Kita 21
Der Fachdienst Jugendamt-Kindertageseinrichtungen hat kurzfristig noch zwei Plätze für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu vergeben.

Zwei wesentliche Aspekte wurden bei der Diskussion um Schalksmühler Spielplätze nicht genügend beachtet: die Sitzungsvorlage eines Fachbereiches (hier 76/2015) ist kein Beschluss und demografische Entwicklung ist ein andauernder Prozess!

Vielleicht war der Beschlussvorschlag nicht genügend durchdacht. Plakativ vom Aufgeben der zwei Spielplätze zu sprechen, ohne den Zusatz, was zukünftig mit den Flächen passieren soll, ist für die interessierte Öffentlichkeit nicht ausreichend.

Ich verstehe besorgte Bürger, unter ihnen auch Eltern von Kindern im Spielplatzalter und begrüße es ausdrücklich, wenn aus Dahlerbrück nun Vorschläge über Eigeninitiativen und Mitarbeit gemacht werden. Frage mich aber, warum erst jetzt?

Um den demografischen Entwicklungen in unserer Gemeinde gerecht zu werden, sollen die Plätze räumlich erhalten bleiben. So habe ich die Beschlussvorlage interpretiert und nach meiner Lesart findet nur eine „Umwidmung“ statt. Die „geschlossenen Spielplätze“ können ihre ursprüngliche Funktion bei Bedarf wieder aufnehmen. Für die Dauer der „Schließungszeit“ entwickeln die verantwortlichen Ratsmitglieder unter Bürgerbeteiligung bis zur Sitzung des Hauptausschusses am 15. Juni sicher alternative Nutzungsmöglichkeiten!

Das Ergebnis und die Beschlussempfehlung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Schule vom 21. Mai finde ich einfach nur gut. Letztlich ist diese Empfehlung wiederum nur eine Vorlage! Die nach meiner Meinung jedoch gut mit der Beschlussvorlage 76/2015 vom 06.05.15 korrespondiert und diese um den oben angesprochenen fehlenden Zusatz ergänzt.

Den in einem Leserbrief voraus gesagten Aufschrei konnte ich bisher nicht feststellen. Dieser Aufschrei müsste viel deutlicher hörbar werden, wenn sich ein Ratsmitglied öffentlich über Stillstand, Rückschritt und fehlende Weitsicht beklagt in Bezug auf seine eigene Arbeit! Darüber kann ich nur verwundert den Kopf schütteln. Bisher war ich als Bürger immer der Meinung, die Ratsmitglieder sind diejenigen, die unsere Gemeinde voran bringen wollen, die Zukunftsvisionen entwickeln und sich kümmern.

Parteiengezänk und Schwarzer-Peter-Spiele sind hier schlicht destruktiv, nicht zielführend und wenig sinnvoll.

Für sehr sinnvoll halte ich es allerdings, dass Bürgermeister Schönenberg dieses sensible Thema überhaupt an die Öffentlichkeit gebracht hat. Auch wenn er sich damit neben gesunder und aufbauender Kritik auch inhaltlosen Vorwürfe stellen muss!

Gerwart Pätsch

Schalksmühle

Sozialpädagoge und Demografie-Berater

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