Ein Kommentar von Sven Parnemann zum Artikel „Die Vision heißt „Lüdenscheid 2020“



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Darf ich vorstellen? Lüdenscheid. Eine fast 750-jährige Stadt im Grenzgebiet zwischen Sauerland und Ruhrpott. Sie hat etwas an die 73.000 Einwohner. Tendenz sinkend. Leerstände am Knapp, im Zentrum und in der Oberstadt. Ein leeres Sauerland-Center, ein leeres Forum und ein weiteres leeres Gebäude am Sternplatz bieten Tristesse.

Der einzige Vorteil? Man kommt hier schnell weg. Denn mit dem Zug ist es keine Stunde bis ins Ruhrgebiet und auch ins Rheinland mit seinen blühenden Großstädten kommt man von hier aus relativ schnell. Für Naturliebhaber ist es auch ins Sauerland nicht weit.

Warum lebt man hier? Was will man hier? Warum geht man nicht einfach weg? Fragen, die sich ein Teil meines Freundeskreises gar nicht mehr stellt. Denn sie sind bereits weggezogen. Zum Beispiel Nach Neuss oder Meerbusch bei Düsseldorf. Weil sie dort bessere Jobs vermuteten oder aber dem Kleinstadttrott entfliehen wollten. Und viele haben es ihnen gleichgetan. Kein Wunder. Denn Lüdenscheid ist nicht schön und auch nicht gut. Man kann die Leute schon gut verstehen die das Weite gesucht haben. Und warum bin ich eigentlich noch hier? Ich könnte auch einfach die Koffer packen und ins lebendige Ruhrgebiet oder das schöne Rheinland ziehen.

Na, schon deprimiert vom Text? Kein Wunder. Denn wenn man sich Tag ein Tag aus mit den negativen Seiten Lüdenscheids befasst und nur diese im Auge hat, kann das schon ziemlich deprimierend sein. Bringt aber nichts. Außer, dass man eventuell wegzieht oder sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein Klagelied auf Lüdenscheid singt. Kann man machen, kann man aber auch sein lassen. Denn Verändern wird dieses Verhalten nichts. Zumindest nicht zum Positiven. Und genau darum geht es doch. Ums Verändern. Wenn uns die Ecken und Kanten unserer Stadt so stören, ja warum ändern wir sie nicht? Warum setzen wir unsere Energie nicht für einen lösungsorientierten Weg ein, um diese Stadt zu verändern. Positiv zu verändern. So zu verändern, dass man hier vor allem die Positiven Seiten sieht. Klar, das ist nicht einfach. Aber ist Veränderung einfach? Ist es einfach 40 Kilo abzunehmen? Ist es einfach das Abitur zu schaffen? Ist es einfach Bestleistungen im Sport zu erbringen? Ist es einfach die lang ersehnte Führungsposition im Job zu erreichen? Nein, ist es nicht.

Aber wenn es niemand versucht, wird es niemand machen. Und wenn es niemand macht, dürfen wir uns doch bitte auch nicht wundern, dass wir die immer gleichen negativen Themen diskutieren und sich einfach nichts bewegt. Im Gegenteil, wir drehen uns im Kreis.

Doch Lüdenscheid hat Glück. Hier gibt es Menschen, die sich engagieren. Menschen, die keine Lust haben wegzuziehen. Menschen, die nicht den einfachen Weg suchen, sondern die Herausforderung annehmen etwas zu leisten. Etwas zu verändern. „Klar die haben Zeit, Geld, Einfluss und Kontakte.“ Sind das jetzt die ersten Gedankengänge? Dann tut es mir leid. Denn da muss ich korrigieren. Natürlich, das Engagement für eine bessere Stadt kostet Zeit. Aber ist es wirklich so viel verlangt sich einen Abend die Woche frei zu halten, um sich bei einem Glas Rotwein oder Ähnlichem zusammenzusetzen und Ideen zu entwickeln, die diese Stadt vorwärts bringen? Verständlich, wenn RTL II und Co. mit ihrer qualitativ hochwertigen Abendunterhaltung locken ist, das so eine Sache. Aber die Zeit nehmen sich die Leute einfach. Wie sieht es mit dem Geld aus? Sicher, unter denjenigen die sich für ein besseres Lüdenscheid einsetzen, gibt es auch diejenigen, die sich keine Sorgen darüber machen, wie sie den nächsten Wochenendeinkauf oder die Miete bezahlen. Aber ebenso gibt es auch die, die eben kein dickes Bankkonto besitzen. Engagement ist nämlich keine Frage des Geldes. Einfluss – muss man Einfluss haben, um etwas zu bewegen? Nein, man muss nur die richtigen Leute kennen, Gespräche suchen. Was mich zum letzten Punkt bringt. Die Kontakte. Und die entstehen wiederum durch Engagement.

Also nochmal: Lüdenscheid hat Glück. Denn hier gibt es Menschen, die sich dieser Herausforderung annehmen. Die etwas bewegen wollen. Und zwar gemeinsam. Und jeder der diesen Text liest, kann sich mit seinen Ideen in diesen Kreis einbringen. Habe ich auch gemacht und werde ich auch in Zukunft machen.

Darf ich vorstellen? Lüdenscheid. Eine fast 750-jährige Stadt im Grenzgebiet zwischen Sauerland und Ruhrpott. Sie hat etwas an die 73.000 Einwohner. Leerstände am Knapp, im Zentrum und in der Oberstadt bieten ausreichend Platz für ihre Geschäftsidee und freuen sich auf innovative und zeitgemäße Konzepte. Ein leeres Sauerland-Center, ein leeres Forum am Sternplatz und ein weiteres leeres Gebäude am Sternplatz bieten auch großen Ideen den nötigen Raum, um umgesetzt zu werden.

Der unschlagbare Vorteil Lüdenscheids? Man kommt hier schnell weg. Denn mit dem Zug ist es keine Stunde bis ins Ruhrgebiet und auch ins Rheinland mit seinen blühenden Großstädten kommt man von hier aus relativ schnell. Für Naturliebhaber ist es auch ins Sauerland nicht weit. Dem spontanen Ausflug in die Umgebung mit all ihren Möglichkeiten steht also nichts im Weg. Ideal auch für Arbeitnehmer, die bei einem der zahlreichen Unternehmen in der Stadt arbeiten. Denn auch das ist eine Stärke unserer Stadt. Die hohe Ansammlung von Weltmarktführern im Mittelstand. Unter anderem macht uns das zur „Stadt des Lichts“. Denn die Leuchtenindustrie ist einer der größten Faktoren der heimischen Wirtschaft.

Deshalb lebe ich hier, deshalb gehe ich nicht einfach weg! Denn trotz ihrer Größe bietet die Stadt und das Umland eine hohe Dichte an Gastronomie und Ausflugszielen. Das erkennen auch immer wieder Freunde von mir, die ihr Glück in Metropolen und Ballungszentren gesucht haben. Sie vermissen das kleinstädtische Flair Lüdenscheids. Die kurzen Wege. Das Persönliche. Denn Lüdenscheid ist schön und auch gut. Man muss sich aber diesen positiven Seiten unserer (Heimat-)Stadt auch mal besinnen.

Und die Ecken, die nicht schön sind? Nun, die packen wir noch an. Wir versuchen es zumindest. Gemeinsam.

Haben Sie es hgemerkt? Die Sichtweise macht es.

Die Vision heißt „Lüdenscheid 2020“. Packen wir es an.

Ein Kommentar von Sven Parnemann zum Artikel „Die Vision heißt „Lüdenscheid 2020“

TACH! Herausgeber und Inhaber der Social Media und Digital-Agentur PARNEMANN MEDIA in Lüdenscheid. 30 Jahre alt und Visionär der Vision Lüdenscheid2020.

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