Die rote Drama-Maske haben sich die Protestveranstalter als Symbol für ihre Aktion ausgesucht. Im ver.di-Flugblatt heißt es: "Wir freuen uns auf jede Maske, die am 23. Juni beim Theater-Marsch zu sehen sein wird."

Hagen. „Mit Pauken und Trompeten in die Pleite!“ So lautet der Titel des Theater-Protest-Marsches, der am 23. Juni ab 14 Uhr vom Theaterplatz zum Rathausturm führt.

Gewerkschaft ruft zur Teilnahme auf

Die Gewerkschaft ver.di ruft zur Teilnahme auf: „Der »Theater-Marsch« richtet sich an alle Bürger, Unternehmen und Organisationen, die der Stadtspitze im Hinblick auf die Sparmaßnahme für 2018 widersprechen. Er lädt ein, gemeinsam für den Erhalt und den Aufbau von Kultur in Hagen zu demonstrieren.“
Dazu schreibt die ver-di Fachgruppe Bildende Kunst auf ihrer Internetseite: „Die Kulturlandschaft in Hagen ist hochwertig und vielfältig. Die Menschen, die jeden Tag mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass sie es bleibt, sind kompetent und produktiv. Am Donnerstag, den 23. Juni 2016 schaffen sie sich ein Forum.“

Petition soll übergeben werden

Der Marsch startet in der Elberfelder Straße und zieht von dort aus „mit Pauken und Trompeten“ zum Hagener Rathausturm am Friedrich-Ebert-Platz. Dort findet ab 15 Uhr eine Kundgebung statt, bei der die Petition »Rettet das Theater Hagen« übergeben werden soll. „Bis heute haben über 10 000 Menschen für den Erhalt des Hauses und gegen Kürzungen votiert, davon fast 4000 aus Hagen“, berichtete Radio Hagen am 2. Juni in seiner Online-Ausgabe. Anne Sandner vom DGB Hagen erläutert im Video-Interview von TV58.de Hintergründe zum Protestmarsch.

Protest gegen Kürzungspolitik

In der verdi-Ankündigung heißt es: „Der »Theater-Marsch« protestiert…gegen die kopflose Kürzungspolitik“. Im Flugblatt zur Veranstaltung wird argumentiert: „In Hagen bedroht der Ratsbeschluss mit seiner Ein­sparsumme von mindestens 1,5 Millionen Euro ab dem Jahr 2018 massiv die Existenz des Hagener Theaters. Die bereits geleisteten Einsparungen belaufen sich seit 2007 inzwischen auf mehr als 3 Millionen Euro, und dennoch ist es der Führungsriege um Intendant Norbert Hilchenbach gelungen, mit erfolgreichen Eigen­produktionen jährlich rund 190.000 Zuschauer aus nah und fern nach Hagen zu locken – bei gleichzeitig niedrigstem Pro-Kopfzuschuss in NRW! Unzählige positive Besprechungen in beinahe sämt­lichen überregionalen Medien unterstreichen die künstlerische Bedeutung des Theater Hagen und einer seit Jahren unter enormem Spardruck operierenden Belegschaft.“

Links zum Thema

Petition »Rettet das Theater Hagen«

Online-Infos der ver.di Fachgruppe Darstellende Kunst

Flugblatt/Maske zum Theater-Marsch

Faltblatt zum Theater-Marsch

Weitere Links zur Thematik

Beitrag in der „Zeit“ zur Kürzungspolitik in der deutschen Theaterlandschaft

Bericht in der Online-Ausgabe der Westfalenpost zur Online-Petition
und zum Zwischenstand der Beteiligung am 3. Juni

Berichterstattung des WDR zum Hagener Doppelhaushalt

Haushaltsrede CDU zum Doppelhaushalt

Haushaltsrede SPD zum Doppelhaushalt

Berichtersattung des WDR zur Kritik der Deutschen Orchestervereinigung

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