Ein rollender Bilderrahmen. Foto: Katalog Seltmann printart

Lüdenscheid. Geschafft: 3700 Bilder gesichtet, den Gewinner und vier weitere Preisträger ermittelt sowie 43 Auszeichnungen ausgesprochen – so schnell wie sich „Geschossen und gedruckt“ spricht, geht das nicht. Zehn Jahre Seltmann-Fotopreis „Geschossen + gedruckt“ – das ist eine Menge Arbeit für alle Beteiligten. Das Ergebnis ist am Sonntag, 15. Juni, in der Städtischen Galerie zu sehen. Die Ausstellung wird um 11.30 Uhr eröffnet.

350 Teilnehmer

Der Seltmann-Fotopreis reizt Fotografen aus Deutschland und dem Ausland. Beim Start 2004 erhielten die Lüdenscheider Drucker rund 100 Einsendungen. Nach dem Ende der Ausschreibung für den Preis 2014 waren es 350. Frank Seltmann ist stolz darauf, dass der Preis im Laufe der Jahre solche Kreise gezogen hat und der Wettbewerb von Seltmann Printart nicht nur einer und vielen ist. „Immerhin gibt es in Deutschland rund 800 Fotopreise“, sagte er bei der Vorstellung des Katalogs zur Ausstellung in der Stadtgalerie.

Karriere-Beschleuniger

Frank und Bernhard Seltmann stellten am Freitag den Seltmann-Fotopreis "Geschossen + gedruckt" vor. Foto: Wolfgang Teipel
Frank und Bernhard Seltmann stellten am Freitag den Seltmann-Fotopreis „Geschossen + gedruckt“ vor. Foto: Wolfgang Teipel

Für eine einige Fotografen war „Geschossen + gedruckt“ die Startrampe für eine internationale Karriere. Dazu zählt beispielsweise Michael Schnabel, der Preisträger von 2004. Seine Fotos waren bereits in der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Frankreich und den USA zu sehen. „Das spricht auch die Qualität unserer Juroren“, sagt Frank Seltmann.

Unveröffentlichte Serien

Unter den Bewerbern finden sich sowohl Fotoprofis als auch Amateure. Alle haben eine Chance. Bedingung ist: Ihre Fotos sollen etwas Außergewöhnliches ausstrahlen. Beim Fotopreis 2014 ging es um bisher unveröffentlichte Serien. „Ein spezielles Thema haben wir nicht vorgegeben“, berichtet Bernhard Seltmann. Entsprechend groß fiel die Auswahl aus. Sie reicht von Porträts, die Gewaltverbrecher zeigen, über Tier-, Natur- oder technische Aufnahmen bis zu Autos als rollender Bilderrahmen für Familienfotos und mehr.

Alle Räume der Galerie belegt

Die Ausstellung in der Städtischen Galerie zeigt in allen sechs Räumen eine Auswahl von 120 Bildern. Im Katalog, den Seltmann Printart zur Ausstellung produziert hat, sind alle Aufnahmen der Preisträger zu sehen. Dazu kommen die 43 eingereichten Serien, die von der Jury eine Auszeichnung erhalten haben. Der Katalog kostet 15 Euro und wird ab Sonntag in der Städtischen Galerie verkauft.

Preisträger werden Sonntag bekannt gegeben

Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen ist von der Auswahl begeistert. „Spannende Aufnahmen“, sagt sie. Deshalb sei es ihr auch schwer gefallen, die Auswahl auf 120 Bilder zu begrenzen. „Die Fotografie besitzt für mich einen hohen Stellenwert“, bekennt die Galerieleiterin. Deshalb freue sich sie sich immer wieder auf solche Veranstaltungen wie die Ausstellung „Geschossen+ gedruckt“.

Wer wissen will, wer die Preisträger sind, muss sich noch ein wenig gedulden. Sie werden bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag bekannt gegeben.

 

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