Hagen. Die südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) bietet Verwaltung und Politik der Kommune einen Dialog mit der heimischen Wirtschaft an, um sich „an der Erarbeitung und Diskussion eines Zukunftskonzepts für eine moderne Stadt Hagen zu beteiligen. Es gilt hier, keine Zeit zu verlieren“, so der stellvertretende SIHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Lux. In einer Pressemitteilung vom 10. November heißt es:

‚Um im Dialog mit der Politik die Standortentwicklung Hagens zu verbessern und die Zukunft aktiv mitzugestalten, hat die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) Handlungsschwerpunkte formuliert und in einem Positionspapier zusammengefasst. Damit hat der Regionalausschuss die von der SIHK-Vollversammlung verabschiedeten „10 Forderungen an die Kommunalpolitik“ für die Stadt Hagen konkretisiert. „Wir möchten damit eine Diskussion über Strategie und Ziele für den Erneuerungsbedarf der Stadt anstoßen. In einem Dialog, an dem die Wirtschaft sich gerne beteiligt, muss ein Zukunftsprogramm für die Stadt Hagen entwickelt werden“, betont der stellvertretende SIHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Lux, zugleich Regionalverantwortlicher für die Stadt Hagen. Das Papier wurde an den Oberbürgermeister und die Fraktionen im Hagener Rat übersandt.

Aus Sicht der SIHK hat Hagen das Potenzial und eine hervorragende Ausgangsposition, um an die wirtschaftlichen Erfolge des 19. und 20. Jahrhunderts anzuknüpfen und sich als moderne und erfolgreiche Stadt im 21. Jahrhundert zu positionieren. Es gilt, die wirtschaftliche Dynamik der Städte in der Nachbarschaft zu nutzen, und Hagen wieder zum Zentrum zwischen dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Märkischen Kreis zu entwickeln. Heute gleicht die von mittelständischen Familienunternehmen geprägte Wirtschaftsstruktur Hagens derjenigen im märkischen Südwestfalen.

Gute Ausgangsposition – viel Potenzial

Vor allem mit seiner außergewöhnlich guten Verkehrslage verfügt Hagen über die direkte Anbindung zu allen Wirtschaftsregionen im Umfeld von 200 Kilometern (Südwestfalen, Ruhrgebiet, Rheinschiene, Ostwestfalen, Rhein-Main). Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes – die Industrie ist heute wie früher Wachstumstreiber – liegt deutlich höher als im Ruhrgebiet und in NRW insgesamt und zusätzlich wächst der Dienstleistungssektor kontinuierlich. „Mit seinen vielfältigen Angeboten muss Hagen wieder neue Stärke als Wirtschafts- und Kulturstadt gewinnen, in der sich die Wirtschaft entwickeln kann und die Menschen leben wollen. Leitplanken für eine in die Zukunft gerichtete Kommunalpolitik in Hagen zu entwickeln, dazu soll das von der SIHK entwickelte Positionspapier dienen“, sagt Lux.

Industrieflächen fehlen

Hierzu zählt, dass mit Unterstützung von Bund und Land, die immer mehr neue Aufgaben auf die Kommunen übertragen haben, nachhaltige Lösungen für die kommunale Finanzmisere gefunden werden müssen. Und da die mittelständisch geprägte Industrie das Rückgrat von Beschäftigung und Wohlstand in Hagen ist, muss die Stadt Flächen für Industrie und Gewerbe entwickeln. Hagen ist bei dem Angebot für die Neuansiedlung und Erweiterung von Unternehmen das Schlusslicht aller Städte im Ruhrgebiet. „Eine erfolgreiche Flächenpolitik für Industrie und Gewerbe wird für die Förderung der Hagener Wirtschaft ein Mix aus Revitalisierung von Flächen, Umnutzung von vorhandenen Immobilien sowie der Neuentwicklung von Gewerbe-, insbesondere aber Industrieflächen sein“, so der stellvertretende SIHK-Hauptgeschäftsführer.

„Die aktuelle Entwicklung der City in Hagen mit zahlreichen Investitionen gerade in der Innenstadt zeigt deutlich, dass von Politik und Verwaltung gesetzte Rahmenbedingungen erfolgreich Impulse setzen können“, so Lux, denn eine lebendige Innenstadt punktet mit einer attraktiven Mischung aus Handel, Dienstleistung, Gastronomie und kulturellen Angeboten.

Standortfaktor schnelles Internet

Im Hinblick auf den Breitbandausbau gilt es, möglichst schnell einen detaillierten Masterplan für Hagen zu erstellen, denn dieser ist die unabdingbare Grundlage für Ausschreibungen und finanzielle Förderung aus Landes- sowie Bundesprogrammen. Aus Sicht der Wirtschaft muss die Breitbandversorgung dringend ausgebaut werden, denn die unter dem Begriff „Industrie 4.0“ zusammengefasste, rasant fortschreitende Digitalisierung von Industrie, Handel und Dienstleistung macht die Verfügbarkeit eines leistungsfähigen Breitbandanschlusses für Unternehmen aller Branchen unverzichtbar. „In Hagen konzentrieren sich die Anschlüsse von mehr als 50 Mbit/s auf die Bereiche dichter Wohnbebauung, während Gewerbegebiete und Ortsrandlagen unterversorgt sind“, betont der stellv. SIHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Lux.

Der Handlungsbedarf in allen aufgezeigten Feldern ist groß und verlangt nach einem schnellen, gemeinsamen und strategischen Vorgehen. „Die Unternehmen und die SIHK sind gern bereit, sich an der Erarbeitung und Diskussion eines Zukunftskonzepts für eine moderne Stadt Hagen zu beteiligen. Es gilt hier, keine Zeit zu verlieren“, bietet Andreas Lux der Stadt und der Politik den Dialog mit der heimischen Wirtschaft an.‘

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