Netzentgelte
Die Stadtwerke Lüdenscheid erhöhen zum 1. Februar 2018 den Strompreis.

Märkischer Kreis/Hagen. Die Vollversammlung, das höchste Beschlussorgan der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), hat am Montatg, 15. Dezember, noch einmal an die Politik in Berlin und Düsseldorf appelliert, gravierende Standortnachteile durch zusätzliche Stromnetzengelte in Höhe von 500 Millionen Euro in den nächsten acht Jahren abzuwenden.

Politisch verursachte Wettbewerbsnachteile

Es dürfe nicht zu politisch verursachten Wettbewerbsnachteilen im Vergleich zu in- und ausländischen Konkurrenten und Standorten kommen. „Die drastische Erhöhung der Netzentgelte in Hagen und dem Märkischen Kreis gefährdet gravierend den Industriestandort Südwestfalen. Der Abbau von Arbeitsplätzen und die Verlagerung von Investitionen, die zur Sicherung des heimischen Standortes dringend notwendig sind, werden die Folge sein“, betonte SIHK-Präsident Harald Rutenbeck.

Netzentgelte
SIHK-Präsident Harald Rutenbeck befürchtet die Verlagerung von Investitionen.

In der aktuellen Situation ist eine gleichmäßige überregionale Kostenverteilung der Netzentgelte das Ziel der heimischen Wirtschaft, denn schließlich ist für die unzureichend ausgebaute Koppelstation zum überregionalen Stromnetz Amprion verantwortlich. „Der auf Seiten von Enervie notwendige Ausbau ist bereits erfolgt. Dies hat ein Mitarbeiter der Bundesnetzagentur am 1. Dezember noch einmal bestätigt“, stellte Vollversammlungsmitglied Ivo Grünhagen, Sprecher des Vorstandes der Enervie-Gruppe, noch einmal klar.

Resolution zum Thema steigende Netzentgelte

Vor diesem Hintergrund hat die SIHK-Vollversammlung einstimmig eine Resolution verabschiedet und appelliert an die Bundestags-und Landtagsabgeordneten, sich weiterhin für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung des Märkischen Südwestfalen einzusetzen. Steigende Netzentgelte im kommenden Jahr um einhundert Prozent, die sich vor allem bei energieintensiven Unternehmen wie Kaltwalzer, Schmieden, Oberflächenveredeler, Drahtzieher, Federnwerke und Papierhersteller auswirken, betragen zwischen mehreren hunderttausend Euro, in der Spitze bis zu fünf Millionen Euro jährlich.

„Der Industriestandort Südwestfalen mit zahlreichen energieintensiven Betrieben ist auf eine schnelle Beilegung des Konflikts um die gravierend steigenden Netzentgelte angewiesen. Nur so bleiben wir der Industriestandort Nummer eins in Nordrhein-Westfalen“, so SIHK-Präsident Harald Rutenbeck.

 

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