Symbolbild

Hagen. Eine blaue Umweltzone in Hagen? Mit Fahrverboten für Fahrzeuge, die die Voraussetzungen für eine blaue Plakette nicht erfüllen? Das wird bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) und im Einzelhandelsverband Südwestfalen kritisch gesehen. „Die Hagener City und ihr Einzelhandel müssen erreichbar bleiben. Wir brauchen jetzt zukunftssichere Verkehrskonzepte statt weiterer Einfahrtsbeschränkungen in die City,“ so Burkhard Blesel, Vorsitzender des SIHK-Handelsausschusses, und Klaus Willmers, Geschäftsführer des Handelsverbandes Südwestfalen, in einer Pressemitteilung vom heutigen Mittwoch (29.11.2017).

„Schwächung des innerstädtischen Einzelhandels“

In der Mitteilung heißt es weiter: Pauschale Zugangsbeschränkungen verteuerten den Verkehr für Wirtschaft und Bevölkerung und führten zu Verlagerungseffekten mit den entsprechend negativen Folgen für Umwelt und Verkehrsfluss. Die Folge: Eine Schwächung des innerstädtischen Einzelhandels und die indirekte Förderung von Einzelhandelsangeboten „auf der grünen Wiese“.

„Konzept wichtig: Umwelt, Verkehr und Gesundheit unter einen Hut bringen“

Burkhard Blesel zur Dimension der Aufgabe für die Hagener Politik: „Hier zeigt sich erneut, wie wichtig ein integriertes Stadtentwicklungskonzept für Hagen ist. Wir müssen nun Umwelt- und Verkehrspolitik sowie den Schutz der Gesundheit ebenso unter einen Hut bringen, wie das Ziel einer erreichbaren Innenstadt.“

Handelsverbandschef Willmers fordert: „Gerade vor dem Hintergrund der Konkurrenzsituation Hagens mit dem Umland, aber auch des stationären Handels mit den Angeboten aus dem Internet brauche der Hagener Innenstadthandel kluge Lösungen, die eine von den Kunden akzeptierte Zugänglichkeit der Innenstadt sicherstellen.“ Dazu zählten kostengünstige Parkmöglichkeiten in Verbindung mit einem entsprechenden Shuttle-Service in die Innenstadt, ein attraktiver ÖPNV mit verlässlichen Verbindungen auch in den Abendstunden, verlängerte Lieferzeiten in der City, um Verkehre zu entzerren und eben auch städtebauliche Maßnahmen.

„Absage an Verschärfung der Umweltzone“

Zudem würden die Szenarien zum gezielten Abriss an der Finanzamtsschlucht bereits seit mehr als einem Jahrzehnt diskutiert. „Diese nun als verspätet und rückwärtsgewandt zu bezeichnen, ist nicht zielführend und verhindert einen unvoreingenommenen Blick nach vorne“, so Blesel. „Eine blaue Umweltplakette würde viele Bürgerinnen und Bürger vom Stadtleben ausschließen und eine lebendige Innenstadt in Hagen gefährden. Damit werden sämtliche Bestrebungen, den Standort Innenstadt zu stärken, konterkariert“, erteilt Klaus Willmers in der SIHK-Pressemitteilung einer weiteren Verschärfung der Umweltzone eine Absage.

Links zum Thema

Pressemitteilung SIHK

Online-Berichterstattung der Westfalenpost zum Thema blaue Umweltzone in Hagen

Online-Berichterstattung Süddeutsche Zeitung vor dem Dieselgipfel in Berlin

Spiegel Online: Erläuterndes zum Dieselgipfel

Heise Online: Bericht über Umweltzonenthematik in anderen EU-Ländern und der Schweiz

Online-Berichterstattung Frankfurter Rundschau nach dem Dieselgipfel in Berlin

Online Berichterstattung Auto Bild zum Thema blaue Umweltplakette

 

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