Nicht alle Flächen (weiß) an der Stadthalle (Plan-Mitte, grau) wurden überplant. Das führte zu Irritationen im Ausschuss. Foto: Rüdiger Kahlke

Meinerzhagen. Die Neugestaltung des Stadthallen-Umfeldes mit Bau einer neuen Straße und die Offenlegung der Volme, können in Angriff genommen werden. Der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt hat am Mittwochabend der Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes „Stadtkern“ zugestimmt. Jetzt muss noch der Rat der Stadt Meinerzhagen „grünes Licht“ geben. Seine Zustimmung am 9. Februar gilt als sicher.

Mehrkosten schon absehbar

Insgesamt 3,8 Millionen Euro sollen verbaut werden. Im Zuge des Förderprogramms Regionale 2013 hat das Land der Stadt Meinerzhagen 2,2 Millionen an Fördermitteln für die Maßnahme bewilligt. Möglich Mehrkosten gehen zu Lasten der Stadt.

Klaus Laufer (UWG) verwies in der Diskussion darauf, dass bereits bei drei Positionen Mehrkosten absehbar sind. Damit werde der ursprüngliche Ansatz schon „um 540.000 Euro überschritten“. Vier Ausschussmitglieder stimmten letzlich gegen die Baumaßnahmen an der Stadthalle.

Knappe Mehrheit bei Bürgerentscheid

Bereits im Vorfeld waren die Planung auf Kritik gestoßen. Vielen galten sie als überdimensioniert und zu teuer. Im Dezember 2013 war es erstmals in Meinerzhagen zu einem Bürgerentscheid gekommen. Eine knappe Mehrheit hatte sich für das Regionale-Projekt ausgesprochen. Damit war der Weg für die weitere Planung frei.

In einem städtebaulichen Wettbewerb hatte sich die jetzt geplante Lösung herauskristallisiert. Danach soll die vierspurige Straße zwischen Stadthalle und Innenstadt entfallen, die Stadthalle mit ihrem Umfeld näher an die Stadt „heranrücken“. Der Verkehr soll hinter der Stadthalle hergeleitet werden. Ein Kreisel soll die Verbindung zwischen Innenstadt, Stadthallen-Umfahrt und Birkeshöh herstellen. Zudem soll die Volme offengelegt werden, um Freizeitwert und Aufenthaltsqualität zu steigern. Für die Verwaltung hatte Friedrich Rothaar nochmals die Grundzüge der Planung erläutert.

CDU drängt auf Klarstellung

Auf Klarstellungen drängte Volkmar Rüsche (CDU). So gehe aus dem Bebauungsplan nicht hervor, dass die Parkplätze hinter der Stadthalle (Nordseite) erhalten blieben. Ferner bemängelte er die im Plan fehlende Zufahrt zur Volmestraße als 2. Anbindung zum Stadthallen-Umfeld. Als kritisch sah er zudem die auf der Birkeshöh-Brücke vorgesehene Haltestelle für Busse an.

Die Verwaltung sicherte zu, dass die Parkplätze und die 2. Zufahrt nicht zur Disposition stünden. Die Bushaltestelle sei mit der MVG abgestimmt. Eine Verlegung könnte nochmals geprüft werden.

Grüne fragen nach Kosten für Lärmschutz

Karl Hardenacke (Grüne) fragte nach den Kosten für den Lärmschutz. Diese, so Friedrich Rothaar, seien aber noch nicht zu beziffern. Er machte aber klar: „Erforderliche Kosten liegen bei der Stadt.“ Das dürfte die Gesamtkosten aber weiter nach oben treiben. Am 9. Februar hat der Rat zu entscheiden. Seine Zustimmung zu dem Millionen-Projekt gilt als sicher. Die ersten Baumaßnahmen sollen im Frühjahr anlaufen.

 

 

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