So könnte der neue multifunktionale Platz an der Stadthalle aussehen. Foto: www.oben-an-der-volme.de

Meinerzhagen. Die Neugestaltung des Stadtplatzes „Volmemarkt“ und Konzepte zur Belebung der Fußgängerzonen „Derschlager Straße“ und „Zur alten Post“ stehen im Mittelpunkt der nächsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (PSVU) am 21. September.

So werden die Mitglieder des PSVU-Ausschusses zunächst detailliert Auskunft über den Stand der Entwurfsplanung zum Stadtplatz „Volmemarkt“ erhalten. Vorgestellt und erläutert werden die Inhalte vom Büro für Städtebau und Architektur Dr. Holl, das im vergangenen Jahr als Gewinner aus dem städtebaulichen Realisierungswettbewerb „Stadtplatz Volmemarkt“ hervorgegangen war.

Fertigstellung Ende 2017

Auch die Finanzierung des Projekts wird thematisiert und vorbereitend für die kommenden Gremiensitzungen beraten. So sieht der aktuelle Plan Gesamtkosten für die Gestaltung des neuen Stadtplatzes sowie den Parkplatzbereich östlich der Stadthalle in Höhe von 1,352 Millionen Euro vor, von denen 617.000 Euro als Zuschuss durch das Land Nordrhein-Westfalen bereits bewilligt wurden bzw. zu einem kleinen Teil noch erwartet werden. Demnach entfällt eine Summe von 735.000 Euro auf die Stadt Meinerzhagen, die als Eigenmittel im Haushaltsplan 2015 bereits eingestellt ist.

Vorbehaltlich der Zustimmung durch PSVU-, Haupt- und Finanzausschuss sowie Rat kann das Projekt selbst 2016 ausgeschrieben werden; mit der Fertigstellung inklusive der neuen Verkehrsführung sowie der Offenlegung der Volme als weiteren Maßnahmen im Stadthallenumfeld ist zum Jahresende 2017 zu rechnen.

Vitalisierung der Fußgängerzonen

Gemeinsam mit Anwohnern, Geschäftsleuten und weiteren Interessengruppen hat die Stadt in enger Zusammenarbeit mit dem zur Projektsteuerung beauftragten Büro ASS aus Düsseldorf ein Konzept zur Aufwertung der Fußgängerzonen erarbeitet. Zentraler Aspekt für die Derschlager Straße ist demnach deren Entwicklung hin zu einem Gastronomiequartier mit ansprechender Außengastronomie in einem angenehmen Gesamterscheinungsbild, das beispielsweise von einheitlichen Blumenkübeln und vereinzelten Spielgeräten für Kinder geprägt sein soll. Eine gesondert gepflasterte Fläche mit einer Treppenanlage als Sitzgelegenheit soll flexibel für kleinere Veranstaltungen nutzbar sein; unter Beteiligung von Sponsoren sollen evtl. auch Sonnensegel diese Aktionsfläche selbst sowie künstlerisch gestaltete Tore im Bereich einmündender Straßen den gesamten Fußgängerbereich der Derschlager Straße markieren.

Farbgestaltung und Begrünung

Die Straße „Zur Alten Post“ ihrerseits soll zur Volmestraße hin offener und damit einladender gestaltet werden.

Die Fußgängerzone "Zur alten Post" soll einladender gestaltet und aufgewertet werden.
Die Fußgängerzone „Zur alten Post“ soll einladender gestaltet und aufgewertet werden.

In der Mittelzone können Spielgeräte und Sitzbänke zum Verweilen einladen, und der Durchgang zum „Aldi-Dach“ soll möglichst durch neue farbliche Gestaltung durch die Eigentümergemeinschaft und die Dachfläche selbst durch eine Begrünung deutlich ansprechender werden. Das übergreifende Gesamtbild der Fußgängerzonen soll durch neue Leuchten zu einer Einheit verschmelzen.

Sonnensegel und Spielgeräte

Um das Konzept umzusetzen, hofft die Stadt auf das gemeinsame Engagement aller Beteiligten. Dazu gehören neben der Stadt selbst und der Städtebauförderung auch die Anliegerinnen und Anlieger der Bereiche sowie der Stadtmarketingverein. Er führt aktuell Gespräche mit möglichen Sponsoren zur Finanzierung einzelner Maßnahmen. Insgesamt ist für das Maßnahmenpaket ein Budget von 292.000 Euro errechnet worden, von dem die Stadt Meinerzhagen mit 116.800 Euro einen Anteil von 40 Prozent trägt. Die restlichen Mittel kommen aus dem Städtebauinvesitionsprogramm. Für die Finanzierung von Blumenkübeln, Sonnensegeln, einem Teil der Spielgeräte sowie der Tore werden noch Sponsoren gesucht. Als nächster Schritt nach der Information des PSVU-Ausschusses ist im Oktober eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger geplant.

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