Hagen. Pech für einen Autofahrer, der ausgerechnet eine Kripo-Beamtin Zeugin seiner dreisten Unfallflucht wurde. In ihrem Presseportal schildert die Polizei den Fall vom 22. Juni:

„Am Mittwoch befuhr ein 28-jähriger Mann mit seinem Mercedes Sprinter die Schürmannstraße in Richtung Volme. Gegen 16.30 Uhr bog er nach rechts in die Straße Elbersufer ab. Hierbei stieß der 28-Jährige mit einem an dem Mercedes angebrachten Anhänger gegen einen dort geparkten VW Passat. Beide Türen des VW auf der Fahrerseite wurden stark beschädigt. Da sich die Fahrzeuge bei dem Unfall ineinander verkeilt hatten, stiegen der Fahrer des Mercedes-Sprinters sowie seine beiden Beifahrer im Alter von 35 und 38 Jahren aus.

Beifahrer sorgten für Weiterfahrt

Die Männer kuppelten den Anhänger ab und hoben ihn dann gerade hinter den Sprinter. Daraufhin kuppelten sie den Hänger wieder hinter das Zugfahrzeug und setzten ihre Fahrt fort. Pech für die Unfallflüchtigen: Eine 34-jährige Kriminalbeamtin, die sich zur Unfallzeit in der Schürmannstraße befand, hatte das ganze Geschehen beobachtet und sofort ihre Kollegen informiert.

Führerschein beschlagnahmt

Eine Streifenwagenbesatzung konnte den Sprinter und die Fahrzeuginsassen in unmittelbarer Nähe anhalten und kontrollieren. Der Fahrer und seine Beifahrer stritten ab, in einen Unfall verwickelt gewesen zu sein. Durch die Beobachtungen der Kriminalbeamtin und die Unfallspuren ist die Beweislage jedoch ziemlich eindeutig, sodass den Unfallverursacher eine Anzeige wegen Unfallflucht erwartet. Da der 28-Jährige nicht über einen festen Wohnsitz in Deutschland verfügt, musste er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung in Höhe von 900 Euro entrichten. Außerdem wurde sein Führerschein beschlagnahmt.

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