Beim Festakt im Museum ehrte die SPD ihre Jubilare und begrüßte die Neu-Mitglieder. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die SPD, ihre Ziele und ihre Ideale sind keineswegs von gestern auch wenn die Wurzeln der ältesten deutschen Partei bis ins Jahr 1863 zurückreichen. „Ein sozialdemokratisches Zeitalter ist notwendig, weil die gesellschaftlichen Verhältnisse geradezu danach rufen“, sagt NRW-Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider. „Nur gute Arbeit ist sozial“, rief er im Museum den über 200 Festgästen bei der Jubiläumsfeier der Lüdenscheider SPD zu. Bildung, Arbeit, Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe, das seien Punkte, mit denen sich die SPD weiter zu beschäftigen habe.

Kein Anlass zur Selbstzufriedenheit

Für die SPD in Lüdenscheid, die am Samstagabend ihr 125-jähriges Bestehen feierte, sei es in der Vergangenheit sicher gut gelaufen. „Das darf aber kein Grund zur Selbstzufriedenheit sein“, sagte der Festredner. Guntram Schneider forderte dazu auf, ständig an der Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu arbeiten. Neue Entwicklungen stellten die Partei vor immer neue Aufgaben. „Wer hat 1959 bei den Beschlüssen des Godesberger Parteitages an die Folgen der Globalisierung gedacht?“

Bekenntnis zur Region

Schneiders Rede stand im Mittelpunkt eines umfangreichen Festprogramms, an dem neben Sozialdemokraten auch Vertreter anderer Parteien aus Lüdenscheid und Gewerkschafter teilnehmen. Meinerzhagens Bürgermeister Erhard Pierlings, ehemals Mitarbeiter der Lüdenscheider Stadtverwaltung, führte als Moderator durch das Programm. Als Interviewer entlockte er seinem Amtskollegen Dieter Dzewas ein Bekenntnis zur Region. Starken Beifall erhielt Dzewas, nachdem er auf Pierlings Wunsch die Schlussminute des DFB-Pokalfinales kommentiert hatte – lange bevor das Ergebnis feststand. Im Laufe des Abends erfuhren die Festgäste dann, dass der tatsächliche Ausgang des Spiels nicht mit dem von Dzewas geschilderten Ausgang (Lewandowski schafft im Elfmeterschießen das entscheide 5:4 für den BVB) zu tun hatte.

Festredner Minister Guntram Schneider: "Nur soziale Arbeit ist gute Arbeit." Foto: Wolfgang Teipel
Festredner Minister Guntram Schneider: „Nur soziale Arbeit ist gute Arbeit.“ Foto: Wolfgang Teipel

Für gute Laune sorgten die Jazzer von „Bäng Bäng“. Thomas Wurth (Trompete und Gesang) und seine Mitstreiter am Banjo und am Sousaphon brachten die Gäste in Stimmung. Spät am Abend folgte ein Auftritt der Mönchengladbacher Kabarett-Truppe „FammFatall“.

Jubilare wurden geehrt

SPD-Stadtverbandsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Gordan Dudas ehrte während der Veranstaltung die SPD-Jubilare und begrüßte die Neu-Mitglieder. Seit 50 Jahren Mitglied ist Bernhard-Josef Klein.
40 Jahre in der Partei sind Lisa Seuster, Franz Heidinger, Elfriede
Schmidt, Joachim Tismer, Manfred Hardy, Dr. Dieter Klein, Gerda
Klusemann, Reiner Schmidt und Joachim Stiens.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden am Samstag ausgezeichnet Ingrid Jodzio, Doris Crummenerl, Frank Pionteck, Beatrix Schildknecht, Wilfried Ulrich, Reiner Fengler, Jutta Vonnahme, Hans Attrot, Marleen Mai und Maria Neumann.

Insgesamt 16 Neumitglieder verzeichnet die SPD in Lüdenscheid, sieben von ihnen konnte Dudas am Samstag im Museum persönlich willkommen heißen: Ursula Stroh, Rolf Stroh, Manuela Klatt, Freddy Barkhofen, Margret Hartmann und Manfred Dohrmann.

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