Symbolbild

Hagen. Mit Blick „auf den Verfall städtischer Infrastruktur“, auf „marode Brücken“ und „Schlaglochalleen“ fordert die Hagener SPD-Ratsfraktion ein „schnelles Umdenken von der Verwaltung“. Die Sozialdemoktraten schreiben auf ihrer Webpräsenz:

Die Sperrung, Verengung und Sanierung maroder Brücken wird auf Jahre hinaus den Straßenverkehr in Hagen behindern. Auf dieses anstehende Ärgernis hatte die SPD-Fraktion bereits im Januar mit einer Anfrage im Haupt- und Finanzausschuss hingewiesen und eingefordert, entsprechende Investitionsmittel in den Haushalt 16/17 einzustellen.

Jahr für Jahr, so lautete die Antwort des Wirtschaftsbetriebes Hagen auf die SPDAnfrage, würden rund 5 Mio. Euro für die Instandsetzung von Brücken benötigt, 19 Mio. Euro für Straßen, Wege und Plätze. Dabei hatte die SPD-Fraktion deutlich gemacht, dass es sich hier nicht um Luxus, sondern um eine dringend notwendige Verpflichtung handelt. Denn bereits jetzt sind einige Hagener Brücken für den Schwerlastverkehr gesperrt und Straßen zu Schlaglochalleen verkommen.

Eilper Brücke ein Engpass

Stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender Werner König. Foto: SPD Hagen
Stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender Werner König. Foto: SPD Hagen

„Es wird die Hagener nicht trösten, wenn sie vor gesperrten Brücken mit dem Hinweis beglückt werden, dass die Verschuldung der Stadt abgebaut wird und die notwendigen Abschreibungen im Haushalt enthalten sind“, hatte Ratsherr Werner König in der Haushaltsrede der SPD-Fraktion ein Szenario prophezeit, das jetzt noch schneller eingetreten ist als erwartet. Auf Hagens Autobahnzubringer staut sich der Verkehr in der dort eingerichteten Brückenbaustelle, die Brücke Eilper Straße wurde zum Engpass und WBH-Fachbereichsleiter Matthias Hegerding blickt in den Medien mit Sorge auf weitere 25 städtische Brücken, deren Stabilität gefährdet sei.

Verfall schnell stoppen

„Wir müssen den Verfall der städtischen Infrastruktur so schnell wie möglich stoppen“, fordert SPD-Fraktionsvorsitzender Claus Rudel ein angemessenes Sofortprogramm ein. „Auf unsere Anfrage hin musste die Verwaltung zu Beginn des Jahres einräumen, dass bei Straßen und Brücken auf Verschleiß gefahren wird und die notwendigen Mittel für die Instandsetzung nicht vorhanden sind.“ Kämmerer Christoph Gerbersmann habe die Augen sowohl vor dieser unhaltbaren Situation als auch vor der notwendigen Investitionsforderung der SPD-Fraktion bei der Haushaltseinbringung verschlossen. Daher habe die Fraktion diesem Haushalt auch nicht zustimmen können.

SPD-Fraktionsvorsitzender Claus Rudel. Foto: SPD Hagen
SPD-Fraktionsvorsitzender Claus Rudel. Foto: SPD Hagen

Für die SPD gelte jetzt umso mehr, was Werner König bereits in der Haushaltsrede angekündigt hat. „Die Bürgerinnen und Bürger sind die Leidtragenden dieser verfehlten Investitionspolitik.“ Die SPD werde sich daher in den kommenden Monaten und Jahren zwar weiterhin konstruktiv an den Beratungen zur Umsetzung des Haushaltssanierungsplans beteiligen, aber sie wird dabei nicht zulassen, dass die Maßnahmen Hagen weiterhin beschädigen. „Die Sicherung der Infrastruktur einschließlich eines funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs muss mit allen Mitteln gewährleistet werden“, fordert Claus Rudel ein schnelles Umdenken von der Verwaltung ein.

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1 KOMMENTAR

  1. Ist schon komisch,
    Wie oft hat man gehört, dass Brücken Sanierungen, warnen und der gleichen nach hinten gestellt wurden? Kann mich noch gut erinnern so etwas in den letzten 20 Jahren einige Male gelesen und gehört zu haben. Wie oft hat gerade die SPD dieses beschlossen?
    Nun gut das Kind ist in den Brunnen gefallen, jetzt müssen wir damit leben.
    Selbst wenn die jetzt was reissen wollen dauert es Jahre bis so eine Brücke erneuert ist.
    Da das beschliessen und planen auch Jahre dauert, werden die Brücken wohl erst fertig werden, WN die kernigen die sich in ihren 30ern befinden in Rente gehen.

    Ein dickes Dankeschön an unsere lieben Politiker der Vergangenheit.

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