Bürgermeiserin Vossloh liest den vielen kleinen und großen Zuhörern die Martinsgeschichte vor. Fotos: Iris Kannenberg

Werdohl. Die Werdohler sind mit ihrem Martins-Fest immer etwas früher dran, als alle anderen. Am ersten Freitag im November hieß es deshalb auch in diesem Jahr: Pferd auf den Hänger, Brezeln bestellen, Fackeln besorgen und die Martins-Geschichte für alle Fälle ausdrucken.

Stimmungsvolles Fest

So muss es sein das Martins-Fest: Fackeln, Laternen und Musik.
So muss es sein das Martins-Fest: Fackeln, Laternen und Musik.

Die jährliche St. Martins-Veranstaltung in Werdohl wird vom Werdohler Stadtmarketing organisiert und ist immer ein großes Ereignis.

Ein echter Schimmel, ein Martin in Legionärsuniform mit langem roten Mantel und dem großen Schwert, mit dem der Mantel in der Originalgeschichte zum Schutz des Bettlers geteilt wird.

Das Ganze stimmungsvoll begleitet von den Fackelträgern der Werdohler Jugendfeuerwehr. Dazu spielte das Jugendblasorchester unter der Leitung von Georg Tausch. Genauso und nicht anders stellt man sich dieses Fest vor.

Bürgermeisterin las Martinsgeschichte

Die Jugendfeuerwehr als Fackelträger.
Die Jugendfeuerwehr als Fackelträger.

Und natürlich wird die Martinsgeschichte, spannend vorgelesen von der Werdohler Bürgermeisterin Frau Vossloh persönlich.

Das, was das Werdohler Stadtmarketing da jedes Jahr gemeinsam mit Stadt und Einzelhändlern auf die Beine stellt, kann sich wirklich sehen lassen. Und wird von der Bevölkerung gut angenommen.

Für die ganze Familie

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung war der Alfred-Colsman-Platz mit erwartungsvollen Kindern gefüllt, viele mit selbstgebastelten Laternen. Und natürlich gemeinsam mit der ganzen Familie. Kinder, Mama, Papa und oft auch die Großeltern, hörten nicht nur gespannt der Geschichte von Martin, dem Bettler und dem geteilten Mantel zu, sondern zogen danach auch fröhlich singend durch die Stadt.

St. Martin ritt ein freundliches Pferd

St. Martin auf seinem Schimmel.
St. Martin auf seinem lammfrommen Schimmel.

Allen voran St. Martin alias Michael Thomas- Lienkämper, der auf dem definitiv freundlichsten Pferd des Reiterhofes Nölle ganz relaxt durch die Werdohler Neustadt bis hin zum neugestalteten Brüninghausplatz ritt.

Martinsbrezeln kostenlos

Dort wurden die ca. 320 Teilnehmer von der Bürgermeisterin, dem Stadtmarketing und Peter Ebener, dem Geschäftsführer des WK empfangen und mit kostenlosen Martins-Brezeln versorgt. Als dann noch die Kirchenglocken läuteten, konnte man einen Augenblick lang tatsächlich den Eindruck einer heilen Welt gewinnen.

Fest des Friedens

Heißbegehrt: Die leckeren Martinsbrezeln.
Heißbegehrt: Die leckeren Martinsbrezeln.

St. Martin ist tatsächlich ein oft unterschätzes Fest des Friedens. Und keinesfalls in die Jahre gekommen, sondern in seiner Thematik topaktuell.

Hier wird noch Barmherzigkeit und der selbstlose Schutz des Schwächeren gefeiert. Ohne Kommerz und Grusel, einfach so, mit selbstgebastelten Laternen, viel ehrenamtlichem Engagement und einer Geschichte, die in einer immer härter werdenden Welt Werte wie Uneigennützigkeit und Mitgefühl in den Vordergrund stellt. Eine schöne Einstimmung in die weihnachtliche Zeit. Und eine besondere Tat eines besonderen Mannes, der es wert ist, niemals in Vergessenheit zu geraten.

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