Fahren die Hagener mit dem Bus oder mit anderen Verkehrsmitteln? Eine Umfrage soll es an den Tag bringen. Foto: tft

Hagen. Wie mobil ist Hagen? Mit einer erstmals durchgeführten umfassenden Haushaltsbefragung möchte die Stadt Hagen als Aufgabenträger des öffentlichen Personennahverkehrs die täglichen Wege der Bürgerinnen und Bürger innerhalb der Stadt besser kennenlernen und bei der Neuaufstellung des Nahverkehrsplans berücksichtigen.

Wer nimmt welches Verkehrsmittel?

Neben den grundlegenden, gesetzlich vorgegebenen Inhalten des Nahverkehrsplans bildet die nachfrageorientierte Optimierung des Bus- und Bahnangebotes einen zentralen Schwerpunkt. Fahren die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Hagen täglich mit dem Auto zum Einkaufen oder nehmen sie hierzu lieber das Fahrrad? Benutzen sie den öffentlichen Nahverkehr auf ihren Arbeitswegen oder laufen sie eventuell zu Fuß zum Büro? Wie viele und welche Personengruppen aktuell welches Verkehrsmittel aus welchem Grund benutzen, ist der Stadt unbekannt. Das soll sich ändern.

6.800 Haushalte ausgewählt

Um aktuelle Erkenntnisse über das Verkehrsverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt zu gewinnen, wird die Befragung bei zufällig ausgewählten Haushalten durchgeführt. Die Stadt Hagen bittet rund 6.800 Haushalte Auskunft darüber zu geben, welches Verkehrsmittel sie wählen, um von einem Ort zum anderen zu gelangen. Eine Stadt mit Lebens- und Bewegungsqualität zeichnet sich auch durch optimale Bedingungen für die Nahmobilität aus. Deshalb nimmt der Rad- und Fußverkehr ebenfalls einen wichtigen Stellenwert in der Befragung ein. Darüber hinaus wird die Meinung der Hagener Bürger zu dem Thema ÖPNV abgefragt – was ist gut, was ist schlecht, wo gibt es konkret Verbesserungsbedarf im Stadtgebiet?

Meinung zum ÖPNV

Die Befragung wird durchgeführt vom Büro StadtVerkehr–Planungsgesellschaft mbH&Co. KG, einem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro aus Hilden. Aus den Ergebnissen über das Verkehrsverhalten der Befragten sollen mögliche Optimierungsmaßnahmen im Bereich der Verkehrsplanung abgeleitet werden. Die ausgewählten Haushalte bekommen in nächster Zeit Unterlagen zugestellt und werden gebeten, an der Befragung teilzunehmen.

Erste Ergebnisse im Sommer

Die Stadt hofft auf eine hohe Teilnahmebereitschaft der im Zufallsprinzip ausgewählten Haushalte. Neben den Fragen zu speziellen Themen der Mobilität werden übliche Standardfragen gestellt, wie sie bereits mehrfach bundesweit von renommierten Institutionen verwendet wurden. Das sichert auch die spätere Vergleichbarkeit der Daten.

Diplomingenieur Jean-Marc Stuhm, Geschäftsführer der Büro StadtVerkehr Planungsgesellschaft mbH&Co. KG, rechnet damit, dass nach zeitiger Rücksendung der ausgefüllten Unterlagen seitens der Bürger, schon im Sommer dieses Jahres erste Ergebnisse der Befragung vorliegen können.

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