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Die Hauptstelle der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis in Plettenberg Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg/Märkischer Kreis. Die anhaltende Niedrigzinsphase sowie stetig steigende regulatorische Anforderungen stellen gerade die regional ausgerichteten, einlagenstarken Kreditinstitute wie die Sparkassen vor besondere Herausforderungen. Insofern ist der Erfolgskurs der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis höchst erfreulich. Das ist der Tenor der Bilanz-Pressemitteilung der Vereinigten Sparkasse im MK, die wir hier veröffentlichen.



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„Die weltweit erheblichen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten festigen die Kundenbindung zu unserer Sparkasse mit ihrem konservativen und damit risikoarmen Geschäftsmodell. Wir sehen uns darin bestärkt, unsere Arbeit entsprechend fortzuführen“, hob Vorstandsvorsitzender Kai Hagen hervor.

Die Europäische Zentralbank hat ihre Niedrigzins- bzw. ihre in 2015 begonnene Minuszinspolitik im Laufe des Jahres ausgeweitet und eine Beibehaltung der monatlichen Anleihekäufe bis mindestens Ende März 2017 angekündigt. Die Marktbedingungen für die Kunden und für alle Kreditinstitute sind weiterhin sehr schwierig.

„Diese Rahmenbedingungen erfordern eine intensive Marktbearbeitung. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2015 zeigen, dass wir gefragt und willkommen sind, wenn wir unsere Dienste anbieten. Wir haben im Kreditgeschäft wiederum sehr gute Zuwächse erreicht“, erläuterte Hagen.

Insgesamt wuchs das Kreditgeschäft im Bestand um 7,1 Prozent und das Neugeschäft sogar um 9 Prozent auf 240 Mio. Euro. „Mit der Ausweitung des Gesamtkreditvolumens auf TEUR 1.248 sind wir weiterhin ein Wachstumsmotor für unsere Region“, hob Hagen hervor.

Sparkassenkunden möchten Sicherheit

Die Sparkasse konnte trotz des extrem niedrigen Zinsniveaus den Einlagenbestand ausbauen. Die Kundeneinlagen stiegen um ca. 4 Prozent auf TEUR 1.043. Dies ist ein Zeichen dafür, dass bei den Kunden die Sicherheit ihrer Einlagen und damit das Vertrauen zu ihrer Sparkasse hoch im Kurs stehen.

„Wir freuen uns sehr über das damit ausgesprochene Vertrauen. Gerade in der Niedrigzinsphase ist es wichtig, individuell passende Lösungen mit unseren Kunden zu erarbeiten“, erklärte Mike Kernig.

Um der Realzinsfalle zu entkommen, investierten die Kunden in immobile Sachwerte, dividenden-starke Aktientitel und Fondsanlagen, die das Risiko breit streuen. So haben Depotinhaber die Wertpapierkäufe um 13,2 Prozent gesteigert. Der Bestand der Kundendepots erhöhte sich außerdem um 8,5 Prozent.

Im Provisionsgeschäft konnte die Sparkasse das im Vorjahr erreichte sehr hohe Niveau von 10 Mio. Euro bestätigen.

Mit dem Ergebnis nach Steuern von 9.369 Mio. Euro ist die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen sehr zufrieden.

Die Bilanzsumme steigt um 6% auf 1,65 Mrd. Euro. „Die Steigerung der Bilanzsumme ist nicht unser Hauptaugenmerk. Wichtig ist eine gesunde Bestands- und Ertragsentwicklung“, sagt Mike Kernig. Dabei gehe es nicht um Gewinnmaximierung, sondern vielmehr darum, die für die wachsende Regulatorik zunehmenden Eigenkapitalanforderungen komfortabel und dauerhaft zu erfüllen.

So erreicht die Sparkasse nicht nur ein sehr gutes Jahresergebnis vor und nach Steuern. Sie ist auch in der Lage, durch Bildung von weiteren Vorsorgereserven ihre Substanz nochmals deutlich zu stärken.

„Stärke ist ein wichtiges Stichwort“, erklärt Kai Hagen. „Nur dadurch sind wir in der Lage, die vor uns liegenden betriebswirtschaftlichen Herausforderungen aufgrund der Niedrigzinsphase aus eigener Kraft zu bewältigen. Das heißt wie bisher: Keine Fusionsgespräche und noch nicht einmal -gedanken!“

Die Vereinigte Sparkasse wird die Eigenkapitalbasis nochmals deutlich ausbauen. Die Aufstockung wird in der Größenordnung des Vorjahres bei rund 6,6 Mio. Euro liegen. Damit bleibt die hohe Leistungsfähigkeit der Sparkasse erhalten.

Der Bilanzgewinn wird mit 4,138 Mio. Euro ausgewiesen.

Ausschüttungen an Kommunen und Sponsoring gehören zum öffentlichen Auftrag

Neben den hohen Gewerbesteuerzahlungen wird die Sparkasse in diesem Jahr, vorbehaltlich der Zustimmung der Zweckverbandsversammlung, Ausschüttungen in Höhe von 1,655 Mio. Euro an ihre Kommunen vornehmen.

Im Rahmen ihres öffentlichen Auftrags engagiert sich die Sparkasse auf vielfältige Weise für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung ihrer Region.

„Wir wollen wirtschaftlichen Aufschwung, Bürgerengagement und soziale Verantwortung bestmöglich fördern. Dazu sind wir auch 2015 wieder in vielen Bereichen aktiv gewesen“, so Kai Hagen.

Das Institut bekennt sich zu seiner Heimatregion und seinen kommunalen Trägern. Durch direkte Zuwendungen in Form von Spenden und Sponsoring profitierten davon in 2015 die örtlichen Vereine mit einem Betrag in Höhe von 440.000 Euro.

„Unser Dank für das hervorragende Jahresergebnis gilt natürlich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir haben sehr gut ausgebildete und hoch motivierte Berater, die in der Lage sind, mithilfe der ganzheitlichen Beratung die individuellen und vielfältigen Finanzthemen herauszuarbeiten. Ehrlich erarbeitetes Vertrauen und somit eine sehr enge Kundenbindung. Und in der Marktfolge sind Begleiter der Berater, die diese konstruktiv und mit großem Know-how unterstützen. Die Kunden honorieren das und erkennen uns als ihren Partner in Altena, Balve, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade, Plettenberg und Werdohl“, betonten beide Vorstandsmitglieder.

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