Stadtschatten
Eine sympathische Truppe: Das Team, das den "Stadtschatten" ins Leben ruft, bestehend aus Bernard Reynaud, Celine Eliane Reynaud, Rebecca Henke, Matthias Bähr, Patrick Tussnat und Tobias Wieneke (v.l.n.r.). Fotos: iris Kannenberg

Lüdenscheid/ Werdohl/ Plettenberg. Der Broadway im Märkischen Kreis? Fast hatte es den Anschein, als sich am Sonntag die Veranstalter des „Stadtschatten“-Projektes im Werdohler Eveking zusammenfanden, um dort die Hauptdarstellerin für das Bühnenstück zu casten. Unter der künstlerischen Leitung von Produzent Patrick Tussnat ist „Stadtschatten“ ein Projekt, das man so noch nicht im Kreis gesehen haben dürfte.

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Casting im Atelier des „Stadtschatten“. Aus dem Lattengerüst im Vordergrund wird später ein riesiger Baum.

Multimediales Erlebnis für die ganze Familie

Ein multimediales Erlebnis für die ganze Familie, dessen Anfänge in einer eher kleineren Begebenheit begründet sind. Patrick Tussnat und sein Freund Matthias Bähr wuppten Ende 2015 gemeinsam eine Benefiz-Kunstveranstaltung mit Namen „Stadtschatten“, die bereits sehr gut ankam bei den Plettenbergern.

Aus dieser Veranstaltung heraus entstand die Idee zu einer richtigen großen Show mit Kino, Theater und Musicalelementen: Die Entertainmentproduktion „STADTSCHATTEN“, die nun von TUSSNAT®Pictures, der Firma von Partick gehypt wird. Wie das manchmal so ist: Aus relativ kleinen Dingen entstehen ohne Vorwarnung relativ große!

Casting für die Hauptdarstellerin

Patrick Tussnat, er ist der Produzent und Art Direktor der Produktion.
Patrick Tussnat, er ist der Produzent und Art Direktor der Produktion.

An diesem Sonntag traf sich das Leitungs-Team, das sich aus den beiden Plettenbergern Partick Tussnat (Producer und Art Director) und Matthias Bähr (Regisseur) zusammensetzt, sowie den Lüdenscheidern Bernard Reynard (Finanzier, Fotograf und künstlerischer Berater), Tobias Wieneke (Filmemacher), Rebecca Henke (Gesangspädagogin und Sängerin) und Celine Eliane Reynaud (Tänzerin und Tanzpädagogin).

Sie arbeiten und agieren in dem extra für Bühnenbau und Filmarbeiten angemieteten Atelier in Werdohl, so dass sich bereits drei Städte aus dem Kreis in Form dieses kreativen Teams zusammengefunden haben. Das Team macht dabei einen professionellen Eindruck. Die fast durchweg jungen Leute wissen, was sie tun. Und sind mit Begeisterung dabei. In dieser Runde findet man nur leuchtende Augen, wenn es um die Umsetzung dieses ambitionierten Projektes geht.

Wanderung zwischen den Welten

Rebecca Henke, ausgebildete Musicaldarstellerin und Gesangspädagogin spielt mit einem der Mädchen eine Szene durch. Tobias Wieneke filmt.
Rebecca Henke, ausgebildete Musicaldarstellerin und Gesangspädagogin spielt mit einem der Mädchen eine Szene durch. Tobias Wieneke filmt.

Nacheinander kamen dann an diesem Tag Eltern mit ihren Töchtern zum Vorsprechen in das Atelier, alles ganz junge Mädchen, die sich nichtsdestotrotz an die Hauptrolle wagen wollten. Und sich entsprechend vorbereitet hatten.

Die Hauptfigur von „Stadtschatten“ ist ein Mädchen zwischen Kind und Teenie, namens Jule. Ein schwieriges Alter für Jule, voller neuer Herausforderungen und Unwegbarkeiten. Auf einmal ist nichts mehr wie es war. Und genau so ein Typ wurde bei diesem Casting gesucht, jemand, der diese Wanderung zwischen den Welten, die der Abschied vom Kindsein und das Eintreten ins Erwachsenenlebens darstellt, glaubwürdig darstellen kann. Eine echte Herausforderung!

Alle machen es richtig gut

Rebecca Henke, ausgebildete Musicaldarstellerin und Gesangspädagogin spielt mit einem der Mädchen eine Szene durch. Tobias Wieneke filmt.
Matthias Bähr zeigt der jungen Bewerberin, wie er sich eine Szene vorgestellt hat.

Mussten doch alle Mädchen richtig viel Text auswendig lernen und dann die verschiedensten Szenen ganz allein oder im Part mit Rebecca vor den kritischen Augen der Erwachsenen vorspielen.

Aber: Sie machten es alle richtig gut und es war gar nicht so einfach, sich für eines der Mädchen dann auch zu entscheiden.

Alle waren begeistert

Beratung. Wer wird denn nun die Hauptdarstellerin. Das Team macht es sich nicht leicht.
Beratung. Wer wird denn nun die Hauptdarstellerin. Das Team macht es sich nicht leicht.

Das Casting war entsprechend lang, jeder der Anwesenden gab sein Bestes und am Schluss war das Casting-Team mehr als zufrieden.

Und kann sich nun erst einmal über die Wahl der „richtigen Jule“ Gedanken machen und natürlich über die dann folgenden Schritte. Denn mit der Hauptdarstellerin steht und fällt nun einmal die Produktion.

Sprechende Bäume

In der Mitte des Raumes stand an diesem Tag ein Holzgerüst, aus dem demnächst ein sprechender Baum gestaltet wird. Er ist riesig und es erfordert eine Menge Logistik, um dieses Projekt umsetzen zu können. Schließlich muss man ihn später einmal transportieren. Aber da Matthias nicht nur Regisseur und Fotograf ist, sondern auch Schreiner, hat man auch dafür schon die passende Lösung parat. In einer Ecke lag zudem das noch nicht ganz fertige Kostüm von „Brummbär“, ebenfalls einer der Hauptdarsteller. Dazu hing der Entwurf für „Anneliese“ an der Wand, Hauptdarstellerin Nummer drei, die eine Puppe ist und zusammen mit Brummbär ihre Jule über die Klippen und durch die Abgründe hin zum Erwachsenwerden führen wird.

Eine wunderbare Geschichte

Sie ist es. Da waren sich alle einig.
Die Mädchen waren alle gut. Da war man sich einig.

„Stadtschatten“ besticht durch eine wunderbare Geschichte, die ein wenig an Michael Endes „Unendliche Geschichte“ erinnert oder an Momo, aber dann doch eine ganz eigene Dynamik hat.

Es wurde dafür extra eine Autorin engagiert, die die Idee für das gleichzeitig mit der Premiere erscheinende Buch literarisch umgesetzt hat. Musik wurde komponiert und allein vier anspruchsvolle Musicaltitel werden von Rebecca Henke dafür eingesungen. Eine Musik, die zu Herzen geht und mitreißt. Dazu kommt die Choreografie der Tänzerin Celine Reynaud und das fantasievolle Bühnenbild, das ebenfalls in Eigenregie entsteht.

Hauptrolle wird verfilmt

Eine große Rolle bei der aufwendigen Produktion spielt auch der Film. Hier Tobias Wieneke in Interaktion mit der späteren Hauptdarstellerin.
Eine große Rolle bei der aufwendigen Produktion spielt auch der Film.

Die Hauptrolle wird durch Tobias Wieneke, einem Lüdenscheider Filmemacher verfilmt, so dass später auf der Bühne der kleine Brummbär und die Puppe Anneliese zu großen Teilen im richtigen Größenverhältnis zu Jule  und den anderen menschlichen Protagonisten erscheinen.

Gesucht wird während der Geschichte das „Licht“, eine wundersame Erscheinung, die nicht nur Leben retten kann, sondern eben auch die Augen für schöne und nicht so schöne Dinge öffnet.

Das Licht wurde zerstört und existiert nur noch in Splittern. Anneliese, Brummbär und ihre „Mama“ haben nun die Aufgabe alle Splitter zu finden und das „Licht der Erkenntnis von dem, was wirklich zählt“ wieder zusammenzusetzen. Natürlich geht es auch um die Rettung ALLER Menschen. Eine Story, die man schöner kaum erzählen kann.

Künstlerischer Aufbruch in der Region

Matthias Bähr. Er ist der Regisseur des Stückes.
Matthias Bähr. Er ist der Regisseur des Stückes.

Und das alles hier im prosaischen Sauerland. Was diese jungen Leute sich vorgenommen haben, ist unterstützenswert.

Zeigt es doch ein weiteres Mal, dass der künstlerische Aufbruch, der gerade hier in der Region stattfindet, sich kanalisieren lässt z.B. in einem großen gemeinsame Projekt aller vorhandenen Künste: Film, Musik, Tanz, Malerei, Bühnen- und Kostümbildnerei. Dazu ein literarisches Ereignis. Ein Mammutprojekt, aber dies so engagiert, dass es einfach gelingen muss.

Sponsoren gesucht

Céline Eliane Reynaud, die Choreografin des Stückes (links) und Rebecca Henke, die als Musicaldarstellerin die Lieder einsingt und den Part der "Annliese" übernimmt. In der Mitte "Brummbär".
Céline Eliane Reynaud, die Choreografin des Stückes (links) und Rebecca Henke, die als Musicaldarstellerin die Lieder einsingt und den Part der „Annliese“ übernimmt. In der Mitte „Brummbär“.

Die Uraufführung wird Ende des Jahres in Plettenberg sein und danach soll das Musical einmal quer durch den Kreis ziehen und darüber hinaus. Patrick und sein Team suchen für die aufwendige Produktion noch dringend Sponsoren.

Wer sich angesprochen fühlt in dieses wirklich besondere Projekt zu investieren, der kann ihn direkt kontaktieren über: kontakt@tussnat.de.

Wer „Stadtschatten“ folgen will, kann dies auch über Facebook tun und sich hier nicht nur die ersten „Making offs“ anschauen, sondern auch die weitere Entstehung des Entertainmentprojektes hautnah verfolgen: https://www.facebook.com/STADTSCHATTEN/?fref=ts

 

 

 

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