Sie haben den Flohmarkt im Griff: Die Ordner der Tapeziertisch-Mafia. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Vom Prinzip her ist alles klar. Die Flohmarkt-Truppe macht ihren Job ja nicht zum ersten Mal. „Viele sind schon seit Jahren dabei“, sagt Günter Isemeyer. Er organisiert mit Arno Seltmann und der Tapeziertisch-Mafia in diesem Jahr den 39. Stadtfestflohmarkt. Eine letzte Absprache muss dennoch sein. Am Donnerstag trafen sich die Frauen und Männer im „Reidemeister“, um noch eine Fragen zu klären. Dazu gab’s Schnittchen und Storys aus dem reichen Erfahrungsschatz von Isemeyer.

Die letzten Tage vor dem Sonntag sind immer ein wenig hektisch. Aber die beiden Trödler-Chefs und ihr Team haben die Sache fest im Griff. Das will was heißen. Immerhin werden am Sonntag ab 6 Uhr über 400 Stände aufgebaut.

Einfach Spaß am Riesen-Event

Die Chefs der Tapeziertisch-Kommune haben ganz einfach Spaß am Riesen-Event. „Und auch schon bei den Anmeldungen“, verrät Isemeyer. Da werde in Schreiben bis ins letzte Detail ausformuliert, was verkauft werden solle. Manches bleibe allerdings auch ein wenig rätselhaft.

Vor zwei Jahren schrieben zwei Frauen aus dem Wermecker Grund: „Wir wollen die Klamotten unserer Männer verkaufen.“ Nur zu gern hätte Isemeyer gewusst, was mit den Männern ist. Selbstverständlich hat er die beiden Damen aber zugelassen.

Familäre Atmosphäre soll bleiben

So wie sie stammen auch in diesem Jahr wieder über 80 Prozent der Anbieter aus Lüdenscheid und dem Märkischen Kreis. „Über die Jahre sind wir unserem Prinzip treu geblieben. Nippes, Kitsch und Antiquitäten müssen einfach dabei sein“, sagt Isemeyer. Neuware oder Kunstgewerbe werden nur in wenigen Ausnahmefällen und nur nach vorheriger Absprache zugelassen. Die familiäre Atmosphäre solle eben erhalten bleiben. Dazu tragen auch die Kinder bei, die den Flohmarkt mit ihren Schätzchen bevölkern. Isemeyers Tipp für alle Eltern: „Schickt sie bloß nicht zu früh. Kein Kind muss schon um 6 Uhr auf der Matte stehen.“

Ordner haben das Sagen

Die offizielle Anmeldeliste für den Flohmarkt ist geschlossen. Aber auch Kurzentschlossene erhalten noch eine Chance. Sie sollten sich am Sonntag frühzeitig am Wagen der Organisationsleitung in der Wilhelmstraße/Ecke Sternplatz melden. Er ist ab 6 Uhr geöffnet. „Wir schicken keinen weg“, sagt Günter Isemeyer. Klar sein müsse aber auch, dass alle Trödler den Anweisungen der Ordner folgen müssten. „Das gilt für die Platzzuteilung und andere Dinge.“ Wer seinen Stand ohne Einwilligung der Ordner aufbaue oder ihn an einer wichtigen Zufahrt platziere, müsse ihn gegebenenfalls wieder abbauen.

 

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