NRW-Ministerpräsitendin und SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft trug sich am Samstag ins Gästebuch der Schalksmühler SPD ein. Fotos: Wolfgang Teipel

Schalksmühle. 100 Jahre SPD Schalksmühle, das ist ein guter Anlass um Hände zu schütteln. Davon machte NRW-Ministerpräsidentin am Samstagnachmittag auf dem Rathausplatz reichlich Gebrauch. Parteifreunde und Schaulustige suchten den persönlichen Kontakt und SPD-Vorsitzenden in Nordrhein-Westfalen und fanden ihn. Hannelore Kraft schrieb Autogramme und Widmungen. Ihre Unterschrift ziert jetzt auch das Parteibuch von Erich Borowski. Der 75-Jährige brauchte nach 49 Jahren SPD-Zugehörigkeit ein neues Parteibuch. Es anlässlich der 100-Jahr-Feier des SPD-Ortsvereins von der Landesvorsitzenden persönlich unterschreiben zu lassen, das fand der sozialdemokratische Veteran durchaus korrekt.



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Händeschütteln und Autorgramme schreiben gehörte auch zum Programm von Hannelore Kraft.
Händeschütteln und Autorgramme schreiben gehörte auch zum Programm von Hannelore Kraft.

Der Auftritt der prominenten SPD-Politikerin war der Höhepunkt des sozialdemokratischen Familienfestes auf dem Rathausplatz. Hannelore Kraft sprach vielen aus dem Herzen: „Ziel von Politik ist es, das Leben der Menschen vor Ort zu verbessern“, sagte sie. Dazu müsse die SPD die Kümmerer-Partei bleiben, die sie immer gewesen sei. „Bleibt auch die nächsten 100 Jahre die Kümmerer-Partei und damit so, wie Ihr seid“, schrieb sie wenig später ins Gästebuch der Schalksmühler Sozialdemokraten.

Bildung ist der Schlüssel zum Aufstieg

In ihrer Rede griff die Ministerpräsidentin unter anderem das Stichwort Bildung auf. „Sie ist der Schlüssel zum persönlichen Aufstieg und damit eine zentrale Forderung der Partei“, sagte sie. Chancengleichheit, gleicher Lohn für Frauen und Männer, Bildungsgerechtigkeit – all das habe sich die SPD auf die Fahne geschrieben. „Ich würde gern noch mehr machen. Leider lässt das die schlechte Finanzlage in NRW nicht zu.“ Hannelore Kraft forderte auch die Solidarität der Städte und Gemeinden NRW ein. „Wir können die armen Kommunen nicht absaufen lassen.“ Deshalb mache der Stärkungspakt Sinn. Damit griff sie ein Thema auf, das in den vergangenen Monaten die Politik in Schalksmühle beherrscht hat. Die Volmegemeinde, die zu den Zahlern im Stärkungspakt gehört, klagt nämlich zusammen mit anderen Kommunen gegen die sogenannte Abundanz-Abgabe.

Menschen für Schalksmühle begeistern

SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Siol kritisierte den Stärkungspakt.
SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Siol kritisierte den Stärkungspakt.

SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Siol hatte zuvor kritisiert, diese Abgabe sei nicht der richtige Weg, die Gemeindefinanzen in NRW „richtig zu sortieren“. Er präsentierte sich als Nachwuchsmann, der nach eigenen Worten mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht und zugleich Zukunftsperspektiven im Blick hat. Er wolle Menschen begeistern, für und in Schalksmühle zu arbeiten. Das sei vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels in Handwerk und Industrie von großer Bedeutung.

Viel Prominenz auf dem Rathausplatz

Lutz Vormann, Landratskandidat der SPD, stellte sein Fünf-Punkte-Programm vor. Wichtig für ihn sei vor allem die Stärkung der heimischen Wirtschaft und eine gute soziale Absicherung der Menschen im Märkischen Kreis. Zu den Rednern gehörte auch Birgit Sippel, SPD-Europaabgeordnete für Südwestfalen. Gäste der Veranstaltung waren neben SPD-Bundestagsabgeordneter Petra Crone auch der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Scheffler aus Iserlohn sowie zahlreiche Vertreter benachbarter SPD-Ortsvereine.

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