Manz
Job mit Zukunft: Ahmad Mohamad wird Stanz- und Umformmechaniker. Foto: Wolfgang Teipel

Schalksmühle. Ahmad Mohamad braucht sich über seine berufliche Zukunft keine Sorgen zu machen. Der junge Mann wird Stanz- und Umformmechaniker. „Das ist ein Job mit Zukunft im Märkischen Kreis“, sagt Peter Lux, Geschäftsführer der Wilhelm Manz GmbH & Co. KG in Schalksmühle. Er muss es wissen. Sein Unternehmen stellt Stanz- und Biegeteile aus Metall her. Junge Leute wie Ahmad Mohamad, die Interesse an dem neuen Ausbildungsberuf haben, werden in der Region dringend gebraucht.

Vor diesem Hintergrund macht die Agentur für Arbeit während der „Woche der Ausbildung“ auf den Wert betrieblicher Ausbildung aufmerksam. Zwar scheint die Bilanz auf dem Ausbildungsstellen nahezu ausgeglichen. Auf 3300 Ausbildungsplätze im Märkischen Kreis kamen 3200 Bewerber.

Konzentration auf zehn Ausbildungsberufe

Allerdings: Viele Stellen blieben umbesetzt. Junge Leute konzentrierten sich bei ihren Zukunftsplänen oft auf die bekanntesten zehn Ausbildungsberufe, berichtete Thorsten Schäfer, Teamleiter Arbeitgeberservice bei der Agentur für Arbeit in Lüdenscheid, beim Ortstermin in dem Schalksmühler Unternehmen. Es gebe aber eine Vielzahl Ausbildungsgänge, die sehr speziell und dennoch sehr nah am Wunschberuf seien.

Werben für die Ausbildung vor Ort: Bürgermeister Jörg Schönenberg, Manz-Geschäftzsführer Peter Lux, Karin Pfaff und Tghorsten Schäfer (beide Agentur für Arbeit) und die beiden Manz-Auszubildenden Lisa Niemeyer und Ahmad Mohamad. Foto: Wolfgang Teipel
Werben für die Ausbildung vor Ort: Bürgermeister Jörg Schönenberg, Manz-Geschäftsführer Peter Lux, Karin Pfaff und Thorsten Schäfer (beide Agentur für Arbeit) und die beiden Manz-Auszubildenden Lisa Niemeyer und Ahmad Mohamad. Foto: Wolfgang Teipel

Ein Beispiel dafür ist Ahmad Mohamad. Nach dem Besuch des BIZ-Mobils an seiner Schule war klar: „Ich mache was mit Metall.“ Seine Ausbildung zum Stanz- du Umformmechaniker fand er dann nach weitergehenden Beratungen.

Fachwissen muss da sein

„Wir können keine angelernten Kräfte an unsere teuren Maschinen setzen“, sagt Peter Lux. „Es muss Fachwissen vorhanden sein.“ Er wünscht sich deshalb, dass gerade die Ausbildung zum Stanz- und Umformmechaniker bekannter wird und das Interesse junger Leute auf sich zieht.

Peter Lux begrüßt alle Initiativen, die für Ausbildungsberufe in der heimischen Wirtschaft werben. „Es muss nicht jeder Abi machen und studieren.“ Wirtschaft und Handwerk in der Region böten interessante Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen.

Menschen an die Gemeinde binden

Allerdings müsse auch das Umfeld stimmen, nahm er Bürgermeister Jörg Schönenberg in die Pflicht. „Wir sorgen für Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Die Gemeinde muss sich darum kümmern, dass die Jugend in Schalksmühle bleibt“, sagte er. „Schalksmühle lebt von und mit der Industrie“, betonte der Rathaus-Chef. Deshalb unternehme die Gemeinde zahlreiche Anstrengungen junge Leute und Erwachsene an die Gemeinde zu binden. Primusschule, die Regionale-Projekte oder die Planungen für ein neues Wohngebiet in Stallhaus – das alles seien Maßnahmen, um Einheimische an Schalksmühle zu binden und die Gemeinde für auswärtige Interessenten anziehend zu machen.

Fremdsprachen werden immer wichtiger

Lisa Niemeyer ist angehende Industriekauffrau. Sie sagt: "Fremdsprachen werden immer wichtiger." Foto: Wolfgang Teipel
Lisa Niemeyer ist angehende Industriekauffrau. Sie sagt: „Fremdsprachen werden immer wichtiger.“ Foto: Wolfgang Teipel

Wer einen interessanten Ausbildungsplatz sucht, kann sich allerdings nicht darauf verlassen, dass er ihm in den Schoß fällt. Eigene Anstrengungen seien schon wichtig, unterstrichen Peter Lux und Kerstin Paff vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit. Beispiel Fremdsprachen. Auch sie erlangen immer mehr Bedeutung, gerade in den kaufmännischen Berufen.

Das bestätigte Lisa Niemeyer, angehende Industriekauffrau bei Manz. Sie hat ihr Wirtschafts-Abi am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg abgelegt. Bei den ersten englischsprachigen Anrufen durchfuhr sie immer wieder ein kleiner Schrecken. „Englisch in der Schule und in der Arbeitswelt ist eben doch ein Unterschied.“ Mittlerweile schreibt sie E-Mails in Englisch und stellt Angebote in Englisch zusammen. Learning by doing – aber die junge Frau pflichtet Kerstin Pfaff bei: „Die Sprache sollte schon perfekt sitzen.“

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2 KOMMENTARE

  1. Schöner Bericht.. schauen Sie doch mal bei der S. Bernhard GmbH in Lüdenscheid am Freisenberg vorbei wir haben einen der ersten Ausgelernten Stanz und Umformmechaniker im Haus

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