-Vorsitzende Karin Schloten-Walther (li), Herbert Langenohl und Monika Kuhenne (VAKT) bauten die Ausstellung am Mittwoch auf, Foto: Rüdiger Kahlke

Meinerzhagen. Es bedurfte nur einer Hand voll Telefonate. Dann war klar: der Halveraner Kunstverein VAKT kann die Ergebnisse seiner Mitmachaktion „Ein Bild für eine Stadt“ auch in der Galerie Langenohl in Meinerzhagen präsentieren. Herbert Langenohl war sichtlich beeindruckt von den Collagen auf sieben Tafeln.

80 Bürgerinnen und Bürger hatten sich Ende 2014 an der Mitmal-Aktion beteiligt. VAKT hatte die Leinwände zur Verfügung gestellt. Die Vorgaben waren: es sollte um das Thema „Frieden“ gehen und die Farbe Blau sollte vorkommen. Der jüngste Teilnehmer war vier Jahre alt. Ansonsten waren alle Altersgruppen vertreten. Laien wie Künstler hatten sich beteiligt.

Kriegslage spielte bei Themenwahl eine Rolle

Die Frabe Blau sollte in den Bildern vorkommen. Das war eine Vorgabe bei der Kunstaktion. Foto: Rüdiger Kahlke
Die Farbe Blau sollte in den Bildern vorkommen. Das war eine Vorgabe bei der Kunstaktion.
Foto: Rüdiger Kahlke

Das „Peace“-Zeichen wurde Anfang der 70-er Jahre des vorigen Jahrhunderts zum Symbol der Friedenbewegung. Der Vietnamkrieg und das Blockdenken, Stichwort: Kalter Krieg, waren Anlass für die weltweite Bewegung. Jetzt kriselt es wieder: in der Ukraine, in Nahost, in Syrien, im Irak. „Unterschwellig hat das auch eine Rolle gespielt“, sagt Karin Schloten-Walther, VAKT-Vorsitzende, zu den Beweggründen für die Initiative des Vereins. Der Auslöser für die Aktion war jedoch ein anderer. „Ideen für gemeinsame Aktionen gab es in mehreren Städten.“ Die VAKT-Vorsitzende nennt Chicago als Beispiel. Dort war das Motto „Chicago liest ein Buch“. Schloten-Walther: „Das passte nicht so zu uns. Da haben wir gesagt: ‚Warum nicht das Motto: Eine Stadt malt ein Bild zu einem Thema‘.“ Da schien es den Halveraner Künstlern passend, das Thema „Frieden“ aufzugreifen. Die derzeitige Kriegs- und Krisenlage spielte da rein, aber auch die Frage: „Wie stellt man Frieden dar?“. Klaus-Jürgen Walther, Mitinitiator: „Wir leben scheinbar im Frieden. Aber Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg.“

Acht Collagen statt nur einem Bild

Der Kunstverein glaubt, damit am Puls der Zeit zu sein. Klaus Jürgen Walther: „Die Frage nach Frieden beschäftigt viele. Viele wissen auch nicht, wie sie sich dazu äußern können.“ Dazu hat der Kunstverein eine Plattform geboten. Die einzelnen Bilder sollten dann zu einem Bild zusammengefügt werden – einem Bild für eine Stadt halt. Wegen der Vielzahl der eingereichten Arbeiten entschlossen sich die Initiatoren dann jedoch die Bilder zu mehreren Collagen zusammenzustellen.

Eine ähnliche Aktion hatte der Halveraner Kunstverein schon einmal gestartet. Dabei musste jeder die Farbe Rot verwenden. Als Herbert Langenohl von der Aktion hörte, zeigte er sich gleich interessiert, die Collagen in seiner Galerie zu präsentieren. Einige der Collagen hatten bereits Käufer gefunden und wurde aus Privatbesitz für die Ausstellung in Meinerzhagen zur Verfügung gestellt. VAKT-Vorsitzende Karin Schloten-Walther: „Die Verkaufserlöse wollen wir für einen guten Zweck in Halver zur Verfügung stellen.“

Die Aktion zeigt auch, wie schnell und unkompliziert Zusammenarbeit im Volmetal möglich ist – auch ohne Kulturmanager.

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