Lüdenscheid. Der Lüdenscheider Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) lädt für Mittwoch, 28. Januar, in die Familienbildungsstätte am Duisbergweg 3 ein. Ab 17.30 Uhr möchte die AWO Christine Schnur vorstellen, eine Lüdenscheiderin, die sich um Arme und Schwache in der Gesellschaft verdient gemacht hat. Ihre Leistungen für Lüdenscheid und für Lüdenscheider verdienen Respekt und Anerkennung, meint die AWO. Aus diesem Grund hat sie der Stadt vorgeschlagen, die Duisbergweg in „Christine-Schnur-Weg“ umzubenennen.

Die Diskussion um Straßenumbenennungen war im vergangenen Jahr von der Alternative für Lüdenscheid angestoßen worden. Anschließend war vorgeschlagen worden, dass Anwohner Vorschläge für die Umbenennung zwischen Liebig- und Humboldtstraße unterbereiten sollten.

Carl Duisberg (1881 bis 1935) war ein Spitzenmanager der deutschen Chemieindustrie. Unter seiner Verantwortung wurde Giftgas produziert, darunter Phosgen, ein äußerst giftiger Kampfstoff, der in mehreren Kriegen eingesetzt worden ist. Phosgen soll unter anderem für die rund 90 000 Gastoten des Ersten Weltkriegs verantwortlich sein.

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1 KOMMENTAR

  1. Produziert wird, was bestellt wird. Daran allein würde ich die Ablehnung nicht festmachen – aber Duisberg ist maßgeblich daran beteiligt gewesen, belgische Staatsbürger als Zwangsarbeiter in deutsche Rüstungsbetriebe zu holen. „Öffnen Sie das große Menschenbassin Belgien“ – so eine Äußerung disqualifiziert einen Menschen eindeutig.
    Auch wenn sie erschreckend modern ist – solange wir tolerieren, dass in Betrieben nicht Personal arbeitet, sondern „human ressources“ ausgenutzt werden, sind wir nicht wirklich besser!

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