Eine Zusammenarbeit, die sich gelohnt hat: Andreas Becker (Technologiescout Transferverbund Südwestfalen) Holger Geck (GAH Alberts), Sabrina Ernst (GAH Alberts), Julia Mackenbrock (FH Südwestfalen), Prof. Fiolka und Prof. Dr. Lichius (FH Südwestfalen), und Alexander Baukloh (GAH Alberts).

Herscheid/Südwestfalen. Die Innovationskraft von Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit regionalen Hochschulen zu stärken ist die zentrale Zielsetzung des Transferverbundes Südwestfalen, der von der GWS im Märkischen Kreis mbH und regionalen Partnern getragen wird. Aktuell kooperierte die Gust. Alberts GmbH & Co. KG mit der Fachhochschule Südwestfalen.

Wie heimische Unternehmen vom wissenschaftlichen Know-how der regionalen Hochschule profitieren können, beweist das Beispiel der Gust. Alberts GmbH & Co. KG aus Herscheid. Durch eine studentische Abschlussarbeit an der Fachhochschule (FH) Südwestfalen in Iserlohn, ließ der Systemanbieter für Handel, Handwerk und die Industrie spezielle Eigenschaften der eigenen Metalltorbeschläge genau unter die Lupe nehmen. „Wir wussten zwar, dass unsere Torbänder ihre Funktion voll erfüllen, wollten aber eine Bemessungshilfe für Torscharniere entwickeln, um unsere Kunden bezüglich der Auslegung der Scharniere noch kompetenter beraten zu können. Das Ergebnis kann als Wettbewerbsvorteil gesehen werden und stärkt unsere Marktposition“, erklärt Geschäftsführer Dietrich Alberts.

Kontakt über Technologiescout

So knüpfte der international tätige Familienbetrieb Kontakt zu Technologiescout Andreas Becker vom Transferverbund Südwestfalen und bat bereits zum zweiten Mal um Unterstützung. Ergebnis: Kurze Zeit später konnten mit Professor Fiolka und Studentin Julia Mackenbrock vom Masterstudiengang „Integrierte Produktentwicklung“ im Fachbereich Maschinenbau der FH Südwestfalen die passenden Partner gefunden werden. Im Rahmen Ihrer Masterarbeit analysierte Mackenbrock die Kräfte, die auf Metallbaubeschläge und Metalltorscharniere wirken. In dem aufgebauten Simulationsmodell kann das Verhalten der Torscharniere virtuell vorhergesagt werden. In Abhängigkeit der Länge, Breite und dem Gewicht eines Tores wird den Mitarbeitern künftig über ein Tabellenprogramm signalisiert welcher Artikel aus dem umfangreichen Sortiment die optimale Lösung bietet.

Bei ihren Untersuchungen konnte Mackenbrock auch auf das Labor für integrierte Produkt- und Prozesssimulation (IPPS) der FH Südwestfalen am Standort in Lüdenscheid zurückgreifen. „Die Untersuchungen verliefen mit absolut neuester Technik“, so Prof. Fiolka. Mit den Ergebnissen von Frau Mackenbrock haben wir nun einen Mehrwert für uns und unsere Kunden gewonnen“, sagte der Produktmanager Alexander Baukloh.

Erfolg für beide Seiten

Und auch für die FH Südwestfalen war das Projekt eine erfolgreiche Kooperation, wie Fiolka betont: „Wir sehen eine wichtige Aufgabe darin, die heimischen Unternehmen mit unserer Kompetenz zu unterstützen. Gleichzeitig möchten wir unseren Studenten die Möglichkeit bieten, Praxiserfahrung zu erhalten und reale Problemstellungen zu bearbeiten. Beides hat hier hervorragend geklappt“. Und auch Mackenbrock kann der Zusammenarbeit nur Positives abgewinnen: „Zu wissen, dass die Ergebnisse in der Praxis erfolgreich Anwendung finden, ist eine besonders wertvolle Erfahrung“.

Dass bei derartigen Kooperationen alle profitieren, ist auch für Technologiescout Becker unstrittig: „Frau Mackenbrock ist wieder ein gutes Beispiel nach dem Motto „Aus der Region, für die Region“, denn Sie hat nicht nur eine erfolgreiche Abschlussarbeit für das Unternehmen geliefert, sondern auch schon einen Arbeitsvertrag bei der Firma Wila Lichttechnik GmbH in Iserlohn unterschrieben. Julia Mackenbrock arbeitet dort jetzt in der Konstruktion und Entwicklung.“

 

Transferverbund Südwestfalen: Zum Transferverbund Südwestfalen gehören die GWS, die Wirtschaftsförderungseinrichtungen des Kreises Soest und des Hochsauerlandkreises, die Fachhochschule Südwestfalen, die Hochschule Hamm-Lippstadt und die Industrie- und Handelskammern Hagen und Arnsberg. Die Partner wollen gemeinsam den Wissens- und Technologietransfer, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen weiterentwickeln und bestehende Angebote bekannter machen. Für dieses Ziel begleiten und unterstützen zwei Technologiescouts die Umsetzung konkreter Projekte. Weitere Informationen unter: www.transferverbund.de

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