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Die Ausschussmitglieder besichtigten den Spielplatz Grünestraße, der neu befestigt worden ist und auf dem nun neue Spielgeräte aufgebaut werden. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Die Familienwiese in Böddinghausen soll attraktiver gestaltet werden. So lautet der Auftrag der Politik an die Stadtverwaltung. Marilies Schulte-Henkel vom Bauamt präsentierte im Jugendhilfeausschuss am Mittwoch fünf Vorschläge, die alle einen Nachteil haben: Sie kosten viel Geld.

Ob die „Festung der unbegrenzten Möglichkeiten“ oder das Klettergerät „Raumnetz“, zwischen 60.000 und 120.000 Euro müsste die Stadt anlegen, um derartige Spielgeräte anzuschaffen. Da ist der „Streetworkout“, die moderne Version des Trimmpfades und für jedes Alter von 5 bis 99 Jahre geeignet, noch die günstigste Variante mit etwa 22.000 Euro für Gerät und Fallschutz.

„Da fehlt jegliche Kreativität“

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So eine Streetworkout-Station könnte sich die Stadtverwaltung auf der Familienwiese in Böddinghausen vorstellen.

„Ihre Vorschläge erzeugen bei mir den Reflex: Will ich haben“, kommentierte Dietmar Rottmann (CDU) die Ausführungen von Marilies Schulte-Henkel. „Aber mit sparen hat das nichts zu tun.“ Rottmann verwies darauf, dass Spielplätze in einigen Ortsteilen geschlossen oder privatisiert werden, um Kosten zu sparen. „Und dies geschieht nicht ganz freiwillig.“ Eine luxuriöse Ausstattung der Familienwiese passe da überhaupt nicht ins Bild. Dazu merkte Ausschussvorsitzender Klaus Salscheider (UWG) an, dass der Spielplatz Wilhelm-Gräwe-Straße in Böddinghausen ebenfalls geschlossen wurde und die Aufwertung der Familienwiese auch als Ausgleich dafür gedacht sei.

Uwe Boese (SPD) vermisste jegliche Kreativität. „Warum werden da nicht Baumstämme zum Balancieren hingelegt oder Rohre zum Durchkrabbeln?“ regte er an. Erzieherin Sandra Becker bemerkte aus eigener Erfahrung durch die Nutzung mit dem Familienzentrum oder Vereinen, dass auf der Familienwiese ein Unterstand als Schutz vor Regen oder Sonne fehle.

Letztlich nahmen die Ausschussmitglieder die Vorschläge der Verwaltung für die Gestaltung der Familienwiese zur Kenntnis und mit in die weiteren Beratungen im Spar-Workshop.

Spiel-Lok Plettenberg ist Attraktion auf Spielplatz Grünestraße

Derzeit neu gestaltet wird der Spielplatz an der Grünestraße. Dort war der Untergrund instabil geworden. Die Befestigung der Fläche nahm die Stadt zum Anlass, um auf diesem sehr beliebten und viel besuchten Spielplatz neue Geräte aufzubauen. Die Hauptattraktion ist das vielfältig nutzbare Spielgerät in Form der Plettenerger Kleinbahn. Dieses war ursprünglich für das Industriemuseum an der Schmelzhütte bestimmt, das aus Kostengründen nicht eingerichtet wird. Nun hat die Spiel-Lok „Plettenberg“ einen Platz in der Stadtmitte gefunden.

Darüber hinaus wird eine Vogelnestschaukel aufgebaut, die aber erst nach den Herbstferien geliefert und wird. Voraussichtlich am nächsten Dienstag, 27. September, wird aber schon mal der bis dahin fertige Abschnitt des Spielplatzes wieder freigegeben.

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2 KOMMENTARE

  1. für jeden scheiss wird geld aussgeben aber für die kinder nicht wird immer mehr altenheim gebaut das mit den spielplatz ist eine gute idee auf der familenwiese in böddinghausen

  2. Die Familienwiese könnte ja auch mit Hilfe der Bevölkerung hergerichtet werden. Wie bei der Toomwerbung. Materialkosten könnte ja die Stadt bezahlen oder auch durch Sponsoren. Vielleicht beteiligt sich ja auch Toom daran. Es gibt ja viele Familienväter die auch was machen können.
    Beleuchtung (falls benötigt) würde ich geben.

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