Für Neujahrs-Konzerte der Philharmonie Südwestfalen bietet die Stadthalle Meinerzhagen den idealen Rahmen. Foto: Rüdiger Kahlke

Meinerzhagen. „Einkaufszentrum, toll.“ – Nach der ersten Begeisterung dämmert es bei manchen, dass ein Einkaufszentrum statt Stadthalle nur ein müder Mini-Abklatsch des Lüdenscheider Sterncenters sein wird. Die Meinerzhagener Grünen wollen nun Klarheit: Was ist geplant? Seit wann bestehenden die Überlegungen? Fand vielleicht der Bürgerentscheid zur Umgestaltung des Stadthallen-Umfeldes schon unter falschen Voraussetzungen statt, weil der Abriss der Stadthalle da schon eine Option war?

Schlechter Stil

Zudem beklagen die Grünen schlechten Stil. In einer Mitteilung der Verwaltung Anfang Juli teilte diese mit, allen Fraktionen seien die Überlegungen zum Thema vorgestellt worden. Ingolf Becker, Fraktionssprecher der Grünen: „Ich habe davon erst aus der Zeitung erfahren.“ Damit auch die Bürger wissen, um was geht, hat die Fraktion einen umfangreichen Fragenkatalog vorlegt.

Umfangreiche Anfrage an Verwaltung

Prominenz wie Gregor Gysi war auf Einladung von KuK häufig zu Gast in der Stadthalle. Foto: Rüdiger Kahlke
Prominenz wie Gregor Gysi war auf Einladung von KuK häufig zu Gast in der Stadthalle.
Foto: Rüdiger Kahlke
29. Okt. 2015: British Proms Night mit der Philharmonie Südwestfalen in der Stadthalle Meinerzhagen. Dirigent: Russel Harris.Solistin: Hye Jung Lee (Sporan) aus Korea. Foto: Rüdiger Kahlke
29. Okt. 2015: British Proms Night mit der Philharmonie Südwestfalen in der Stadthalle Meinerzhagen. Dirigent: Russel Harris.Solistin: Hye Jung Lee (Sporan) aus Korea.
Foto: Rüdiger Kahlke

Damit soll geklärt werden, seit wann Gespräche mit Investoren laufen, wie hoch die Sanierungskosten für die Stadthalle sind. Ferner wollen sie wissen, wo die in der Stadthalle untergebrachten Einrichtungen  (Vereinsräume, Kino, Bücherei) künftig untergebracht werden sollen. Auch wenn es zu einem Ratsbürgerentscheid komme, so Grünen-Sprecher Karl Hardenacke, sei nur eine einfache Fragestellung erlaubt. „Alternativen kommen dabei gar nicht zur Abstimmung“, so Hardenacke. „Deswegen“, betont Ingolf Becker, „ist frühzeitig Klarheit notwendig, was geplant ist und was zu erwarten ist.“

Alternativen denkbar

Die Grünen können sich durchaus Alternativen  vorstellen. Etwa einen Abriss des Restaurant-Anbaus an der Stadthalle. Hier könnte ein zweckmäßiger Anbau entstehen, einschließlich einer Aufwertung des Eingangsbereichs zum Kino. Ingolf Becker, Fraktionssprecher der Grünen: „Über mögliche Alternativen muss mit Beteiligung der Bürger geredet werden„. Das gilt auch für mögliche Optionen am „Blauen Haus“. Abriss der Stadthalle und mögliche Alternativen sollen auch Thema des nächsten Bürgerstammtischs der Grünen sein. Hardenacke: „Hier muss endlich mit offenen Karten gespielt werden. Nachdem die erste Euphorie verflogen ist, soll jetzt offenbar der Ratsbürgerentscheid die Lösung sein, statt vorher auf breiter Front die Pläne vorzustellen und zu diskutieren.“ 

 

 

 

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