Friedrich Radermacher
Nach dem Konzert trug sich Friedrich Radermacher ins Goldene Buch der Stadt Lüdenscheid ein.

Lüdenscheid. „Viva la Musica!“ – Es lebe die Musik: Diese Komposition von Professor Friedrich Radermacher zum 20. Geburtstag der Musikschule Lüdenscheid hat nichts von ihrer fröhlichen Botschaft eingebüßt. Am Dienstag, 14. April, wurde sie, 30 Jahre nach der Uraufführung im Kulturhaus, von 180 Musikern und Sängern der Musikschule im Bürgerforum des Rathauses erneut aufgeführt. Mit dabei: Der 91-jährige Komponist aus Hilden. Versonnen lauschte er dem Geburtstagsständchen, dass die Musikschule ihm zum 91. Und sich selbst zum 50. Geburtstag bereitete.

Lebendige und zeitgemäße Musik

„Heute geben wir dem Komponisten das Stück, das er uns vor 30 Jahren geschenkt hat, sozusagen zurück“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas in seiner Laudatio auf den vielseitigen Musiker und Komponisten. Der Rathaus-Chef bewertete das Orchester-Werk aus eine „lebendige und zeitgemäße Musik“, die klassische Elemente vorzüglich mit zeitgenössischer Musik, die manchmal ein wenig sperrig daherkomme.

Friedrich Radermacher erinnert an Hanni Hennig

Friedrich Radermacher
Karin Zabel hatte das Stück mit den Ensembles, Chören und Orchester der Musikschule einstudiert.

Friedrich Radermacher selbst erinnerte in einer kurzen Ansprache an Hanni Henning, die erste hauptamtliche Leiterin der städtischen Musikschule. „Singst Du auch bei Hanni Henning“, habe man ihn in seinem Eifeler Wirkungskreis oft gefragt. Schon damals sei er auf die Musikschule Lüdenscheid aufmerksam geworden. Als seine Tochter Christa schließlich in der Bergstadt als Cello-Lehrerin an der Musikschule heimisch wurde, war die Verbindung perfekt. Radermacher komponierte mehr als 20 Werke für Lehrer und Schüler. „Er wurde unser Haus- und Hofkomponist“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas. Eins der beliebtesten Werke aus dieser Zeit ist die Kinderoper „Der Esel von Dunkelsbühl“, uraufgeführt im damals neuen Kulturhaus.

Vielseitiger Komponist

Friedrich Radermacher ist von Kindheit an mit Musik aufgewachsen. Seine Eltern unterrichteten ihn im Violin-Spiel. Während seiner Schulzeit leitete er das Schulorchester, spielte Orgel und nahm schließlich das Studium der Komposition auf. Ab 1952 unterrichtete er an der Kölner Musikhochschule Tonsatz und war zuletzt stellvertretender Leiter dieser Musikhochschule. Nach seiner Pensionierung im Jahr 1976 widmete er sich verstärkt dem Komponieren. Ein Blick auf seine Homepage http://musikradermacher.jimdo.com/ unterstreicht die Vielseitig des Mannes, dem Bürgermeister Dzewas bescheinigte das „Musik ganz offensichtlich jung hält“. Und Friedrich Radermacher hält auch die Musik jung. Die fröhliche Kantate „Viva la Musica“, die er vor 30 Jahren für alle Ensembles der Musikschule über den bekannten Kanon von Michael Praetorius geschrieben hat, ist dafür der beste Beweis.

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