Hospiz Hagen
Stiftungsgründerin Brigitte Passoth, flankiert von Oberbürgermeister Eric O. Schulz und dem Zimmermann, der den traditionellen Richtspruch verkündete. Foto: Wolfgang Teipel

Hagen. Brigitte Passoth, Vorsitzende der Klaus-Korte-Stiftung, war überwältigt. „Einfach nur toll“, rief sie am Samstag vom Baugerüst aus den Gästen des Richtfestes an der Rheinstraße entgegen. Sechs Jahre von der Idee, in Hagen ein stationäres Hospiz zu errichten, bis zum Richtfest: „Das war eine lange Zeit mit vielen Schwierigkeiten, die ich so nicht erwartet hatte“, bekannte sie.

Übergabe im Herbst 2017

Die Herausforderungen sind inzwischen bewältigt. Im Herbst soll das Haus übergeben werden. Dann bietet es Platz für acht Gäste, die hier ihre letzten Lebenstage oder -wochen verbringen werden. Auf den rund 600 Quadratmeter Nutzfläche der Einrichtung ist außerdem Platz für einen Gemeinschaftsraum und zwei Wohnmöglichkeiten für Angehörige.

Oberbürgermeister Eric O. Schulz erinnerte in einer kurzen Ansprache, wie sehr ihn das Engagement des Fördervereins, der Klaus-Korte-Stiftung und vieler anderer Hagener bewegt und berührt habe. „Eine solche Einrichtung fehlte einfach in der sozialen Dienstleistungsstruktur unserer Stadt“, sagte er. Dass es bislang kein stationäres Hospiz gegeben habe, sei sicherlich kein Ruhmesblatt für eine Stadt der Größenordnung Hagens.

Appell an die Spendenbereitschaft

Der Rathaus-Chef kündigte an, dass der Erlös der beliebten Veranstaltung „Blau unterm Baum“ am Vorabend des Heiligabends in diesem Jahr an das Hospiz fließen solle. Außerdem appellierte er an die Spendenbereitschaft aller Hagener. Das Hospiz an der Rheinstraße sei auch im laufenden Betrieb auf Zuwendungen aus der Bürgerschaft angewiesen.

Das große Bauschild zeigt, wie das Hospiz an der Rheinstraße bei der Übergabe aussehen soll. Foto: Wolfgang Teipel

Rund 5000 bis 6000 Euro müssten monatlich über Spenden aufgebracht werden, erläuterte Pastor Martin Wehn. Er ist Geschäftsführer der Trägergesellschaft, in die sich der Caritasverband Hagen, die Diakonie Mark-Ruhr, der Pflegedienst „wohlbehagen“ und der Hospizförderverein zusammengeschlossen haben.

Ein Blick zurück

Ein Blick zurück: Das Vermächtnis des Hageners Klaus Korte ermöglicht dem Förderverein für ein stationäres Hospiz in Hagen nach vielen Jahren endlich den Bau einer Einrichtung, in der Menschen in Würde sterben können. Klaus Korte starb im Frühjahr 2011 im Alter von 62 Jahren und hatte während seiner todbringenden Krankheit das Leben im Mutter-Theresa-Hospiz in Letmathe kennengelernt. So wurde es schließlich sein sehnlichster Wunsch anderen todkranken Menschen ein Sterben in Würde zu ermöglichen.

Vermächtnis von Klaus Korte machte den Weg frei

Er brachte sein stattliches Wohnhaus am Ischeland und sein Vermögen in die Klaus-Korte-Stiftung ein. Das Ziel: In Kortes ehemaligen Wohnhaus in der Rheinstraße 3 soll ein stationäres Hospiz mit acht Patientenbetten eingerichtet werden. Brigitte Passoth, seine Betreuerin aus Letmather Zeiten, wurde seine Testamentsvollstreckerin. Sie gründete die Klaus-Korte-Stiftung. Diese Stiftung und die Trägergesellschaft arbeiten daran, dass das Hospiz im Herbst 2017 seinen Betrieb aufnehmen kann.

700.000 Euro von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW

Ein weiterer wichtiger Meilenstein: Im März 2016 hat die Hospiz Hagen gem. GmbH von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW eine Zuwendung von 700.000 Euro. Das Geld wird vollständig in den Neu- und Umbau des Gebäudes Die Bau- und Umbaukosten auf dem 1480 Quadratmeter großen Grundstück an der Rheinstraße werden auf rund 1,9 Millionen Euro beziffert.

Wer die Arbeit des Fördervereins unterstützen möchte, kann eine Spende auf folgendes Spendenkonto überweisen:

Sparkasse Hagen
IBAN: DE57 4505 0001 0104 0154 38
BIC: WELADE3HXXX
Stichwort: Bau eines stationären Hospizes

Der Verein freut sich über jeden, der seine Arbeit unterstützt.

Der Antrag zur Mitgliedschaft hier zum Download:

http://hospizhagen.de/docs/antrag_mitgliedschaft.pdf

 

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