Die Tänze von Aviv Hora Pardess Hanna Karkur erzählen von jüdischen Bräuchen, der Geschichte Israels und der Liebe der jungen Leute zu ihrem Land. Fotos: Wolfgang Teipel

Halver. Bewegungen voller Dynamik und Anmut, dazu ein Strahlen im Gesicht – die jungen Leute von Hora Aviv Pardess Hanna Karkur verkörpern alles, was Tanz ausmacht. Zum Abschluss ihres diesjährigen Besuches in Halver verzauberte die israelische Tanzgruppe das Halveraner Publikum mit einer fantastischen Vorstellung. Zahlreiche Besucher in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums dürfen sich inzwischen wohl ohne zu übertreiben als Freunde der jungen Israels bezeichnen. Sie hatten vom 8. bis 17. August die jungen Frauen und Männer als Gasteltern aufgenommen. Einige von ihnen haben auch in der Vergangenheit ihr Haus als Herberge zur Verfügung gestellt. Die Partnerschaft Halvers mit den jungen Leuten von der südöstlichen Mittelmeerküste geht nämlich bereits ins 24. Jahr. Im jährlichen Wechsel machen seit Beginn der 90er Jahre junge Halveraner Station in Pardess Hanna Karkur. Im Gegenzug kommen die jungen Israels im Folgejahr dann ins Volmetal.

Farbenprächtige Kostüme
Die Gruppe besitzt einen schier unerschöpflichen Kostüm-Fundus.
Die Gruppe besitzt einen schier unerschöpflichen Kostüm-Fundus.

Die militärischen Auseinandersetzungen im Gaza-Streifen sind vergessen, wenn die 15- bis 18-jährigen Landwirtschaftsschülerinnen und –schüler in ihre farbenprächtigen Tanzkostüme schlüpfen. Dann erzählen sie in choreografisch ausgereiften Tänzen von der Geschichte des Volkes Israel, den jüdischen Traditionen und der Liebe zu ihrem Land.

Viel Temperament

Das alles geschieht mit viel Temperament, großer Ausdruckskraft zu schwungvoller Musik. Kein Wunder, dass die Tänzer das Publikum an vielen Stellen des 90-minütigen aus der Reserve lockte und es zum Mitklatschen anregte. Zum Abschluss erhoben sich die besucher von ihren Stühlen und verabschiedeten die jungen Israelis mit Standing Ovations.

Zwölf Stunden später stand für die Tanzgruppe der Abschied auf dem Programm. Von Düsseldorf aus flog Hora Aviv Pardess Hanna Karkur nach Israel zurück.

Von Unsicherheit überschattet

In diesem Jahr waren die Planungen für den internationalen Jugendaustausch von Unsicherheiten überschattet. „Wenige Tage vor dem Abflug nach Deutschland hatte ich mit der Leitung der gruppe über das Programm gesprochen“, sagte Organisatorin Andrea Reich im Gespräch mit UnserLünsche. „Dann hieß es vor dem Hintergrund der militärischen Auseinandersetzungen: Wir können nicht fliegen.“ Als dann doch grünes Licht aus Israel signalisiert wurde, stellte sich in Halver große Erleichterung ein.

Leichtgewicht zum Abschied

Neben einigen Auftritten in Deutschland absolvierten die jungen Israelis unbeschwert auch ein ausgiebiges touristisches Programm. „Shoppen ist einfach das Größte für die jungen Leute“, berichtete Andrea Reich. Das hat in der Vergangenheit häufig zu Problemen beim Rückflug geführt. Dann hatten die Tänzerinnen und Tänzer mit Übergepäck zu kämpfen. Deshalb erhielten sie in diesem Jahr als Abschiedsgeschenk auch nur ein Leichtgewicht – einen leicht verstaubaren Kugelschreiber mit Hamburger Motiven . . .

Fotostrecke

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