Lüdenscheid. Sollte das Tässchen Cappuccino oder Eiskaffee, das sommertags in der Fußgängerzone serviert wird, gar üppig bepreist sein, könnte das auch an den sogenannten Terrassengebühren liegen, die die Kommunen von gastronomischen Betrieben verlangen, wenn die ihre Tische auf öffentlichem Grund aufstellen. Im Märkischen Kreis herrschen da allerdings ganz gute Verhältnisse, stellt der Bund der Steuerzahler NRW (BdST) in seiner heutigen Pressemitteilung fest. In Iserlohn lobt der BdST, dass die Kommune ganz auf Terrassengebühren verzichtet. In Lüdenscheid seien sie im landesweiten Vergleich moderat. Da kosten 25 Quadratmeter mit fünf Tischen und je vier Stühlen auf öffentlichem Grund 208,76 Euro Gebühr. Das ist deutlich weniger als in Bonn. Die Bundesstadt belegt mit 1500 Euro den Spitzenplatz im kommunalen Terrassen-Gebühren-Ranking.

Insgesamt hat der Steuerzahlerbund NRW die Terrassengebühren in 56 Städten Nordrhein-Westfalens geprüft, allesamt Kommunen mit über 60.000 Einwohnern. Auffällig sei, so die Mitteilung des BdST NRW weiter, dass sich unter den sechs teuersten Städten drei Teilnehmer (Wuppertal, Leverkusen und Recklinghausen) im Stärkungspakt Stadtfinanzen befänden. Das lasse die Annahme zu, dass Städte, die Schwierigkeiten haben ihre kommunalen Haushalte auszugleichen, hier an der Gebührenschraube drehen.

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Pressemitteilung des Bundes der Steuerzahler NRW

Liste der untersuchten Städte über 60000 Einwohner

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