Geschäftsführer Kai Okulla mit Oliver Wittke, Matthias Heider und Vertriebsleiter Alexander Zuchowski. Foto: Florian Müller / Büro Heider.

Herscheid. Die Straße der Zukunft ist digital vernetzt: Längst wird nicht nur in Süddeutschland an den Innovationen für unsere Straßen gearbeitet. Auch die Wilhelm Schröder GmbH aus Herscheid entwickelt Lösungen, um den Straßenverkehr sicherer und effizienter zu gestalten. Jetzt besuchte der heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider (CDU) gemeinsam mit seinem Bundestagskollegen, dem ehemaligen NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke, das Unternehmen.

Schwerer Unfall gab den Anstoß

Eigentlich konzentriert sich das Unternehmen aus Herscheid auf das Kombinieren von Kunststoff und Metallen und ist damit als Zulieferer für Automobilkonzerne und Hausgerätehersteller sehr erfolgreich. Doch im Jahr 2007 ereignete sich ein folgenschwerer Unfall: Mitarbeiter des Unternehmens überstanden nur mit Glück einen Verkehrsunfall mit einem Falschfahrer. Geschäftsführer Kai Okulla beschloss: „Wir werden ein technisches System entwickeln, das vor Falschfahrern warnt.“

Sensoren in Leitpfosten

Verkehrsdetektionssysteme heißen diese technischen Lösungen. Bei der Lösung der Wilhelm Schröder GmbH werden dafür Sensoren in Leitpfosten eingebaut. Damit kann jede Straße und jeder Parkplatz überwacht werden. Dafür wird mit den Leitpfosten ein engmaschiges Netz aufgebaut. In Sekundenbruchteilen kann vor Falschfahrern gewarnt werden. Auch weitere Informationen können ausgelesen werden.

Infos für StauApps oder Navis

„Wir können sehr schnell vor Staus warnen, die Auslastung von Parkplätzen steuern und später auch mit unserer Lösung das automatisierte Fahren unterstützen.“ Die Informationen können von der Polizei oder der Feuerwehr genutzt werden, aber auch für die Verkehrsnachrichten oder für StauApps oder Navigationssysteme verwendet werden.

„Einsatzmöglichkeiten gigantisch“

Oliver Wittke, Verkehrsexperte in der Unionsfraktion in Berlin, zeigte sich begeistert von der Entwicklung des 140-Mitarbeiter starken Unternehmens: „Eine tolle Innovation. Die Einsatzmöglichkeiten sind gigantisch.“

Gespräche mit dem Verkehrsministerium

Zurzeit führt Geschäftsführer Kai Okulla mit der Unterstützung von Matthias Heider Gespräche mit dem Verkehrsministerium in Berlin, um den Einsatz auf den Bundesfernstraßen zu ermöglichen. „Ich will dabei helfen, dass die Arbeit der Wilhelm Schröder GmbH Erfolg hat. Wenn ich dafür ein paar Türen in Berlin öffnen kann, mache ich das gerne“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete.

Testfeld auf der A9 in Bayern

Einen ersten Schritt hat Kai Okulla schon gemacht: Gemeinsam mit seinem Team testet er das Verkehrsdetektionssystem auf dem digitalen Testfeld an der A9 in Bayern. Okulla: „Wir sind auf einem guten Weg.“

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