Bei "Swing meets classic" sorgte die Kiersper Bigband für Schwung in der Stadthalle Meinerzhagen. Foto: Rüdiger Kahlke

Meinerzhagen. „Bitte lassen sie uns nicht verhungern“, hatte Clemens Wieland in seiner Eingangsmoderation noch gebeten, verbunden mit Hinweis: „Applaus ist das Brot der Künstler.“ Den gab es reichlich beim Konzert „Swing meets Classic“ am Freitagabend, 4.Dezember 2015, in der Stadthalle Meinerzhagen. Trotzdem: Nach zwei Stunden und einer Zugabe war Schluss.

Alte Lieder als neuer Medley

Dabei hatten die Kiersper Bigband „Swingsound“ und das Kammerorchester Volmetal-Wipperfürht beim großen Finale gemeinsam nochmal richtig „Gas gegeben“. Alte Weihnachtslieder neu als Medley arrangiert. Das riss auch die mit, die sonst vielleicht nicht viel mit der besinnlichen Zeit anfangen können. Wer wollte, konnte Menschlichkeit gleich praktisch beweisen, indem er neuen Mitbürger eine Mitfahrgelegenheit nach Kierspe bot, für die Wieland auch geworben hatte.

Das Konzert bei dem sich auch die Nachwuchsband High Vol(u)me für den Bereich Swing und das Streicherensemble „Quietschies“ präsentieren konnten, bot bekannte Melodien. Damit nahmen die Musiker das Publikum für sich ein – klar. Die Spielfreude der Akteure wirkte ansteckend und in der Mischung nicht alltäglich. Man wollen einen „hoffentlich unvergesslichen Abend“ bieten, hatte Clemens Wieland ins Programm eingeführt. Auf jeden Fall war es ein entspannender Abend, einer der Spaß machte und einer, der Talenten eine Bühne bot.

Tolle Stimme

Dazu zählt vor allem Annika von Palubitzki (15), die mit den „Quitschies“ unter dem Dirigat von Annika Ehl auftrat und die mit tollem Stimmvolumen überzeugte. Für die junge Dirigentin Annika Ehl war der Auftritt in der Stadthalle ebenfalls eine Premiere. Sie leitete erstmals das junge Streicherensemble.

Eher alte Bekannte auf der Bühne waren Rainer Kubiczek, Michael Neunz und Holger Menzel, die als Ratpack des Volmetals auftraten und die Swing-Ära aus den Zeiten von Judy Garland, Frank Sinatra oder Sammy Davis jr. lebendig werden ließen, begleitet von einer druckvoll spielenden Bigband unter Leitung von Dirk Pawelka. Der dirigierte im Finale auch das sonst von Mirko Kohlmann geleitete Kammerorchester mit. Ein Wiedersehen soll es 2016 geben. Für die Besucher in der Stadthalle war das eine frohe Botschaft.

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