Lüdenscheid. Der Stock ist in Lüdenscheids Nachtleben eine Institution. Bereits in den 70 und 80ern trafen sich hier Lüdenscheider. Kein Wunder also, dass viele Bewohner der Stadt auf irgendeine Art und Weise mit dem Stock verbunden sind. Das merkte man auch bei der Neueröffnung am gestrigen Donnerstag, den 16. Juli.

Wie in alten Zeiten: Schlange vor dem Einlass

Es war ein bisschen wie in alten Zeiten, als man noch Schlange stand, um abends Einlass in den Stock zu bekommen. Um 20:00 Uhr tummelten sich zahlreiche Besucher auf dem Bürgersteig vor dem Stock und warteten darauf, in das frisch renovierte Wirtshaus gelassen zu werden.

„Ich hätte nicht gedacht, dass so viele kommen“

Schlangestehen um in den Stock zu kommen. In den letzten Jahren eher ein Bild mit Seltenheitswert. Foto: Parnemann
Schlangestehen um in den Stock zu kommen. In den letzten Jahren eher ein Bild mit Seltenheitswert. Foto: Parnemann

Der Zulauf für die Neueröffnung des Wirtshauses an der Knapper Straße war gigantisch. Binnen kürzester Zeit war der Stock und auch die große Terrasse sehr gut gefüllt. Und es gab einen, den diese Resonanz fast ein wenig überrascht hatte: Oliver Straub. „Ich hätte nicht gedacht, dass tatsächlich so viele Leute zur Eröffnung kommen“, sagt der sichtlich stolze Stock-Betreiber im Pressegespräch, zu dem wir ihn gut zwei Stunden nach der Eröffnung entführen konnten.

Besucher, die gestern Abend genau hingesehen hatten, konnten durchaus noch Stellen entdecken, an denen der Stock noch nicht ganz fertig zu sein schien. Zum Beispiel fehlte in einem Nebenraum noch ein Billardtisch. „Nein, ganz fertig sind wir noch nicht. In den kommenden Tagen kommt zum Beispiel noch ein kleinerer, zweiter Billardtisch. Aber das zeichnet den Stock ja auch aus. Wir sind kein Laden von der Stange. Keine Massenware. Und das wollten wir auch nie sein. Der Stock ist individuell“, so Straub. In den nächsten Monaten wolle er das Gesicht des Stocks weiter formen und auch generell habe der Stock „früher davon gelebt, dass sich immer was verändert. Es ist ein stetig wachsender Prozess.“

Am Wochenende geht die Eröffnung weiter

Musiker Binyo sorgte auf der Stock-Terrasse für Musik und hat dabei sichtlich Spaß. Foto: Parnemann
Musiker Binyo sorgte auf der Stock-Terrasse für Musik und hat dabei sichtlich Spaß. Foto: Parnemann

Die Eröffnung am Donnerstag, zu der fast die dreifache Anzahl an Besuchern gekommen ist wie an normalen Bingo-Abenden, verspricht eine gute Zeit für das Stock-Team. Erst einmal wird an diesem Wochenende aber weiter Eröffnung gefeiert. Ein Programm ist nicht geplant. Man will die Eröffnung „ganz unaufgeregt“ vollziehen. Am heutigen Freitag soll aber eine spontane Feuershow auf der Terrasse stattfinden verspricht Oliver Straub.

Und das Programm für die Zukunft? Da ist sich Oliver Straub sicher: „Wir wollen weg davon jede Woche neue, künstliche Partys erfinden zu wollen. Wir wollen zurück zu den Wurzeln des Stocks. Wenn du in vier Wochen Besuch von einem Freund bekommst, sollst du schon jetzt sicher sein, dass du am Wochenende in den Stock gehen kannst, ohne wissen zu müssen, was für eine Party ansteht.“

Mehr Niveau bei Veranstaltungen

Wenn in den nächsten Wochen auch die Alte Druckerei, der Bereich für Veranstaltungen des Stocks, frisch renoviert ist soll der Kurs des Stocks auch hierher übertragen werden: „Wir wollen mehr Niveau und Qualität in die Veranstaltungen bringen, die in der Alten Druckerei stattfinden werden. Dazu werden wir auch mehr im Bereich Kunst und Kultur machen. Der Stock dient dabei immer als Treffpunkt vor oder nach einer Veranstaltung in der Druckerei.“ Und wem gestern Abend die kahlen Wände im Stock aufgefallen sind: Hier sollen in Zukunft heimische Künstler und Fotografen ihre Werke ausstellen können. Hierfür sucht Oliver Straub noch interessierte Künstler.

 

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