Das Lønneberga hat nach Anwohnerbeschwerden seinen Betrieb vorübergehend eingestellt. Foto: Sven Parnemann

Lüdenscheid. Gordan Dudas, SPD-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des SPD-Stadtverbands hat eine Menge Fragen. Elf davon betreffen die Bar Lønneberga, das vor einigen Wochen seinen Betrieb vorerst eingestellt hat. Der Grund: Anonyme Beschwerden über Lärmbelästigung. Dudas sorgt sich, dass sich die Szene, die sich in der Oberstadt langsam entwickelt, kaputt gemacht werden könnte. Dudas will die Kneipenkultur in der Oberstadt erhalten. Bar-Betreiber und Anwohner sollten ins Gespräch kommen, meint der Politiker.

Antworten bis zum 1. September

„Inzwischen wird stadtweit und in Internetforen rege über Pro und Contra diskutiert“ heißt es in einem Schreiben des SPD-Politikers an Bürgermeister Dieter Dzewas. Deshalb möchte Gordan Dudas, dass auch im Stadtrat darüber gesprochen wird. Er hat dem Rathaus-Chef einen Fragenkatalog geschickt und bittet bis zur nächsten Ratssitzung am 1. September um Antworten.

Sorgt sich um die Kneipenszene in der Oberstadt: Gordan Dudas, SPD-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Lüdenscheid.
Sorgt sich um die Kneipenszene in der Oberstadt: Gordan Dudas, SPD-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Lüdenscheid.

Dabei geht es insbesondere um die Zahl und Art der Beschwerden/Anzeigen, etwaige Beschränkungen bei Veranstaltungen und andere Details, die aus Dudas‘ Sicht bisher nichtgeklärt sind. Hier die Fragen:

1. Wie viele Beschwerden/Anzeigen liegen der Stadtverwaltung in der Summe, von wie vielen Beschwerdeführern vor?

2. Welcher Art sind die Beschwerden, beziehen sie sich ausschließlich auf das ‚Lønneberga‘ oder auch auf andere Quellen, Einrichtungen oder Lokale? Über welchen Zeitraum sind die Beschwerden/Anzeigen eingegangen?

3. Sind der Verwaltung die Beschwerdeführer bekannt?

4. Wann und in welcher Form wurde seitens der Stadtverwaltung auf die Beschwerden reagiert? Wurden in diesem Zusammenhang seitens der Ordnungsbehörde Messungen vor Ort durchgeführt, mit welchem Ergebnis?

5. Welche Kontakte wurden in Bezug auf die Beschwerden mit den Betreibern des ‚Lønneberga‘ gepflegt?

6. Trifft die Aussage in den LN bezüglich der zukünftigen Beschränkung auf zwölf Veranstaltungen per annum zu – welche Kriterien liegen dieser Auflager zugrunde?

7. Sieht die Stadtverwaltung, Alternativen zu diesen Auflagen?

8. Sind ihr die Lösungsansätze wie im Fall: Ordnungsamt-Dortmund / Hafenschänke „subrosa“ bekannt?

9. Sieht die Stadtverwaltung auf der Grundlage des Dortmunder Lösungsansatzes auch für das ‚Lønneberga‘ eine alternative Möglichkeit?

10. Mit welcher Konzession wird das ‚Lønneberga‘ derzeit betrieben?

11. Wie steht die Stadt zu einer lebendigen Kneipenkultur und einer sich entwickelnden Gastronomie-Szene, wie sie derzeit insbesondere in der Oberstadt zu beobachten ist?

Anmerkung: Die Dortmunder Hafenschänke „subrosa“, die Gordan Dudas erwähnt, war nach Anwohnerbeschwerden vom Ordnungsamt der Stadt Dortmund ermahnt worden. Daraufhin gab es heftige Proteste mit dem Ergebnis, dass sich beschwerdeführende Anwohner und die Betreiber der Szene-Kneipe in getrennten Gesprächen einigten und der Betrieb weitergeführt werden konnte.

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