Kierspe. Mit einer großen Feier auf dem Tulpenplatz hatten die Kiersper Rotkreuzler im vergangenen Jahr das zehnjährige Bestehen der Helfer vor Ort gefeiert. Und dabei auch das erste neue Einsatzfahrzeug der ehrenamtlichen Retter in Dienst gestellt. Aber auch der zweite Wagen war in die Jahre gekommen, so dass auch hierfür Ersatz her musste: In diesem Sommer war es so weit.

Verlässliche Unterstützung gab es auch dieses Mal wieder von der Sparkassen-Stiftung. Mit 1000 Euro unterstützen sie die Anschaffung des zweiten, baugleichen VW Tiguan. „Manch einer wundert sich vielleicht, warum wir so ein großes Fahrzeug gewählt haben“, erklärte DRK-Schatzmeister Volker Vollmann. Tatsächlich sei der Tiguan der kleinstmögliche Einsatz-PKW aus dem Produktprogramm gewesen. „Anders als vor zehn Jahren können heute nicht mehr einfach Kleinwagen zu Einsatzfahrzeugen umgebaut werden“, so Vollmann. Auf diesem Weg hatte man damals zwei Skoda Fabia mit Blaulicht und Zusatzausrüstung versehen. Vielmehr bliebe heute nur der Weg, ab Werk ein fertig ausgerüstetes Einsatzfahrzeug zu kaufen.

„Nach wie vor wissen wir um die große Bedeutung der Helfer vor Ort für das Gesundheitswesen in Kierspe“, versicherte Dominik Rode von der Sparkassen-Stiftung. Daher habe man auch in diesem Jahr das DRK unterstützen wollen.

„Wir sind ausschließlich ehrenamtlich in unserer Freizeit aktiv“, erzählte Rettungsassistentin Carmen Bendt, die während des Termins mit der Stiftung gerade Bereitschaft mit einem der Fahrzeuge hatte. Von 18 Uhr bis 6 Uhr am nächsten Morgen war sie einsatzbereit, um bei einem lebensbedrohlichen Notfall Erste Hilfe zu leisten. Parallel zu ihr hatte auch ein zweiter DRK-Helfer Bereitschaft, der den zweiten, baugleichen Tiguan fuhr. „Egal, wo wir gerade sind – ob zuhause, beim Einkaufen oder bei Freunden – wenn bei den beiden Diensthabenden der Melder piept, geht es ab ins Auto und zur Einsatzstelle“, erklärt Bendt den Ablauf ihrer ehrenamtlichen Schicht. Am nächsten Tag hat dann ein anderer Helfer Bereitschaft, zu diesem bringt sie dann das Fahrzeug und übergibt ihm die Notfallausrüstung sowie den Melder.

„Wir sehen uns als Ergänzung des Rettungsdienstes“, schildert Schatzmeister Vollmann das Konzept. So wollen die Helfer vor Ort lediglich die Zeit verkürzen zwischen dem Notfall und der ersten Hilfeleistung. Da die DRKler in Kierspe wohnen, sind sie in der Regel ein paar Minuten schneller an der Einsatzstelle. Sobald der Rettungswagen aus Meinerzhagen eingetroffen ist, wird eine kurze Übergabe an die hauptamtlichen Kollegen gemacht. „Oft helfen wir aber noch aus oder assistieren weiter“, ergänzt Bendt. Der Kontakt zu den Kollegen der Rettungswache sei sehr gut, man arbeite Hand in Hand.

Die Helfer vor Ort werden dabei vollständig aus Spenden finanziert. Weder für Krankenkassen, noch für den Märkischen Kreis entstehen Kosten durch den ehrenamtlichen Einsatz. „Ohne Zuwendungen wie die der Sparkassen-Stiftung wäre unsere Arbeit nicht möglich“, erklärt Vollmann. Um die weitere Arbeit der Helfer sicherzustellen, bittet das DRK Kierspe dabei in diesem Zusammenhang um weitere Spenden. „Zuwendungen an das DRK Kierspe bleiben in vollem Umfang hier bei uns und werden gerne zweckgebunden für unsere Helfer vor Ort eingesetzt“, versichert Vollmann. Alle Details zur Spende haben die Kiersper unter „www.drk-kierspe.de/spenden-sie“ zusammengefasst.

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