Halver/Ancona. Die Senioren Hallen-EM der Leichtathleten in Ancona ist gelaufen. Für den Halveraner Dirk Maximowitz sprang in der Altersklasse M 45 Platz acht heraus. Zwar hatte der Routinier der Leichtathletikgemeinschaft Halver-Schalksmühle (LGHS) seine Erwartungen nicht sehr hoch geschraubt. Mehr als Platz acht hatte er sich aber doch ausgerechnet. Hier sein ganz persönliches Fazit:

„Nachdem die Enttäuschung ein bisschen verflogen ist, hier mal ein Fazit zum Fünfkampf bei der Hallen-EM in Ancona. Nachdem ich beim Aufwärmen noch ein super Gefühl hatte, gab’s gleich zu Beginn einen katastrophalen Hürdenlauf. Mit 10,93 Sekunden war ich 1,25 Sekunden langsamer als vor einem Jahr in Torun, was ein Minus von rund 220 Punkten bedeutete. Damit war der leise Traum von einer Platzierung in den Top Fünf schnell geplatzt, der angesichts des ausgedünnten Teilnehmerfeldes aufgekommen war – nur 12 der 18 gemeldeten Sportler waren anwesend, und der Fünfte der Meldeliste hatte sich beim Hürdenlauf verletzt.

Im Weitsprung ging’s aufwärts

Im Weitsprung ging es dann aufwärts. 5,13 Meter im ersten Versuch waren in Ordnung, den zweiten Sprung musste ich abbrechen, der dritte Versuch wäre weiter gewesen, war aber ein paar Zentimeter übergetreten.

Das Kugelstoßen war mein persönliches Highlight: 10,64 Meter gleich im ersten Versuch waren viel besser als erwartet und weiter als im gesamten vergangenen Jahr. Nach einem ungültigen Versuch folgten noch einmal 10,38 Meter. Damit war ich viertbester Kugelstoßen der Riege, genau einen halben Meter hinter dem späteren Sieger und neuen Weltrekordler, Mattias Sunneborn aus Schweden.

Beim Hochsprung war der Wurm drin

Der Hochsprung verlief dann wieder wie erwartet: 1,42 m, 1,45 m und 1,48 m im ersten Versuch, 1,51 m im zweiten Versuch übersprungen. Bei 1,54 m war dann der Wurm drin, aber nach den Trainingsleistungen war nicht mehr zu erwarten.

Die linke Wade meldete sich zurück

Der nächste Tiefpunkt folgte beim abschließenden 1000-Meter-Lauf: Die ersten beiden 200-m-Runden absolvierte ich an vierter Stelle liegend wie geplant in jeweils 40 Sekunden. Doch schon nach 350 Metern begann der Schmerz in der linken Wade, wo sich eine eine Woche alte Verhärtung meldete, die ich den ganzen Tag nicht gespürt hatte. So musste ich abrupt das Tempo drosseln, um den Lauf und damit den Fünfkampf überhaupt beenden zu können.

Aufholjagd in der letzten Runde

Eigentlich wollten Stephan König (der in der Gesamtwertung einen Platz vor mir lag) und ich gemeinsam Tempo machen, um noch den ein oder anderen Platz gut zu machen, aber so musste ich ihn ziehen lassen und fiel auf den vorletzten Platz zurück. In der letzten Runde, als der Muskel sich „eingerollt“ hatte, konnte ich zunächst zwei Läufer wieder überholen, von den sich einer auf der Ziellinie wieder vorbeischob. Bei 3:39,03 Minuten blieben die Uhren stehen, eine Zeit zwischen 3:15 und 3:20 waren eigentlich das Ziel – wieder 200 Punkte zu wenig.

So blieb am Ende mit enttäuschenden 2766 Punkten nur Platz acht. Mit der Punktzahl vom Vorjahr (3230) wäre ich – wie vor einem Jahr im polnischen Torun – Vierter geworden.“

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