Plettenberg. Am Freitagmorgen wurde die Fahne mit der Aufschrift „frei leben – ohne Gewalt“ am Rathaus gehisst. Am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ist sie ein sichtbares Zeichen. Am Infostand auf dem Wochenmarkt informierten Mareike Masuch (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Plettenberg), Sabrina Müller (Allg. Sozialer Dienst), Stefanie Seppelt (Frauenberatungsstelle des Märkischen Kreises) und Karin Feldhaus (Caritasverband) über Möglichkeiten der Hilfe und Beratung für Betroffene.

Gewalt gegen Frauen ein gesellschaftliches Problem

Foto: Bernhard Schlütter
Foto: Bernhard Schlütter

Bürgermeister Ulrich Schulte wies darauf hin, dass etwa 35 Prozent der Frauen in Deutschland in irgendeiner Form Gewalt gegen sich erlebt haben, aber nur 20 Prozent von ihnen Hilfe suchen. „Wir sagen, das ist ein Problem der Anderen. Dabei passiert Gewalt oft in unserem unmittelbaren Umfeld“, meinte Schulte. Es sei wichtig hin- und nicht wegzuschauen. Dass in den USA ein Mann zum Präsidenten gewählt werde, der offen zugibt, Frauen, die ihm gefielen, ungefragt zu küssen, verdeutliche das gesellschaftliche Problem. „Das ist eine Form der sexuellen Gewalt gegen Frauen und wird verharmlost.“ Daher sei es wichtig, nicht nur an diesem Tag darauf hinzuweisen.

Angebote der Hilfe und Beratung

Mareike Masuch berichtete, dass sich zweimal im Jahr Vertreterinnen von Verbänden und Einrichtungen treffen, um Aktionen gegen häusliche Gewalt zu planen. Darüber hinaus gibt es vielfältige Angebote der Hilfe und Beratung. Vor Ort unterstützt die Frauenberatungsstelle Märkischer Kreis am Raithelplatz 5 in Lüdenscheid Hilfesuchende. Eine erste Kontaktaufnahme ist unter der Rufnummer 02351/860043 oder auch über das Internet unter www.frauenberatungsstelle-mk.de möglich.

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