Lüdenscheid/Schalksmühle. Die Sparkasse Lüdenscheid passt ihr Filialnetz an veränderte Marktbedingungen an. Betroffen davon ist die Lüdenscheider Zweigstelle an der Christuskirche. Dazu kommen die beiden Niederlassungen Mollsiepen und Dahlerbrück in Schalksmühle. Die drei Geschäftsstellen werden in Automaten-Filialen umgewandelt. Markus Hacke, Vorstandssprecher der Sparkasse Lüdenscheid, teilte am Montag, 15. Juni, mit, dass dieser Prozess zwischen September und Dezember 2015 abgeschlossen sein soll. Das hat der Verwaltungsrat der Sparkasse am Donnerstag beschlossen. Am Freitag wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der betroffenen Zweigstellen informiert.

Kunden bereits informiert

Zeitgleich hat die Sparkasse ein Informationsschreiben an ihre Kunden in den drei Geschäftsgebieten verschickt. Langfristig sucht die Sparkasse in Schalksmühle auch neue Standorte für ihre Automaten in Schalksmühle. „Wir wollen die Immobilien verkaufen“, sagten Sparkassendirektor Markus Hacke und sein Kollege Thorsten Haering im Gespräch mit UnserLünsche. Sie hoffen, dass die Sparkasse am geplanten neuen Edeka-Markt an der Volmestraße zum Zuge kommt. Der Ersatz für den Standort Mollsiepen müsse noch gefunden werden.

Neue Arbeitsplätze für Mitarbeiter

Die Mitarbeiter aus den drei Zweigstellen werden künftig im Haupthaus am Sauerfeld beziehungsweise in der Schalksmühler Filiale an der Hälverstraße arbeiten. Die derzeitige Schließfachanlage in Mollsiepen wird an den Standort Hälverstraße verlegt.

Diese Anpassungen seien das Ergebnis der Arbeit einer Projektgruppe, die sich seit längerem mit veränderten Kundenverhalten beschäftigt habe, erläuterte Markus Hacke. „Mittelfristig sieht die Sparkasse aber keinen weiteren Handlungsbedarf“, sagte er. Mit den insgesamt 26 Standorten im geschäftsgebiet Lüdenscheid, Halver und Schalksmühle (16 Geschäftsstellen, sechs SB-Centern und vier Geldautomaten) biete die Sparkasse Lüdenscheid mehr Anlaufstellen als anderen Finanzdienstleister vor Ort.

Immer mehr Kunden nutzen Online-Banking

Sparkasse Lüdenscheid
Keine der drei betroffenen Geschäftsstellen in Lüdenscheid und Schalksmühle weiter als zwei Kilometer vom nächsten Standort entfernt. Grafik: Sparkasse Lüdenscheid

Im Spannungsfeld zwischen Wettbewerb, Rückgang der Bevölkerung, zunehmender Regulierung und dem enorm wachsenden Bereich Online-Banking müsse die Sparkasse handeln. Schon heute werde die Internetfiliale stärker genutzt als jede andere Geschäftsstelle. 2014 seinen via Internet rund eine Million Überweisungen abgegeben worden, heißt es in einer Mitteilung der Sparkasse. Zudem hätten die Sparkasse 2014 über 7000 Kundenaufträge wie Kontoanlagen, Terminanfragen oder Adressenänderungen online erreicht. Rund 7000 Kunden nutzten fast täglich die Sparkassen-Apps.

Dazu einige Zahlen: 2014 zählte die Sparkasse 21.000 Online-Nutzer. 2004 waren es 8000. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Aufrufe mobile Seiten von null auf 84.000 gestiegen. 2004 gingen 25.000 Überweisungen online ein. 2014 waren es 100.000. Im vergangenen Jahr haben Kunden rund 250.000 Mal ihren Kontostand online abgefragt. 2004 waren es 60.000.

50 Prozent der Kunden einmal pro Monat in der Filiale

„Die Nutzung der Geschäftsstellen vor Ort sinkt immer weiter“, sagt Markus Hacke. Und Thorsten Haering ergänzt: „Rund 50 Prozent unserer 60.000 Kunden besuchen ihre Geschäftsstelle einmal pro Monat.“

Mit der Anpassung trage die Sparkasse auch veränderten Einkaufsgewohnheiten Rechnung. Anbieter des täglichen Bedarfs konzentrierten sich immer mehr in Einkaufszentren. Der Einzelhandel außerhalb der Zentren verschwindet nach und nach. Zum Teil sei die Sparkasse mit ihren Geschäftsstellen inzwischen der einzige Anbieter in ehemals belebten Vororten. Dazu komme, dass die Sparkassen-Standorte oftmals sehr nah beieinander liegen. So sei keine der drei betroffenen Geschäftsstellen in Lüdenscheid und Schalksmühle weiter als zwei Kilometer vom nächsten Standort entfernt.

 

 

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