Schon im Jahr 2014 forderten Eltern den Erhalt der Vier-Täler-Schule mit dem Erfolg, dass der Standort Plettenberg im Verbund mit Lüdenscheid erhalten blieb.

Plettenberg. Der Rat hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 29. Juni, einstimmig eine Resolution zum Erhalt der Vier-Täler-Schule beschlossen. Der Förderschulstandort Plettenberg soll bestehen bleiben, damit hier Eltern von eingeschränkt lernfähigen Kindern auch weiterhin eine Wahlmöglichkeit zwischen inklusiven Klassen an weiterführenden Schulen und der wohnortnahen Förderschule haben.

Die Resolution im Wortlaut

Die von Bürgermeister Ulrich Schulte unterzeichnete Resolution im Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Landrat Gemke,

der Schul- und Kulturausschuss und der Rat der Stadt Plettenberg haben mich gebeten, folgende Resolution an Sie zu senden:

Aufgrund sinkender Schülerzahlen im Zuge der Inklusion wurde die Vier-Täler-Schule Plettenberg zum 31.07.2015 als eigenständiger Standort aufgelöst und als Teilstandort der Friedenschule in Lüdenscheid angegliedert.

Derzeit wird auf Verwaltungsebene geplant, wie das Förderschulwesen im südlichen Märkischen Kreis neu organisiert und strukturiert werden kann. Sollte ein kreisweites System in Trägerschaft des Märkischen Kreises installiert werden, bitten Rat und Verwaltung der Stadt Plettenberg dringend, den Standort Plettenberg weiterhin zu berücksichtigen, um für die Schülerinnen und Schüler aus Plettenberg, aber auch aus den benachbarten Kommunen eine wohnortnahe Beschulung zu erhalten. Dazu sollten die Förderschwerpunkte im Standort Plettenberg erweitert werden, um die Mindestgröße für den Erhalt eines Teilstandorts perspektivisch zu sichern.

Der Standort Plettenberg ist eine gut ausgestattete und in der Plettenberger Schullandschaft und Gesellschaft fest verankerte Größe, die mit vielen heimischen Betrieben und Organisationen eng kooperiert.“

Ohne die Option einer wohnortnahen Beschulung entfiele die Möglichkeit der Entscheidung zwischen dem Besuch einer Förderschule oder einer Regelschule im Zuge der Inklusion, da die zu befürchtenden Fahrzeiten für ein Kind mit entsprechenden Einschränkungen unzumutbar sind. Für viele Schülerinnen und Schüler bedeutet der Besuch einer Förderschule nicht Ausgrenzung, sondern eine ihrer Entwicklung und ihren Fähigkeiten angemessene Förderung durch geschultes und erfahrenes Personal. Den Kindern und Eltern muss auch weiterhin die Möglichkeit gegeben werden, individuell zu entscheiden, was das Beste für Ihr Kind ist. Eine Zwangsinklusion gilt es zu verhindern.

Aus diesen Gründen bitte ich Sie, den Förderschulstandort Plettenberg auch in einem neu organisierten System zu berücksichtigen.“

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