Das SOS-Kindrdorf Sauerland feierte seine "Tag der offenen Tür" bei schönem Wetter und mit vielen Gästen. Fotos: Kannenberg

Lüdenscheid. Am Samstag, 13. Juni 2015 fand im SOS-Kinderdorf Sauerland der „Tag der offenen Tür“ statt. Bei schönem Wetter fanden sich mehrere hundert Besucher am Lüdenscheider Dickenberg ein, um den Tag dafür zu nutzen, sich über die Arbeit des SOS-Kinderdorfes zu informieren und ein gemütliches Familienfest mit Würstchen, Waffeln und vielen Unterhaltungsmöglichkeiten zu feiern.

Treppen – eine sportliche Herausforderung

Wie fast alles im Sauerland, liegt auch das SOS-Kinderdorf auf einem Berg.
Wie fast alles im Sauerland, liegt auch das SOS-Kinderdorf auf einem Berg.

Das SOS-Kinderdorf Sauerland liegt wie fast alles in und um Lüdenscheid herum an einem Hang und fällt nicht nur durch die überall herumspringenden Kinder und liebevoll gepflegte Häuser auf, sondern auch durch seine vielen Treppen, die die einzelnen Häuser miteinander verbinden.

So musste man, um alle Station einmal gesehen zu haben an die 70 Höhenmeter per Treppe überwinden, was nicht nur sportlich herausforderte sondern auch dem ganzen eine besondere Dynamik gab. Der Berg war an diesem Tag in ständiger Bewegung. Grüppchenweise stiegen die Besucher zum Sportplatz ins Tal hinab, um sich dann ebenso wieder auf die Höhen emporzuarbeiten.

Viele helfende Hände machten den Tag zum Erfolg

Fleißige Helferinnen. Ohne sie wäre der "Tag der offenen Tür" in so einer großen Einrichtung zumindest schwierig.
Fleißige Helferinnen. Ohne sie wäre der „Tag der offenen Tür“ in so einer großen Einrichtung zumindest schwierig.

Positiv aufgefallen sind vor allem auch die engagierten Mitarbeiter und Helfer, die sich an diesem Tag freundlich und aufgeschlossen um ihre Besucher kümmerten. Es besteht ein deutliches Interesse seitens der Bevölkerung, das Kinderdorf kennenzulernen, denn die Sympathiewerte der Sauerländer sind hoch für das Kinderdorf.

An diesem Samstag gab es einen kleinen Basar mit Selbstgebasteltem der Kinderdorf-Kinder, kleine bunte Kunstwerke, die jeder Besucher selbst erstellen konnte und für die lediglich eine Salatschleuder, Farbe und Pappteller nötig waren, Kinderschminken, sportliche Angebote, Spiele und vieles mehr. Dazu mehrere kleine Konzerte der extra für diesen Tag gebuchten Künstlern von FUXMusic, die mit den Kindern sangen, tanzten und auch sonst für Stimmung sorgten.

67 Kinder finden Platz im SOS-Kinderdorf Sauerland

Es wurde getanzt und gesungen. Der schlaue Fuchs machte es vor.
Es wurde getanzt und gesungen. Der schlaue Fuchs machte es vor.

Im SOS-Kinderdorf in Lüdenscheid leben, wenn alle Plätze vergeben sind, 67 Kinder aus den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen. Sucht, mangelnde Bildung, psychische Probleme, Krankheit und Tod der Eltern sind nur einige dieser Gründe. Schön, dass relativ viele Eltern an diesem Tag die Gelegenheit nutzten, ihre Kinder zu besuchen und schön auch, dass man merkte, dass die Kinder wohlversorgt sind und keinerlei Mangel erleiden. Die Wohngruppen innerhalb des Dorfes und die immer ansprechbaren Erzieher vor Ort ermöglichen es den Kindern, trotz schlechtester Lebensvoraussetzungen ein gutes und erfülltes Leben zu führen. Ein Leben, in dem sich Türen öffnen, die sonst verschlossen geblieben wären.

Das Dorf gibt es schon seit 1962

Viele waren gekommen, um das Dorf kennen zu lernen.
Viele waren gekommen, um das Dorf kennen zu lernen.

Im November 1962 legte der Gründer der SOS-Kinderdörfer, Hermann Gmeiner, in Lüdenscheid den Grundstein für das SOS-Kinderdorf Sauerland, im April 1966 zogen die ersten beiden SOS-Kinderdorfmütter mit „ihren“ ersten Kindern in die Familienhäuser ein. In den vergangenen vier Jahrzehnten haben im SOS-Kinderdorf Sauerland mehr als 430 Kinder und Jugendliche ein neues Zuhause und eine neue Heimat gefunden.

Mittlerweile sind die SOS-Kinderdörfer seit 60 Jahren eine weltweite Einrichtung, bieten Kindern in Not ein Zuhause und helfen dabei, die soziale Situation benachteiligter junger Menschen und Familien zu verbessern.

Schutzraum für Kinder in Not

Auch der Direktor Herr Volker Hebeler (rechts) der Otfried-Preußler-Schule, , die für den Einzugsbereich Dickenberg zuständig ist, war gekommen, um seine Schützlinge zu besuchen.
Auch Schulleiter Herr Volker Hebeler der Otfried-Preußler-Schule, die für den Einzugsbereich Dickenberg zuständig ist, war gekommen, um seine Schützlinge zu besuchen.

In SOS-Kinderdörfern wachsen Kinder, deren leibliche Eltern sich aus verschiedenen Gründen nicht um sie kümmern können, in einem familiären Umfeld auf. Sie erhalten Schutz und Geborgenheit und damit das Rüstzeug für ein gelingendes Leben. In Deutschland helfen insgesamt etwa 3.400 Mitarbeiter in 43 Einrichtungen mehr als 95.000 Menschen. Darüber hinaus unterstützt der deutsche SOS-Kinderdorfverein 127 SOS- Einrichtungen in 42 Ländern weltweit. (Quelle: http://www.sos-kinderdorf.de/kinderdorf-sauerland).

Die SOS-Kinderdörfer sind auf Spenden angewiesen. Es ist zudem möglich, Pate eines oder mehrerer Kinder zu werden. Wer sich näher dazu informieren möchte, kann dies über den Internetauftritt der Organisation tun: www.sos-kinderdorf.de.

Fotostrecke

Fotos: Iris Kannenberg

[nggallery id=133]

 

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here