SOS-Kinderdorfleiterin Gabriele Polle begrüßte die zahlreichen Gäste im Festzelt. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Alle Kinder dieser Welt müssen ein Zuhause haben. So lautet das Leitbild der SOS Kinderdörfer. Ihr „Vater“ Hermann Gmeiner gründete mit gerade 600 Schilling in der Tasche 1949 den Verein SOS-Kinderdorf, die Keimzelle einer weltumspannenden Organisation. Am Samstag prangte ein riesiges Porträt des Gründers im Festzelt auf dem Gelände des Lüdenscheider SOS-Kinderdorfes Sauerland. Der Visionär hätte bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Dorfes an der Claudiusstraße seine Freude gehabt. Hier ist etwas Großes entstanden. Das wurde mit einem bunten Programm am Tag der offenen Tür gefeiert.

Prof. Hanjo Sauer: „Ein besonderer Ort“

Professor Hanjo Sauer, Vorsitzender des verwaltungsrates des SOS-Kinderdorf e.V.: "Hier ist etwas Großes entstanden." Foto: Wolfgang Teipel
Professor Hanjo Sauer, Vorsitzender des verwaltungsrates des SOS-Kinderdorf e.V.: „Hier ist etwas Großes entstanden.“ Foto: Wolfgang Teipel

„Ein besonderer Ort“, sagte Prof. Hanjo Sauer, Vorsitzender des Verwaltungsrates der SOS-Kinderdörfer in seiner Festansprache. Er erinnerte an die Grundsteinlegung im November 1962, an den Einzug der ersten beiden SOS-Kinderdorffamilien 1966, an das betreute Wohnen, das 2006 aufgenommen wurde und an weitere Meilensteine in der Geschichte des SOS-Kinderdorfes. „All das ist mit viel Fachkompetenz, Loyalität und Herz vorgetrieben worden“, sagte Hanjo Sauer.  Der Märkische Kreis und auch die Stadt Lüdenscheid schätzen das SOS-Kinderdorf, seine Leiterin Gabriele Polle und alle anderen Mitarbeiter als freien Träger in der Jugendhilfe.

Entspanntes und verlässliches Miteinander

„Unsere Zusammenarbeit ist geprägt durch ein entspanntes und verlässliches Miteinander“, sagte Ulrich Duffe, stellvertretender Landrat des Märkischen Kreises. Diese Zusammenarbeit bewähre sich insbesondere in einer Zeit, in der sich deutschlandweit Jugendämter im „Krisenmodus“ befänden, betonte Lüdenscheids Jugendamtsleiter Matthias Reuver. Insbesondere bei der Unterbringung von alleinreisenden minderjährigen Flüchtlingen habe sich eine „tolle Zusammenarbeit“ entwickelt.

Rotary-Geld für Projekt „Inspire“

Ein Teil der zahlreichen Gäste im Festzelt. Foto: Wolfgang Teipel
Ein Teil der zahlreichen Gäste im Festzelt. Foto: Wolfgang Teipel

Für die zahlreichen Gruppierungen, die das SOS-Kinderdorf finanziell unterstützen sprach Mark-Oliver Schreiter, amtierende Präsident des Rotary Clubs Lüdenscheid.

Er überreichte eine Spende über 5000 Euro. Das Geld soll in die Arbeit mit minderjährigen Flüchtlingen und in das Sprachreisen-Projekt „Inspire“ fließen.

persona service spendet 50.000 Euro

Wenig später versagte Gabriele Polle fast die Stimme, als eine Vertreterin des Lüdenscheider Personaldienstleiters persona service eine Spende über 50.000 Euro ankündigte. Persona service ist seit neun jahren Kooperationspartner des Kinderdorfes. Beispielsweise besuchen die Auszubildenden des persona service Kompetenz-Centers Lüdenscheid im Rahmen einer Projektwoche regelmäßig in den Herbstferien das SOS-Kinderdorf.

Ziel des Projektes ist die Förderung der Sozialkompetenz und Flexibilität bei den Auszubildenden. Dabei sollen sie sich in anderen Arbeitsfeldern erproben und den eigenen persönlichen Erfahrungsschatz erweitern. Aber auch die SOS- Kinder profitieren sehr von dem Angebot und haben Spaß an dem gemeinsamen Austausch mit den Azubis.

Festwoche mit vielen Veranstaltungen

Mit dem großen Fest an der Claudiusstraße endete am Samstag die Jubiläumswoche vom 13. bis 18. Juni. Den Auftakt hatte am Montag das Sommerfest in der Primusschule gemacht. Am 14. Juni öffnete die SOS-Kindervilla ihre Pforten für Besucher und lud zum Spielen ein. Am Mittwoch stellte sich das SOS-Kinderdorf Sauerland in der Lüdenscheider Innenstadt vor. Am Donnerstag fand ein Fachtag zum Thema „Vielfalt“ im Kinderdorf statt. Dabei ging es um Inklusion und Integration bearbeitet.

SOS Kinderdorf
Buntes Bühnenprogramm mit einer Zeitreise durch fünf Jahrzehnte Musik. Foto: Wolfgang Teipel

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