Tanz in den Mai. Ein voller Erfolg! Es wurde getanzt. Und wie.

Lüdenscheid. Party, Party, Party. So kurz könnte man das beschreiben, was sich in Lüdenscheids Oberstadt, zum Tanz in den Mai“, in der Nacht vom 30.4. auf den 1.5.2015 abspielte.

Stadt voller Menschen

So etwas hat es in Lüdenscheid vergleichbar bisher nur bei den „Lichtrouten“ gegeben. Die Stadt war voller Menschen, die mit einem gelben Bändchen an den Handgelenken bestückt von Kneipe zu Kneipe zogen und die vielen Liveacts dieser Nacht besuchten. Einmal zahlen, sechs Bands sehen. Wenn es möglich war.

Denn: Die Altdeutsche Bierstube, das Lönneberga, der Reidemeister, die Neue Heimat, die Gaststätte Dahlmann und das Eigenart waren zeitweise so voll, dass man nicht mehr hinein kam. Dazu kamen in Kneipen wie der Altdeutschen Bierstube gefühlte 45 Grad Raumtemperatur, 100% Luftfeuchtigkeit und Kondenswasser, das von der Decke tropfte.

Die Stimmung war genial

Der Stimmung an sich tat das jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil. Man fühlte sich sichtlich wohl in der Enge und feierte, was das Zeug hielt. So wurde im Eigenart fast von der ersten Minute an wild und heiß getanzt. Die Band „Soultrain“ hatte sich extra für diesen Abend gegründet und – wie Bandleader Klaus Sonnabend betonte – war es die Premiere und das Abschlusskonzert in einem. Ein wenig schade. Denn die Band  funktionierte super und verbreitete eine gute Stimmung unter den Besuchern.

Dancing in the Streets

In der „Neuen Heimat“ wurde parallel dazu die Cajon geschlagen und das Duo „Breddermann“ gab, gemeinsam mit Gastsängerin Julia Späinghaus, alles. Was die Gäste honorierten mit lautem Mitsingen, viel Beifall und Tanz. Überhaupt wurde überall getanzt, auch auf den Straßen. In Karolinas Kunst & Musik Café, welches sich spontan in das Treiben am 1. Mai einklinkte wurde zudem der Geburtstag von Namensgeberin und Wirtin Karo gefeiert.

Alter kein Thema

Auch bei Dahlmann und in der Altdeutschen Bierstube gaben Leute und Bands einfach alles. Schön auch, dass die Bands nicht nur für die ganz Jungen etwas zu bieten hatten, sondern für jedes Alter. Die Musiker waren selbst zwischen 20 und 70 Jahre alt und deckten fast jeden Musikgeschmack in der Populärmusik nahtlos ab.

Überhaupt war auch in dieser Nacht, wie so oft im letzten Jahr, das Alter kein Thema. Der Groove, der die Oberstadt erfasst hatte, ließ jedes Herz im Takt mitschlagen und man feierte reibungslos miteinander durch die Nacht. Und das erzeugte schon eine besondere Energie, der sich niemand entziehen konnte.

Kneipen auch um 2 Uhr morgens voll

Wer diese Energie nach einer turbulenten Stunde im Reidemeister oder bei Dahlmann noch hatte, tanzte einfach heiteren Schrittes ein paar Häuser weiter und machte in der nächsten Location z.B. im Eigenart oder Lönneberga weiter.

So waren die Kneipen auch um 2 Uhr morgens nicht weniger voll als um 22 Uhr. Ob man die letzten Gäste nach Hause tragen musste, oder ob sie es selbst geschafft haben, entzieht sich dabei der Kenntnis der Autorin. Die meisten waren so vernünftig und kamen ohne Auto zu Fuß oder mit dem Bus.

Event war von hoher Dynamik

Was auffiel war die diesjährige Dynamik, die das ganze Event erfasst hatte. Letztes Jahr noch eher altbacken und ein bisschen angestaubt, merkte man der Oberstadt dieses Jahr an, dass im letzten Jahr sehr viel passiert ist in der Kulturszene Lüdenscheids.

Die Kneipen und Musikszene hat sich in weiten Teilen renoviert, restauriert und neu aufgestellt. Dazu kommt, dass sich ein harter Kern von Menschen in Lüdenscheid herausgebildet hat, die sich untereinander kennen, zusammen arbeiten und teilweise auch leben, die das ganze tragen, puschen und in vernünftige Bahnen lenken.

Kulturschaffende eben, die ganz still und leise innerhalb der letzten 12 Monate die Stadt auf den Kopf gestellt haben. Dazu viele Menschen jeder Couleur, die genau das dankbar annehmen, es aufgreifen und weiter entwickeln.

Großes Potential an guten Musikern

Bei diesem „Tanz in den Mai“ war zudem einmal mehr erlebbar, welch großes Potential an guten Musikern Lüdenscheid mittlerweile zu bieten hat. Das zusammen mit der Tatsache, dass die Oberstadt zur Zeit bereits über ein Dutzend Top-Locations verfügt, die man gar nicht alle an einem Abend besuchen kann, wirft die Frage auf, ob es so einen Abend mit Festivalcharakter in Lüdenscheid nicht öfter als einmal im Jahr geben sollte. Der Bedarf ist da, die Menschen kommen in Scharen und Künstler und Kneipiers, die in der Lage sind, so etwas umzusetzen, bringt Lüdenscheid auch mit. Es gibt zusehens mehr Menschen in dieser Stadt, die sich engagieren und ihr Bestes geben, um diesen Ort zu etwas Besonderem zu machen.

Fotostrecke

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