Das Opfer: Der damals 28-jährige Resat Özdemir war im Jahr 2012 vermisst gemeldet worden. (Foto: Polizei)

Hagen. Die Mordkommission Hagen ermittelt in einem Mordfall, der insbesondere den Bereich Hattingen, Ennepe-Ruhr-Kreis und möglicherweise Gelsenkirchen in den Blickpunkt rückt. In einer Presseerklärung wenden sich die Polizei an mögliche Zeugen mit der Bitte, sich zu melden. Das Geschehen, soweit es die Polizei darstellt:

Opfer seit vier Jahren vermisst

„Am 08.10.2016 fanden Spaziergänger in Hattingen-Blankenstein / Ennepe-Ruhr-Kreis, im Bereich des Naturschutzgebietes Katzenstein einen menschlichen Schädel und verständigten die Polizei. Bei weiteren Suchmaßnahme in dem teils schwer zugänglichen Gebiet wurden weitere Knochen sowie ein stark verwittertes Mäppchen mit persönlichen Dokumenten eines aus Velbert stammenden Resat Özdemir gefunden. Erste Ermittlungen zeigten, dass Resat Özdemir im Jahr 2012 vermisst gemeldet worden war. Seitdem fehlte von ihm jede Spur. Der damals 28-jährige Familienvater hatte seine Wohnung auf Gründonnerstag dem 05.04.2012 um 19:00 Uhr verlassen, um sich mit einem Bekannten zu treffen. Er hatte erzählt, dass er sich ein Elektrogeschäft im Ruhrgebiet anschauen wollte und von dem Bekannten abgeholt werde.

Ermittlungen ohne Erfolg

Zu diesem Zeitpunkt war er mit einer schwarzen Sommerjacke, kurzärmeligem T-Shirt mit hellen und schwarzen Streifen sowie einer grau-blauen Jeans bekleidet. Er wurde als 1,65m groß und stämmig mit kurzen, dunklen Haaren beschrieben.

Seine Ehefrau erstattete am 06.04.2012 eine Vermisstenanzeige. Aufgrund von Hinweisen aus dem Umfeld des Vermissten waren Polizei und Staatsanwaltschaft bereits 2012 dem Verdacht nachgegangen, dass er Opfer einer Straftat geworden war. Umfangreiche Ermittlungen führten jedoch weder zur Auffindung des Vermissten, noch zur genauen Klärung der Hintergründe seines Verschwindens. Über das mysteriöse Verschwinden war bereits 2012 in den Medien berichtet worden.

Hinzuverdienst mit Geldgeschäften

Die Ermittlungen zeigten, dass sich der in Heiligenhaus beschäftigte Metallschleifer und Vater von zwei Kindern mit privaten Darlehensgeschäften Geld dazu verdient hatte. Ob er seine Absicht, am Abend des 05.04.2012 nach Gelsenkirchen zu fahren, in die Tat umgesetzt hatte, blieb unklar. Jedenfalls hatte sich sein Telefon zuletzt im Raum Bochum eingeloggt.

Bei noch umfangreicheren Suchmaßnahmen mit Kräften der Bereitschaftspolizei und dem Einsatz von Leichenspürhunden konnte nun in der Nähe des aufgefunden Schädels ein Erdgrab ausfindig gemacht werden. Darin wurden große Teile des fehlenden Skeletts unter der Leitung der Rechtsmedizin Essen aufgefunden und sichergestellt. Offenbar war er direkt nach seinem Verschwinden getötet und in Hattingen vergraben worden.

Verdächtige Beobachtungen melden

Die Ermittler suchen Zeugen, die etwas zu dem Verschwinden des Resat Özdemir am 05.04.2012 in Velbert im Bereich Uhlandstraße/Wordenbecker Weg sagen können. Möglicherweise hat jemand gesehen, wie er dort in ein Fahrzeug gestiegen war. Es ist auch denkbar, dass es Zeugen gab, die im Naturschutzgebiet in Hattingen verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Die Mordkommission in Hagen bittet Zeugen, sich unter Tel. 02331/986-2066 oder per Email an hinweise.hagen@polizei.nrw.de zu melden oder Verbindung mit jeder anderen Polizeidienststelle aufzunehmen.

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