Soroptimistinnen
Die Hand drauf: Mit einer Spende von 4500 Euro fördern die Lüdenscheider Soroptimistinnen die Atefa-Mädchenschule in Afghanistan. Rechts Soroptimistinnen-Präsidenten Annette Kremp mit Rolf und Dr. Arnhild Scholten und Parwin Nabiyar vom Lüdenscheider Verein Eschan. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die Lüdenscheider Soroptimistinnen haben 4500 Euro für die Atefa-Mädchenschule im afghanischen Estalef gespendet. Für den Verein Eschan Lüdenscheid nahmen Dr. Arnhild und Rolf Scholten sowie Parwin Nabiyar, Gattin des Eschan-Vorsitzenden Dr. Anwar Nabiyar die Spende entgegen.

Es ist nicht die erste nennenswerte Spende, die die Lüdenscheider Soroptimistinnen für die Arbeit der Atefa-Mädchenschule zur Verfügung gestellt hat. „Selbstbestimmt leben durch Bildung“ – das haben sich die Frauen des weltweiten Soroptimistinnen-Netzwerkes auf die Fahnen geschrieben. „Ohne ihre Spenden wären wir in Estalef längst nicht so weit“, bedankte sich Rolf Scholten, Schatzmeister des Vereins Eschan, für den Einsatz der Lüdenscheider Frauen.

Ausbildung von Krankenschwestern

Das Geld werde für die Ausbildung von Krankenschwestern verwendet, erläuterte Scholten der Soroptimistinnen-Delegation um Präsidentin Annette Kremp. „Das ist ein weiterer Riesen-Schritt, den die Mädchen in Estalef damit machen können“, sagte er. Das Geld stammt aus dem Eintrittsgeld von drei Kino-Matineen, die der Club im vergangenen Jahr veranstaltet hat. Dazu kamen Spenden.

Die Schule in dem vom Bürgerkrieg gepeinigten Land gibt es jetzt seit 2003. Statt der ursprünglich geplanten140 Schülerinnen besuchen jetzt fast 600 Mädchen die Einrichtung, die eine Grund- und Mittelschule sowie ein Gymnasium umfasst.

Unterstützung durch Patenschaften

Die Mädchen der oberen Klassen (ab dem 5. Jahrgang) werden durch Patenschaften unterstützt. In dem im Bürgerkrieg vollständig zerstörten Ort ist die Arbeitslosigkeit noch extrem hoch, so dass ältere Mädchen normalerweise mitarbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen, oder früh verheiratet werden.

Vom Bildungsministerium ausgezeichnet

Dr. Arnhild und Rolf Scholten sind stolz auf die Leistungen der Schule und die der Mädchen. Die Einrichtung ist kürzlich durch das afghanische Bildungsministerium ausgezeichnet worden. Absolventinnen zählen an der Uni zu den besten ihres Jahrgangs. Bis heute haben 119 junge Frauen an der Atefa-Schule das Abitur erworben. Viele arbeiten als Krankenschwestern. Andere haben sich für eine medizinische oder juristische Laufbahn entschieden. Andere wollen Lehrerin werden. Die Ausbildung wird durch Stipendien gesichert, die über Patenschaften finanziert werden.  Zu den vielen Förderern zählt neben dem Verein Eschan unter anderem auch das Bergstadt-Gymnasium Lüdenscheid.

Info Soroptimistinnen:

  • sie sind die weltweit größte Service-Organisation berufstätiger Frauen.
  • ist eine lebendige, dynamische Organisation von Frauen, die Fragen der Zeit aufgreifen.

SI engagiert sich durch das weltweite Netzwerk aller Mitglieder und durch internationale Partnerschaften für:

  • Menschenrechte für alle
  • Weltweiten Frieden und internationale Verständigung
  • Verantwortliches Handeln
  • Ehrenamtliche Arbeit, Vielfalt und Freundschaft

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